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Erfrischendes Biermixgetränk: Woher kommt das Radler und warum heißt es so?

Das Radler erfreut sich vor allem im Sommer großer Beliebtheit. Doch wie kam das Radler zu seinem Namen und wer kam eigentlich auf die Idee, Limo in ein Bier zu schütten?
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Das Radler ist ein Biermixgetränk aus Bier und Zitronenlimonade. Symbolfoto: Pixabay/ Alexas_Fotos
Das Radler ist ein Biermixgetränk aus Bier und Zitronenlimonade. Symbolfoto: Pixabay/ Alexas_Fotos
Sich statt einem Bier ein Radler zu bestellen kann ganz verschiedenen Gründe haben. Von erfahrenen Biertrinken wird das Biergemisch zwar häufig abgelehnt, doch mit den warmen Temperaturen im Sommer verträgt sich ein Radler oft besser. Auch ist es eine Tatsache, dass sich Bier gut für Mixgetränke eignet, denn vielen scheint das Radler zu schmecken.


Was versteht man unter einem Radler?

Wer ein Radler bestellt, der bekommt in der Regel eine Mischung aus Bier und Zitronenlimo. Meistens ist das Verhältnis im Krug 60 Prozent Bier und 40 Prozent Limonade. Doch es gibt auch Varianten. In Österreich wird statt Zitronenlimo auch gerne Kräuterlimonade (Almdudler) verwendet. Auch wird in einigen Regionen Deutschlands unterschieden zwischen süßem (mit Limo) und saurem (mit Wasser) Radler. Manche Wagemutigen mischen ihr Bier auch mit Orangenlimonade oder mit Cola (Diesel) ,.

Wer das Radler unter diesem Namen nicht kennt, der kennt es vielleicht als Alsterwasser oder auch als Panasch. Um fragende Blicke bei den Kellnern zu vermeiden, sollte man sich hier dem regionalem Sprachgebrauch anpassen.

Die "Zeit" schreibt in ihrer Online-Ausgabe, dass sich der Begriff Radler häufiger in Deutschland durchsetzten konnte. Eine Vermutung ist, dass Radfahrer darin gleich eine Entschuldigung sehen, da sie als Radler auch Radler trinken dürfen - sagt ja schon der Name.

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Woher kommt der Name Radler?

Durch diese gleichen Begrifflichkeiten entstand auch die erste Vermutung zur Herkunft des Namens des Biermixgetränkes. Wissen.de schreibt, dass die Bezeichnung Radler aus dem 20. Jahrhundert stammt und dort das "Bier für Radfahrer" entstand. Denn: Wer mit den Fahrrad unterwegs war, wollte nicht zu viel Alkohol trinken und so wurde das Bier mit etwas Unalkoholischem gemischt.

Unter der Bezeichnung "Shandy" wurden bereits im 19. Jahrhundert Biermischgetränke an britische Truppen ausgeschenkt. Möglicherweise wurde das Radler unter dieser Bezeichnung schon Ende des 19. Jahrhunderts in einem Fahrradclub erfunden, doch auch eine andere Geschichte hält sich hartnäckig.


Die Geschichte der Radlermaß auf der Kugleralm

Die Geschichte spielt im 20. Jahrhundert und wird so auch auf www.bier-lexikon.de erzählt. Ein Mann namens Franz Xaver Kugler soll das Radler um 1922 erfunden haben. Kugler war Streckenarbeiter bei der Eisenbahn in der Nähe von Deisenhofen bei München. Ständig waren er und seine Kollegen bei der Arbeit von einer trockenen Kehle geplagt und so erkannte Kugler eine Marktlücke. Er kündigte bei der Bahn und begann Bier an die Bahnarbeiter zu verkaufen. In den Zwanzigern gründete er die "Kugleralm" und ließ sich immer wieder Aktionen einfallen, um Kundschaft anzulocken.

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Als das Fahrrad immer bekannter und auch bei seinen Kunden beliebter wurde, ließ Franz Xaver einen Radweg durch den Wald bis zur Kugleralm anlegen. In der Geschichte hatte er viel Erfolg mit seiner Idee und so kamen im Juni 1922 um die 13.000 Radler aus München in die Kugleralm. Doch auf solch einen Ansturm war Kugler nicht vorbereitet -und der Biervorrat leerte sich viel zu schnell. Franz Xaver musste sich etwas einfallen lassen. Im Lager hatte er noch um die tausend Flaschen Zitronenlimonade herumstehen und so begann Kugler, das Bier mit der Limonade zu mischen. Den Kunden präsentierte er sein neues Getränk als "Radlermaß".

Doch so schön die Geschichte auch sein mag, laut bayerische-spezialitaeten.netkann sie nicht stimmen, denn in Aufzeichnungen über das Jahr 1900 wird die Radlermaß bereits erwähnt. Demnach lässt sich wohl die Herkunft des Radlers nicht mehr bestimmen.

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Trotzdem ist das Radler aus den Getränkekarten der Wirtshäuser und Biergärten nicht mehr wegzudenken und es wird wohl noch viele Jahre die Diskussion geben, ob Radler für Biertrinker eine Bereicherung oder ein No-Go ist.
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