Anzeige

Gesunde Gewürze?

Sind Ingwer, Kurkuma und Kreuzkümmel wirklich Superfood oder nicht? Zumindest haben sie einige positive Wirkungen auf unseren Körper.
Artikel drucken Artikel einbetten
Exotisches Gewürz: Kurkuma. Foto: pinkomelet - fotolia/Nestlé Ernährungsstudio
Exotisches Gewürz: Kurkuma. Foto: pinkomelet - fotolia/Nestlé Ernährungsstudio
+1 Bild

Exotische Gewürze sind bei Köchen momentan sehr beliebt. Sie geben Gerichten eine internationale Note und gelten darüber hinaus als sehr gesund. Deshalb werden sie oft als Superfood bezeichnet. "Doch bei Ingwer, Kurkuma und Kreuzkümmel fehlen noch wissenschaftliche Beweise für die angeblich besondere Wirkung beim Menschen", erklärt Dr. Annette Neubert, Ernährungswissenschaftlerin im Nestlé Ernährungsstudio. Zu bedenken ist auch, dass Gewürze in geringen Mengen verwendet werden. Das reicht kaum aus, um Effekte zu erzielen.


Ingwer: die scharfe Wurzel

Dennoch finden Superfood-Begeisterte an der scharfen Ingwer-Wurzel Gefallen. Sie schwören auf die gesundheitlichen Vorteile. "Ingwer soll entzündungshemmend wirken und den Blutdruck senken. Wissenschaftlich bewiesen ist der Effekt von Ingwer abschließend noch nicht", erklärt Dr. Annette Neubert.

Auch ohne nachweislich positiven Einfluss auf den menschlichen Körper ist Ingwer wegen seines besonderen Geschmacks in der asiatischen Küche ein beliebtes Gewürz: Die kleine Knolle schmeckt in Kombination mit Kräutern und anderen Zutaten frisch und hat dabei eine angenehme Schärfe. Ingwer eignet sich gut für eine asiatische Hühnersuppe oder vegane Frühlingsrollen mit Chili-Sauce.


Kurkuma: der indische Safran

Auch Kurkuma ist ein Ingwergewächs, schmeckt jedoch etwas milder. Die gelbe Knolle gibt Currys die kräftige Farbe. Dem gelben Reis "Nasi Kuning" oder einem Hühnercurry mit Bananen verleiht das Gewürz seinen würzigen, leicht erdig bitteren Geschmack. "Als Superfood soll es antibakteriell oder entzündungshemmend wirken. Eindeutige Nachweise für diese Effekte beim Menschen fehlen auch hier", fasst Dr. Annette Neubert zusammen.

"Einige Studien weisen auf eine cholesterinsenkende Wirkung des Curcumin hin", so die Ernährungswissenschaftlerin. Dieser sekundäre Pflanzenstoff verleiht der Kurkuma ihre orange-gelbe Farbe. Aus Kurkuma nimmt der Körper nur in geringen Mengen Curcumin auf. Kurkuma ist nicht zu verwechseln mit Cumin, dem Kreuzkümmel.


Kreuzkümmel: Hilfe aus dem Orient

Der Kreuzkümmel gehört wie der Kümmel zur Familie der Doldenblütler. Seine leicht bittere Schärfe lässt sich gut mit Koriander mildern. Kreuzkümmel eignet sich unter anderem, um marokkanischen Couscous, israelisches Hummus (Kichererbsen-Püree), arabische Falafel (Kichererbsen-Bällchen) oder türkische Köfte (Hackfleischbällchen) zu verfeinern. "Das Gewürz soll ähnlich wirken wie Kümmel: appetitanregend, verdauungsfördernd und lindernd bei Blähungen", sagt Dr. Annette Neubert und weist zugleich darauf hin, dass auch dies nicht ausreichend belegt ist. Weitere Informationen zum Thema Ernährung sind im Internet unter www.ernaehrungsstudio.nestle.de zu finden.

Für diesen Artikel wurde die Kommentarfunktion deaktiviert.