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Franken
Mindesthaltbarkeitsdatum

Haltbarkeit abgelaufen: Kann Bier eigentlich schlecht werden?

Bier gehört zu Deutschland - und ganz besonders zu Bayern und Franken. Im Jahr 2019 haben die Deutschen über 100 Liter Bier pro Kopf getrunken. Doch um die Haltbarkeit von Bier ranken sich einige Mythen. Kann Bier schlecht werden?
 
Kann Bier schlecht werden?
Kann Bier schlecht werden? Schließlich hat auch Bier ein Haltbarkeitsdatum. Symbolfoto: ThorstenF/pixabay.com.

Lebensmittel müssen in Deutschland seit 1981 mit einem Mindesthaltbarkeitsdatum (MHD) versehen werden. Da Bier als traditionelles Lebensmittel von der EU anerkannt ist, besteht auch hier die Pflicht für ein MHD. Da es unterschiedlichsten Biersorten gibt, ist es nicht möglich, eine pauschale Aussage zur Haltbarkeit von Bier zu treffen. Das Mindesthaltbarkeitsdatum kann je nach Biersorte und Herstellungsprozess zwischen zwei Monaten oder auch mehr als einem Jahr liegen. 

Der Bier-Experte Dennis Fix empfiehlt, Biere mit hohem Hopfenanteil, wie etwa ein Pale Ale, am besten in den ersten drei Monaten zu trinken. Selbst, wenn sie nach dem MHD noch länger haltbar wären. Auch, wenn der Hopfen das Bier länger haltbar macht, können sich laut dem "Bier Baron" die ätherischen Öle und somit die Aromaträger des Hopfens schnell verflüchtigen. Biere, die nicht nach dem deutschen Reinheitsgebot gebraut werden, könne Zusatzstoffe enthalten, die das Bier länger haltbar machen. 

Grundsätzlich gilt für Bier: Je frischer, desto besser!

Das auf dem Bier vermerkte Mindesthaltbarkeitsdatum sagt im Grunde genommen recht wenig aus. Tatsächlich kann Bier fast nicht verderben, da es selbst beim längeren Überschreiten des MHD keine schädlichen Bakterien entwickelt. Das liegt am Alkoholgehalt und  am leicht sauren pH-Wert.

Bier ist also durchaus noch nach Ablauf des Mindesthaltbarkeitsdatums genießbar. Es kann jedoch passieren, dass die Farbe, die Spritzigkeit oder auch der Geschmack sich verändern. Im schlimmsten Fall schmeckt das Bier einfach nicht mehr gut. 

Mehr zum Thema Bier finden Sie hier: Wie viel Bier pro Tag ist okay - ab welcher Menge wird es gefährlich?

Malzige Biere und vor allem Bier mit einem hohen Alkoholgehalt sind besonders lange haltbar und sogar zum Lagern geeignet. Der malzige Geschmack kann sich mit der Zeit positiv entwickeln. Biere mit hohem Alkoholgehalt wie Starkbiere oder Bockbiere können durch die längere Lagerung sogar noch besser werden, wenn dies richtig geschieht. Denn mit der Zeit können sie - ähnlich wie Whisky - reifen, was dem Bier eine ganz neue Qualität verleihen kann. Diese gereiften Biere nennt man „Vintage“-Biere und sie werden von Kennern hochgeschätzt. 

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Da Alkohol eine konservierende Wirkung hat, sind alkoholfreie und alkoholarme Biere logischerweise weniger lange haltbar als Biere mit höherem Alkoholgehalt. Bei alkoholfreiem Bier, leichtem Bier oder Biermischgetränken sollte man daher immer auf das MHD achten.

Je höher der Alkoholwert, desto länger ist das Bier haltbar

Ist das MHD überschritten, dann kann man relativ leicht kontrollieren, ob das Bier noch genießbar ist. Dies kann man am Geruch feststellen, der dann muffig oder bitter ist, oder auch wenn man im Bier kleine Flöckchen findet. Das könnte auf Schimmelbefall hindeuten. Bier darf zudem weder sauer noch muffig riechen. Sollte das der Fall sein, sollten Sie das Bier auf jeden Fall entsorgen. Grundsätzlich gilt, dass die richtige Lagerung über die Haltbarkeitsdauer bestimmt. 

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So lagern Sie ihr Bier richtig: 

  • Lagern Sie ihr Bier am besten dunkel und geschützt vor Sonneneinstrahlung.
  • Der Lagerplatz sollte möglichst trocken sein.
  • Das Bier sollte im Stehen gelagert werden, denn so verringert man die Oxidationsfläche und die Hefe bleibt beim Ausschenken in der Flasche.
  • Sie sollten darauf achten, dass ihr Bier keinen großen Temperaturschwankungen ausgesetzt ist.
  • Die ideale Lager-Temperatur beträgt  5 bis 10 °C.
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Man kann also zusammenfassen: Bier verdirbt eigentlich nicht, es wird lediglich nicht mehr so schmackhaft. Das heißt, dass Bier in der Regel auch nach Ablauf des Mindesthaltbarkeitsdatums noch getrunken werden kann. Schlecht gewordenes Bier zeigt sich in der Regel durch einen Verlust der Qualität. Das Bier schmeckt dann nicht mehr so frisch und hat einen staubigen oder bitteren Nachgeschmack sowie weniger Spritzigkeit. Tatsächlich ungenießbar, also nicht mehr zum Verzehr geeignet, kann Bier nur in Ausnahmefällen werden. 

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