Lichtenfels
Gartenarbeit

Tipps für den Garten: Schneeheide und Obstgehölze sollten jetzt geschnitten werden

Schneeheide gehört nach dem Verblühen mit einer Heckenschere scharf herunter geschnitten, damit sich frisches Blütenholz bilden kann. Auch die Schnittmaßnahmen an Obstgehölzen sollten langsam abgeschlossen sein.
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Schneeheide gehört nach dem Verblühen mit einer Heckenschere scharf herunter geschnitten, damit sich  frisches Blütenholz bilden kann. Foto: Josef Schröder
Schneeheide gehört nach dem Verblühen mit einer Heckenschere scharf herunter geschnitten, damit sich frisches Blütenholz bilden kann. Foto: Josef Schröder
Die Schnittmaßnahmen an Obstgehölzen sollten langsam abgeschlossen sein. Ansonsten kommt es zu einer Schwächung des Baumes. Da die Rinde jetzt voll im Saft steht, kommt es leicht zu Eingerissen beim Absägen von Ästen am Stamm. Solche Wunden heilen nur sehr schlecht. Bei stark wachsenden Bäumen ist überhaupt der Sommerschnitt zu empfehlen, da dieser das Wachstum bremst. Bei den Pfirsichbäumen ist jetzt eine gute Zeit zum Schneiden. Man kann deutlich erkennen, was echte und falsche Fruchttriebe sind.


Igel brauchen ein ökologisches Umfeld

Jetzt sind auch die letzten Igel aus dem Winterschlaf erwacht und gehen auf Nahrungssuche. Unbedingt brauchen unsere stacheligen Bewohner neben der Nahrung, welche vorwiegend aus Insekten und Schnecken besteht, ein reich strukturiertes und ökologisches Umfeld. Dabei ist ein Reisighaufen zum Verstecken und zur Aufzucht der Jungen lebensnotwendig. Auch das Laub unter Bäumen und Sträuchern sollte da, wo es möglich ist, liegen bleiben. Darunter findet der Igel reichlich Nahrung wie Asseln und Regenwürmer. Ein steriler Garten wird gemieden.


Schneeheide wird verblühen

Noch immer steht die robuste Schneeheide in vielen Gärten in voller Pracht. Nach dem Verblühen gehören sie aber unbedingt mit einer Heckenschere scharf herunter geschnitten, damit sich frisches Blütenholz bilden kann. Erikagewächse blühen nämlich an den Trieben, die neu in diesem Jahr heran wachsen. Fehlt der scharfe Schnitt, werden die Pflanzen immer höher und vergreisen somit zusehends. Beim Heidekraut machen diese "Arbeit" in der Lüneburger Heide die Heidschnucken. Durch ihren jährlichen Verbiss bleibt das Heidekraut jung und damit eine wunderbare Kulturlandschaft erhalten.


Spinat ernten

Wegen seiner Anspruchslosigkeit ist der Spinat das erste Gemüse, das im neuen Gartenjahr geerntet werden kann. Auch die unkomplizierte Kultur macht den Spinat besonders interessant für den Hobbygärtner. Die Kulturzeit bis zur Ernte beträgt etwa sechs bis acht Wochen. Die ideale Keimtemperatur liegt bei etwa 10 bis 15 Grad. Wenn der Boden zu warm kann eine Keimhemmung auftreten. Deshalb ist ein Sommeranbau nicht ratsam. Erst im Herbst bei kühleren Temperaturen keimt und wächst der Spinat wieder zügig.

Beim Kauf von Saatgut ist darauf zu achten, ob es sich um Sorten für den Anbau im Frühjahr, Herbst oder Winter handelt. Spinat reagiert nicht nur sehr empfindlich auf eine zu enge Fruchtfolge von Spinat auf Spinat, sondern auch auf andere Gemüsearten aus der Familie der Gänsefußgewächse wie Mangold und rote bete. Der zeitliche Abstand im Anbau sollte mindestens drei Jahre betragen.


Vlies als Schutz

Zur Ernteverfrühung dienen Vliese mit 17 Gramm pro Quadratmeter. Diese sind federleicht, licht- und wasserdurchlässig und halten mindestens drei bis vier Jahre. Die Temperaturerhöhung unter dieser Abdeckung beträgt durchschnittlich fünf Grad. Dies bringt einen enormen Vorteil bei der Verkürzung der Wachstumsperiode aller Salat- und Gemüsekulturen.

Wenn es im Mai aber zu warm wird, muss das Vlies allerdings abgenommen werden, da sonst darunter die Temperaturen zu hoch ansteigen. Im kühleren Herbst aber bringt die Abdeckung dann wieder Vorteile. Auch schützt das Vlies vor Austrocknung des Bodens und reduziert Schädlinge.
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