London
Ernährung

Irre Behauptung: Avocado ist nicht vegan - stimmt das?

Die Avocado ist längt einer der Stars in der Ernährung der Deutschen. Sie gilt als echtes Multitalent. Beliebt ist die Avocado gerade auch bei Veganern. Aber ist die Frucht wirklich vegan? Nein, behauptet eine britische TV-Sendung, denn für die Kultivierung müssen Tiere leiden.
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Avocados sind nicht vegan? Was zunächst für den ein oder anderen wie ein Scherz klingt, ist laut der britischen BBC-Quizshow "QI" Fakt - zumindest streng genommen. Denn für die Kultivierung der auch in Deutschland beliebten Frucht werden Tiere auf "unnatürliche Weise" benutzt, wie es in der Quizsendung heißt.

Doch der Reihe nach. In der Quizsendung werden vier Kandidaten gefragt, welche der folgenden Lebensmittel für strikte Veganer in Frage kommen, ohne dass dafür Tiere leiden müssen: Kiwis, Melonen, Butternut-Kürbisse, Mandeln oder eben Avocados. Die Kandidaten sind sich einig und antworten: alle. Doch dann die überraschende Antwort: Streng genommen ist keines der Lebensmittel 100 Prozent vegan.

Die Erklärung der Quizmasterin Sandi Toksvig. Für die Zucht und Kultivierung dieser Pflanzen würden Tiere auf "unnatürliche Weise" benutzt. Bienen werden zur Bestäubung mit Lastern quer durch die Länder gefahren, nach getaner Arbeit wieder in Kisten verpackt und zum nächsten Feld transportiert.

 

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Wie der "Stern" berichtet, weist die Tierschutzorganisation Peta seit Jahren darauf hin, wie dramatisch der Umgang mit diesen sogenannten Honigbienen sei - vor allem im Ausland. Bienen werden in Massenzucht gehalten, ausgebeutet, oft verletzt oder sogar getötet.

Es kann also nicht ausgeschlossen werden, dass Bienen für die Zucht der oben genannten Pflanzen leiden müssen. Deshalb sind sie auch streng genommen keine Option für strikte Veganer. Aber trifft das nicht auf die meisten scheinbar veganen Lebensmittel zu? Ja, sagt die Veganer-Organisation Vegan Society. 100 Prozent vegan zu leben, sei fast unmöglich. Das heiße aber nicht, dass man sich nun überhaupt nicht mehr um das Wohlergehen von Tieren kümmern sollte.

Symbolfoto: Thought Catalog/Unsplash



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