Lichtenfels
Gartentipps

Wissenswertes über den Fenchel und die wilde Möhre

Wie verwendet man Fenchel richtig und woher hat die Möhre eigentlich ihren Namen her? Unser Gartenexperte Jupp Schröder klärt auf:
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Die krautige Pflanze Fenchel wird bis zu zwei Meter hoch. Foto: Josef Schröder
Die krautige Pflanze Fenchel wird bis zu zwei Meter hoch. Foto: Josef Schröder
Fenchel besticht durch seinen einmaligen Geschmack, ist vielseitig einsetzbar und kann kreativ kombiniert werden. Fenchel schmeckt roh als Salat oder gedünstet als sehr gesundes Gemüse. Am besten schmeckt frischer Fenchel. Diesen erkennt man an einer festen, weißen bis hellgrünen Knolle, deren Blattgrün frisch und ohne welke Blätter ist. Die krautige Pflanze wird bis zu zwei Meter hoch und bildet gelbe Früchte aus. Die knollenähnliche Zwiebel, die zum Kochen verwendet wird, wiegt zwischen 250 und 400 Gramm. Fenchel kann noch bis Mitte Juli ausgesät werden, bei Trockenstress neigt er allerdings zum Schossen.


Wilde Möhre wirbt mit pfiffigem Trick

Der macht sie schon Gedanken darüber, woher die Möhre ihren Namen hat. In der Mitte der Blütendolde der wilden Möhre ist nämlich eine schwarz gefärbte Blüte, der sogenannte "Mohr". Hier greift die Pflanze zu einem Trick, um Insekten anzulocken. Sie täuscht hier Kundschaft vor. Das ist wie beim billigen Jakob. Wenn einer bei ihm steht, kommen andere schnell dazu, um nichts zu verpassen. Hier verhalten sich die Insekten genau so wie die Menschen.
Die wilde Möhre ist zurzeit eine der auffälligsten Blumen am Wegesrand. Sie gehört zu den zweijährigen Gewächsen. Im ersten Jahr entsteht aus dem Samen eine Pflanze. Dann kann im nächsten Jahr mit geballter Kraft aus den Wurzeln die Blüte entstehen. Nur die Wurzeln von einjährigen Pflanzen sind essbar. Durch die Blüte werden sie nämlich pelzig. Die wilde Möhre ist die Stammpflanze unserer heutigen Kulturform. Die Blüten sind bei den Insekten wie Wildbienen sehr beliebt.


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