Kulinarisches

Bulgarische Küche

Die bulgarische Küche besticht mit viel Fleisch, milden Milchprodukten, saftigem Fisch und süßen Sünden beim Nachtisch.
Artikel drucken Artikel einbetten
Eine Auswahl an bulgarischen Vorspeisen: Neben "Snejanka", einer Tsatsiki-ähnlichen Creme gehören dazu Pasten aus Auberginen, Paprika und Knoblauch sowie gegrillte Zucchini und Paprika.  Foto: Andrea Warnecke/dpa-mag
Eine Auswahl an bulgarischen Vorspeisen: Neben "Snejanka", einer Tsatsiki-ähnlichen Creme gehören dazu Pasten aus Auberginen, Paprika und Knoblauch sowie gegrillte Zucchini und Paprika. Foto: Andrea Warnecke/dpa-mag
Viel Fleisch, gute Milch, Gemüse aller Art - und dazu ein oder zwei Schnäpse: So lässt sich die bulgarische Küche vielleicht am besten zusammenfassen. Was nicht bedeutet, dass jedes Essen als Gelage endet. Beim Umgang mit dem traditionellen Schnaps Rakia etwa ist Zurückhaltung geboten: "Wir nehmen immer nur einen kleinen Schluck", sagt Restaurantbesitzerin Maria Duness-Rose, Chefin des "Pri Maria" in Berlin-Friedrichshain.

Traditionell kommt in Bulgarien als Vorspeise der "Schopska-Salat" auf den Tisch, benannt nach der Region Schopen. Im Schopska-Salat werden klein geschnittene Tomaten, Gurken, Paprika und Zwiebeln mit Essig und Öl gemischt, darüber kommt fein geriebener Schafskäse.

Auf ihre Milchprodukte sind die Bulgaren besonders stolz: So heißt das Bakterium, das aus Milch Joghurt entstehen lässt, "Lactobacillus bulgaricus". Es soll nur in dieser Region vorkommen und sorgt für einen angenehm milden Geschmack, teilt das bulgarische Ministerium für Tourismus mit. Joghurt ist auch eine wichtige Zutat in der Gurkensuppe "Tarator", die kalt als Vorspeise gegessen wird.
Maria Duness-Rose serviert ihren Gästen derweil weitere kleine Vorspeisen: Dazu gehört "Snejanka" (übersetzt "Schneewittchen"), eine Tsatsiki-ähnliche weiße Creme unter anderem aus Joghurt, Knoblauch, Gurken und Petersilie. Hinzu kommen gegrillte Zucchini und Paprika, der vorher die Haut abgezogen wurde: "Für den feineren Geschmack."


Fisch und Fleisch

Bei den typischen Hauptgerichten Bulgariens kommen sowohl Fleischliebhaber als auch Vegetarier auf ihre Kosten. "Palneni Tschuschki" sind gefüllte Paprikaschoten mit Reis, Hack, Zwiebeln, Karotten und Gewürzen. "Kawarma" ist ein Schmorgericht, bei dem angebratenes Hühnchen mit Gemüse, Tomatensoße, Zwiebeln und Pfeffer zusammen in einen Tontopf kommen: "Das Braten und Schmoren sorgt dafür, dass das Fleisch sehr saftig und aromatisch ist", erklärt Georgi Georgiev vom bulgarischen Landwirtschaftsministerium.
Ohne Fleisch, aber mit viel Fantasie kommt "Misch Masch" aus: Hierfür gibt Maria Duness-Rose Paprika, Zwiebeln, Tomaten, Knoblauch, bulgarischen Schafskäse und Ei in einen Tontopf und gart das Ganze.

Auch Fisch gibt es in bulgarischen Restaurants: "Skumrija" sind gegrillte Makrelen. "Manchmal werden auch auf Ziegelsteinen gegrillte Forellen serviert, gefüllt mit Gemüse, Zitronen und Walnüssen", sagt Georgiev.
Wer zum Abschluss etwas Süßes braucht, fühlt sich mit Blick auf die Speisekarte an die österreichisch-ungarische Küche erinnert. So kennen die Bulgaren ebenfalls "Palacinka", süß gefüllte Pfannkuchen. Oder Strudel aus Blätterteig, "Tikvenik". Mit Puderzucker bestäubt isst man ihn als Nachtisch oder schon zum Frühstück. dpa-mag
Unsere Partner
Verwandte Artikel
Noch keine Kommentare

Für diesen Artikel wurde die Kommentarfunktion deaktiviert.