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Pesto im Test: Vernichtendes Urteil von Öko-Test

Pesto ist als Pasta-Sauce sehr beliebt, doch Öko-Test warnt: In den meisten der getesteten Pestos befinden sich bedenkliche Mengen an Schadstoffen, so auch im Bio-Pesto von Alnatura. Wir haben die wichtigsten Ergebnisse für Sie.
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Pesto
Ein Pesto ist etwas Feines - sofern es keine Schadstoffe enthält. Öko-Test berichtet von erschreckenden Testergebnissen. Foto: LyubovKardakova/pixabay.com

Neun Pestos* sind "ungenügend", drei "mangelhaft" und lediglich zwei Pestos schaffen ein "befriedigend": Das Ergebnis des großen Pesto-Tests von Öko-Test ist erschreckend. Problematisch ist vor allem der Mineralölbestandteil in den Pestos - bei fast allen getesteten Produkten ist der stark erhöht oder sogar sehr stark erhöht. Hinzu kommt, dass in vielen der getesteten Saucen Rückstände von Pestiziden und zudem Weichmacher gefunden wurden.

Auch das getestete Pesto von Alnatura* schneidet sehr schlecht ab. Unter den Bio-Produkten* bildet die Sauce das absolute Schlusslicht und wird lediglich mit "ungenügend" bewertet. Der Grund: Die Mineralölbestandteile sind sehr stark erhöht, die Tester konnten außerdem aromatische Kohlenwasserstoffe (MOAH) feststellen, welche im Verdacht stehen, Krebs zu erregen. Eine hohe Menge an Weichmachern konnte ebenso im Pesto gefunden werden. Wir stellen Ihnen das Ergebnis inklusive der zwei Testsieger vor und haben ein schnelles Rezept für selbstgemachtes grünes Pesto für Sie.

Öko-Test: Erdöl und Pestizide im Pesto

Das erschreckende am Öko-Test-Ergebnis ist, dass keine der getesteten Saucen ohne Mineralölbestandteile ist. Kritisch ist vor allem der Anteil an gesättigten Kohlenwasserstoffen, sogenannte MOSH-Analoga, die in Mineralöl vorkommen. Diese sind imstande, sich in den Organen und im Fettgewebe anzulagern. Ebenso fragwürdig ist der Anteil der MOAH, der aromatischen Kohlenwasserstoffen. Diese lagern sich ebenso in den Organen an und stehen teilweise im Verdacht, krebserregend zu sein. 

Der Nachweis von Pestiziden kann einem ebenso den Appetit verderben: Lediglich in den vier Bio-Produkten und im Pesto von Buitoni wurden keine Pestizid-Rückstände gefunden. Die Mengen, die in den Pestos gefunden wurden sind zwar in Bezug auf die EU-Richtlinien unbedenklich, jedoch sieht die Öko-Test-Redaktion sie trotzdem kritisch. Auch Weichmacher wurden in einigen der Saucen gefunden, so zum Beispiel das als fortpflanzungsgefährdend eingestufte Diethylhexylphtalat (DEHP). Geschmacklich sind alle Pestos gut - ein schwacher Trost, wenn man sich die Liste der Mängel ansieht.

Pesto-Test: Nur zwei befriedigend, Alnatura ist Bio-Schlusslicht

Getestet wurden 20 grüne Pestos*, die Basilikum*, Hartkäse und Pinienkerne oder Nüsse enthielten. Die Pestos stammen aus dem Discounter oder aus Super- und Biomärkten. Preislich liegen die Pestos zwischen 99 Cent und sechs Euro. Vier der Produkte sind Bio-Pestos. Im Öko-Test-Labor wurden sie auf Rückstände von Pestiziden und Mineralöl und außerdem auf Fettschadstoffe und Weichmacher untersucht. Zudem wurden die Pestos verkostet, wobei das Aussehen, der Geschmack, der Geruch und das Mundgefühl bewertet wurden. Das Pesto von Alnatura enthält als einziges der vier getesteten Bio-Pestos mehr Nüsse als Basilikum. 

Das Gesamtergebnis ist erschreckend: Lediglich zwei der untersuchten Pestos schneiden mit "befriedigend ab", davon ist eines Bio. Ganze neun von 20 Pestos erhielten ein "ungenügend", darunter auch das Pesto der Bio*-Marke Alnatura.  Wir stellen Ihnen im Folgenden die zwei Testsieger-Pestos vor.

