Franken
Qualität aus der Region

CO2-Fußabdruck verringern

Mit dem Kauf von regionalen, saisonalen und ökologischen Lebensmitteln kann der eigene CO2-Fußabdruck verringert werden.
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Assortment of fresh vegetables at market
Foto: Fotolia/Africa Studio

Kürzere Transportwege, weniger Emissionen und eine verminderte Lagerdauer, dafür mehr Frische: Das zeichnet regionale Produkte aus. Gleichzeitig wird die heimische Wirtschaft unterstützt und Arbeitsplätze verbleiben in der Region. Wer zudem noch saisonal und direkt beim Bauern einkauft, erhält nicht nur geschmacklich ausgereifte und nährstoffreiche Lebensmittel, sondern kann sich vor Ort gleich ein Bild von den Produktionsbedingungen machen. Mit diesen Maßnahmen wird außerdem der eigene CO2-Fußabdruck verringert. Dieser Abdruck gibt an, welche Menge an CO2-Emissionen ein Mensch in einer bestimmten Zeit verursacht. Je geringer der Wert ausfällt, desto klimafreundlicher ist der Lebensstil. Das Umweltbundesamt stellt auf seiner Website (www.uba.co2-rechner.de) einen entsprechenden Rechner zur Ermittlung zur Verfügung. Unverarbeitete Lebensmittel, die frisch geerntet in den Verkauf gelangen, verringern den Abdruck im Vergleich zu importierten oder lange gelagerten Lebensmitteln.

Energieaufwand beachten

Das Bayerische Landesamt für Umwelt gibt Tipps für nachhaltigen Konsum in Sachen Ernährung: Umweltfreundlich ist es, die Energie- und Ökobilanzen der Produkte zu beachten, schadstoffarme Produkte zu wählen und Lebensmittel aus ökologischer Landwirtschaft zu bevorzugen. In Bezug auf die Region wird empfohlen, saisonale Lebensmittel zu kaufen und zu lokal erzeugten Produkten zu greifen. Das Verderben von Lebensmitteln ist zu vermeiden, da sonst der Energie- und Ressourcenverbrauch zur Herstellung umsonst war. Kritiker bemängeln allerdings, dass regionale Ware nicht immer automatisch nachhaltiger als Importware ist. So werden hierzulande im Herbst Äpfel geerntet und anschließend monatelang in Kühlhäusern untergebracht, um sie auch im Winter noch verkaufen zu können. Der Energieaufwand hierfür steht einem emissionsreichen Import in nichts nach. Wer ganz sicher gehen will, kauft saisonal und direkt ab Hof oder auf entsprechenden Märkten.

Fleisch und Butter belasten

Das Bundesumweltministerium hat im Jahr 2016 das „Nationale Programm für nachhaltigen Konsum“ beschlossen. Daraus geht hervor, dass pflanzliche Kost erheblich weniger schädliche Klimagase verursache wie tierische Lebensmittel. Bis 2030 soll außerdem der Anteil der Ökobetriebe in der deutschen Landwirtschaft auf 20 Prozent steigen, aktuell liegt der Wert bei 9,9 Prozent. Zu den Lebensmitteln mit der größten CO2-Äquivalente in Gramm je Kilogramm Produkt gehört Schweinefleisch (3252 Einheiten in konventioneller Haltung), Geflügel (3508), Rind (13311) und Butter (23794). Im Vergleich: Frisches Gemüse schlägt mit lediglich 153 Einheiten zu Buche. Ähnlich verhält es sich mit dem Wasserverbrauch bei der Produktion. Für je ein Kilogramm Tomaten fallen 214 Liter an, für Butter 5553 Liter und für Rindfleisch 15415 Liter.

Eier liegen vorne

In einer Statista-Umfrage zu Nachhaltigkeit und Umweltverhalten aus dem Jahr 2017 wurden 1.286 Erwachsene zu ihrem Kaufverhalten befragt. 45 Prozent gaben dabei an, Eier „immer“ oder „oft“ aus der Region zu beziehen. 44 Prozent wenden dieses Prinzip bei Obst und Gemüse an. Bei Milch(-produkten) achten 36 Prozent auf die Herkunft. Ähnlich halten es die Deutschen mit dem Fleisch: 35 Prozent bevorzugen hierbei regionale Produkte. Weniger genau nehmen sie es mit 29 Prozent bei den Wurstwaren und 14 Prozent bei Fisch.

Iris Müller

Unsere Partner


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