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Bratwürste

Der Bratwurst Guide: Das macht fränkische Bratwürste so besonders

Eine Bratwurst zu essen gehört ebenso zu Franken wie Bier oder die wunderschöne Landschaft. Egal, ob gegrillt oder in der Pfanne gebraten, es gibt viele köstliche Rezepte.
Im Sommer schmecken Bratwürste vom Grill besonders lecker.
Im Sommer schmecken Bratwürste vom Grill besonders lecker. Foto: Stefan Schweihofer - Pixabay
  • Die Besonderheiten der fränkischen Bratwurst
  • So werden Bratwürste hergestellt
  • Unsere Empfehlungen für Bratwurstgenuss

Besonders in den Sommermonaten liegt wieder häufig der Geruch von gegrillten Bratwürsten in der Luft. Doch auch auf fränkischen Weihnachtsmärkten ist die leckere Wurst eine beliebte Speise. Wenn ihr euch schon immer einmal gefragt habt, was die fränkische Bratwurst eigentlich ausmacht und wie ihr sie am besten zubereitet, beantwortet dieser Artikel eure Fragen.

Was macht die Fränkische Bratwurst aus?

Bratwurst ist nicht gleich Bratwurst - so viel können wir euch gleich zu Anfang verraten. In Deutschland gibt es eine ganze Menge an unterschiedlichen Bratwurstvariationen, die sich durch ihre Inhaltsstoffe, Länge oder ihren Grobheitsgrad unterscheiden. Und nicht nur in Deutschland, selbst in Franken gibt es viele regionale Unterschiede. Die meisten Würste besitzen jedoch eine Länge von 20 -25 cm und sind relativ dick.

Die wahrscheinlich mit Abstand bekannteste Variante ist die Nürnberger Bratwurst. Diese hat seit 2003 sogar einen Platz im Register der von der EU geschützten kulinarischen Spezialitäten erhalten. Das bedeutet, nur eine Wurst, die im Nürnberger Stadtgebiet hergestellt worden ist, darf den Namen Nürnberger Bratwurst tragen. Eine beliebte Möglichkeit die Würste zu verzehren ist "drei im Weggla". Dazu werden drei der relativ kleinen Bratwürste (circa 8 cm Länge) auf eine Semmel gelegt und mit Senf abgerundet.

Doch nicht nur die Nürnberger besitzen ihre eigene Bratwurst. Auch Städte wie Coburg, Würzburg und Schweinfurt sind stolz auf ihre Rezepte. Eine Besonderheit in Würzburg ist, dass neben Fleisch und Gewürzen auch weißer Frankenwein zu den Zutaten gehört. Die Coburger Bratwurst hingegen zeichnet sich dadurch aus, dass sie traditionell über einem Feuer aus Kiefernzapfen gebraten werden. Die Wurst aus Schweinfurt unterscheidet sich von anderen fränkischen Bratwürsten dadurch, dass sie erst kurz vor dem Verzehr gegart wird.

Herstellung und Inhaltsstoffe der fränkischen Bratwurst

Für alle, die sich für die Bratwurstherstellung interessieren, wird es nun spannend. Die Hauptzutat in vielen Rezepten ist Schweinefleisch. Dieses sollte am besten von Schulter und Bauch stammen. Außerdem spielen die richtigen Gewürze eine große Rolle. Zu den wichtigsten zählen Salz, Pfeffer, Majoran und Piment. Oft werden aber auch noch weitere Geheimzutaten verwendet.

Bei der Wurstherstellung kommt es zudem auf den richtigen Darm an. Für fränkische Bratwürste eignet sich vor allem Bändel. Dabei handelt es sich um die dünne äußere Fettschicht des Schweinedarms, die jedoch nicht auf Druck gefüllt werden sollte.

Stehen alle Zutaten bereit, wird das Fleisch zunächst im Fleischwolf zerkleinert. Ist die Masse fertig, wird alles in den Darm gefüllt und zur Wurst geformt. In den meisten Fällen wird die Bratwurst als Letztes noch gegart, um sie haltbarer zu machen. Bei manchen Sorten, wie der Schweinfurter Bratwurst, wird auf diesen Schritt verzichtet. Jedoch muss die Bratwurst dafür am Tag der Zubereitung verkauft beziehungsweise verzehrt werden.

So schmeckt die Fränkische Bratwurst am besten

Die fränkische Bratwurst kann auf zahlreiche Weisen zubereitet werden. Auf Festen oder an Bratwurstständen kommt sie frisch vom Grill. Zu Hause könnt ihr die Bratwurst natürlich auch in der Pfanne anbraten, bis sie eine goldbraune Farbe bekommt. Danach kommt sie auf eine aufgeschnittene Semmel oder ihr entscheidet euch, sie ganz klassisch mit Sauerkraut und frischem Bauernbrot zu essen.

Anstatt die fränkische Bratwurst zu braten, könnt ihr sie auch als Blaue Zipfel zubereiten. Dafür gart ihr die Bratwurst in Essig-Sud, wodurch sie eine leicht bläuliche Farbe bekommt. Da sie durch den Essig eine säuerliche Note bekommt, sind Blaue Zipfel auch als Saure Zipfel oder Saure Bratwürste bekannt.

Neben diesen klassischen Zubereitungsarten haben wir aber auch noch einige ausgefallenere Rezepte für euch. Wie wäre es zum Beispiel mit runden Zucchini mit Bratwurstfüllung - einem tollen Gericht für den Sommer?  Alternativ dazu könnt ihr Bratwürste auch für eine schnelle Bratwurst-Kartoffel-Pfanne verwenden. Egal für welche Option ihr euch entscheidet, wir wünschen euch einen guten Appetit!