Lichtenfels
Kartoffelkäfer

Schädlinge im Garten: Der Kartoffelkäfer ist im Anmarsch

Die ersten Kartoffelkäfer wurden schon gesichtet. Beim diesem Schädling heißt es, gleich am Anfang tätig zu sein, um eine Massenausbreitung zu verhindern.
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Die ersten Kartoffelkäfer wurden schon gesichtet. Foto: Jupp Schröder
Die ersten Kartoffelkäfer wurden schon gesichtet. Foto: Jupp Schröder
In diesem Jahr tritt der Kartoffelkäfer, gemessen an der Krautentwicklung, relativ spät auf. Viele Hobbygärtner hofften aufgrund des explosionsartigen Wachstums darauf, dass die Pflanzen dem schlimmen Schädling aus Colorado davon wachsen würden. Dem ist aber inzwischen nicht ganz so.


Laufende Kontrolle

Die ersten Kartoffelkäfer wurden schon in unserer Region gesichtet. Sie scheinen aber das bereits schon weit fortgeschrittene Kraut zu meiden und legen ihre Eier an der Blattunterseite lieber bei kleineren Pflanzen ab. Eine laufende Kontrolle des Kartoffelkäfers ist deshalb auch heuer dringend notwendig. Beim diesem Schädling heißt es, gleich am Anfang tätig zu sein, um eine Massenausbreitung zu verhindern. Die Käfer und Larven sind abzusammeln. Dagegen kann man die kleinen orangefarbenen Eier, die sich auf der Unterseite der Blätter befinden, zerquetschen.

In früheren Zeiten wurden für diese Arbeit offiziell Schulkinder eingesetzt. Daran können sich noch viele ältere Menschen erinnern. Ein Spritzen mit Gift gegen den Käfer, so wie es im Erwerbsanbau meist üblich ist, sollte für den Hobbygärtner tabu. Die Kartoffeln wachsen jetzt bei den warmen Temperaturen weiter sehr schnell. Deshalb sollte das letzte Anhäufeln des Krautes bald abgeschlossen sein. Auch sind die Bestände nun unkrautfrei zu halten, da die Kartoffeln später bis zur Ernte nicht mehr gestört werden wollen.


Früchte mit Stachelbeermehltau aussortieren

Früchte, die mit dem amerikanischen Stachelbeermehltau befallen sind, sollten gleich aussortiert und vernichtet werden. Die Pilzsporen gehen nicht nur auf weitere Früchte über und verschmutzen sie mit einem braunen Belag, sondern können auch junges Holz anfallen und dann dort überwintern. Die befallenen Triebe sind dann ebenfalls, besonders an den Spitzen, bräunlich gezeichnet. Sie sollte man dann etwa Anfang März bei der Behandlung im Frühjahr abschneiden.

Durch die Entnahme zu dichter und alter Triebe von der Basis her wird der Strauch allgemein luftiger und damit weniger anfällig gegen diesen schlimmen amerikanischen Pilz, der leider bei und eingeschleppt wurde. Inzwischen gibt aber zum Glück mehltauresistente Sorten mit sehr gutem Ertrag wie Invicta, Redeva und Rocula.


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