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Ppura Genovese Pesto Bio

Das grüne Pesto Genovese von Ppura schneidet als eines von zwei getesteten Pestos* mit "befriedigend" ab. Es besticht durch seinen hohen Basilikumanteil* und kommt gänzlich ohne zugesetzte Aromen aus. Weichmacher und Pestizidrückstände konnten im Labor nicht nachgewiesen werden, jedoch stark erhöhte Mineralölbestandteile.

Ppura Genovese Pesto Bio

  • Gesamturteil: "befriedigend"
  • Anbieter: Ppura (Naturwarenladen)
  • Hauptzutaten in absteigender Reihenfolge: Basilikum (38%), Natives Olivenöl Extra (33%), Hartkäse
  • Zugesetzte Aromen: nein
  • Mineralölbestandteile: stark erhöht
  • Weichmacher: nein
  • Belastung mit Pestiziden: nein
  • Testergebnis Inhaltsstoffe: befriedigend
  • Mundgefühl: unauffällig
  • Testergebnis Sensorik: sehr gut
  • Preis pro 190 Gramm: 4,73 Euro
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Buitoni Pesto Basilico

Das Pesto Basilico von Buitoni schafft es ebenfalls unter die zwei Testsieger. Das süßliche Pesto* überzeugt die Tester geschmacklich durch seine starke Käse- sowie Basilikumnote. Im Vergleich zum Testsieger von Ppura ist das Pesto von Buitoni relativ preisgünstig. Aber auch beim Buitoni Pesto liegen leider stark erhöhte Mineralölbestandteile vor, ansonsten sind allerdings keine Schadstoffe nachgewiesen worden.

Buitoni Pesto Basilico

  • Gesamturteil: "befriedigend"
  • Anbieter: Buitoni
  • Hauptzutaten in absteigender Reihenfolge: Sonnenblumenöl (39%), Basilikum (29%), Hartkäse (7%)
  • Zugesetzte Aromen: nein
  • Mineralölbestandteile: stark erhöht
  • Weichmacher: nein
  • Belastung mit Pestiziden: nein
  • Testergebnis Inhaltsstoffe: befriedigend
  • Mundgefühl: unauffällig
  • Testergebnis Sensorik: sehr gut
  • Preis pro 190 Gramm: 2,52 Euro
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Rezept für selbstgemachtes Basilikum-Pesto

Grünes Pesto* kann man auch ganz einfach selbst machen - vollkommen ohne Schadstoffe. Hier haben wir ein tolles und sehr simples Rezept für Sie:

Zutaten:

  • Ein Bund (Bio-)Basilikum*
  • 125 ml Olivenöl
  • 70 Gramm Walnüsse/Pinienkerne
  • 80 Gramm Parmesankäse
  • eine Knoblauchzehe
  • Salz und Pfeffer (grob gemahlen)

Zubereitung:

  • Basilikumblätter waschen und trocknen
  • Nüsse grob hacken und in einer Pfanne anrösten
  • Knoblauch klein schneiden
  • Basilikum, Knoblauch und Nüsse mit einem (Stab-)Mixer zerkleinern. Dabei das Öl hinzufügen
  • Zum Schluss den Käse hinzugeben und mit Pfeffer und Salz abschmecken
Die fränkische Alternative: Bärlauch-Pesto selber machen

Fazit: Der Verzehr von vielen Pestos* auf dem Markt ist mit Vorsicht zu genießen - lediglich zwei der von Öko-Test untersuchten grünen Pestos schneiden befriedigend ab. Denen gegenüber stehen neun von 20 Pestos, die mit einem bedenklichen "ungenügend" abschließen, weshalb man vor deren Verzehr besser komplett absehen sollte. Selbst das Bio-Pesto von Alnatura schneidet sehr schlecht ab, ist also auch eher zu vermeiden.

Das komplette Testergebnis finden Sie kostenpflichtig auf der Website von Ökotest.

Vollkommen ohne Pestizide kommt selbst angebauter Basilikum aus. Lesen Sie dazu unseren Artikel, wie Sie Basilikum zuhause selbst anbauen

 

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