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Zucchini pflanzen: Tipps und Tricks für den Anbau im eigenen Garten

Die Zucchini ist eine der beliebtesten Gemüsesorten der Deutschen. Viele Hobby-Gärtner schätzen den Nutzen von Zucchini und wollen sie im Gemüsebeet nicht mehr missen. Wir erklären alles zum Thema Ernte, Pflege, Lagerung und Pflanzung der Zucchini, damit auch Sie ganz einfach zum Zucchini-Bauern werden. 
 
Zucchini züchten: Tipps und Tricks für den Anbau im eigenen Garten
Die Zucchini ist die ideale Einsteigerpflanze für Garten-Anfänger. Foto: MonikaP/pixabay.com

Zucchini (Cucurbita pepo var. giromontiina) selber anzuzüchten ist kinderleicht. Sie gilt als Einsteigerpflanze und ist besonders für Garten-Anfänger ein Weg zum eigenen Gemüsebeet. Ein weiterer Vorteil der Zucchini ist ihre kulinarische Wandelbarkeit, denn sie ist ein Alleskönner in der Küche. So findet man sie nicht nur in Gemüsepfannen, sondern auch als Nudelersatz oder in Süßspeisen. Zudem hat die Zucchini viele gesundheitliche Vorteile: Sie ist vitaminreich, entwässernd, fördert die Verdauung, ist blutbildend und vermeidet Magenübersäuerung. 

Durchschnittlich verspeist jeder Deutsche circa 2 kg im Jahr. Was die Wenigsten wissen: die Zucchini gehört zu der Familie der Kürbisse (Cucurbita pepo) und wird auch häufiger als „kleiner Kürbis“ betitelt. Daher können Zucchini auch neben der herkömmlichen grünen oder grün-gestreiften Farbe, in einem gelb-orangenen Farbton auftreten. Wie auch seine Artgenossen werden Zucchini kulinarisch als Gemüse verwertet, sind aber aus botanischer Sicht Früchte. 

Anzüchten lohnt sich 

Auch bei Zucchini gibt es zwei Wege sie im Garten einzupflanzen. Die erste Variante ist das Anziehen von Jungpflanzen im Topf. Dabei werden die Samen ab April in die Töpfe gelegt und bei laueren Nächten, ungefähr ab Mitte Mai, ins Freie gebracht. Der Vorteil hier ist, dass direkt eine Vorauswahl getroffen werden kann, sodass nur die kräftigsten Jungpflanzen ins Beet gepflanzt werden. 

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Wer den Zeitpunkt zur Anzucht verpasst hat, kann die Samen ab Mitte Mai auch einfach direkt ins Bett setzen. Passen Sie darauf auf, dass Sie nicht zu viele Samen zu dicht nebeneinander setzen.

Denn Zucchinipflanzen werden üblicherweise sehr groß und brauchen ihren Platz. Treffen Sie notfalls eine Auswahl und behalten Sie nur die Pflanzen, die stark genug sind. Umso weniger Pflanzen im Beet stehen, desto stärker werden die einzelnen Pflanzen am Ende.

Die Zucchini braucht im Beet ihren Platz

Wer seine Jungpflanzen schon vorgezogen hat, kann diese mit einem Abstand von 1  m voneinander ins Beet setzten. Wer die Samen direkt ins Beet setzt, sollte 2-3 Stück circa 2,5 cm tief ins Beet setzten. 
Am besten wachsen und gedeihen Zucchinipflanzen an warmen und sonnigen Standorten. Die Pflanzen der Kürbis-Familie sind tropische Pflanzen und liebe demnach die Wärme. Sie sind deshalb auch frostempfindlich und sollten erst nach Ende der frostigen Nächte, um die Eisheiligen herum, ins Freie gesetzt werden.

Außerdem mögen Zucchinipflanzen nährstoffreichen, lockeren und humosen Boden. Bei extremen Wetter- und Nährstoffbedingungen können die Pflanzen unter Stress geraten und es kann zum Ausfall von Früchten kommen. 

Zucchini lassen sich auch wunderbar in Töpfen anpflanzen und sind für Balkon-Gemüsegärten bestens geeignet. Unsere Empfehlung: Kletterzucchini. Diese wachsen in die Höhe statt in die Breite und sind für den Balkon platzsparend. Hier reiche einige wenige Pflanzen für einen idealen Ernteertrag. 

So wird eine Zucchinipflanze gepflegt 

Der kleine Kürbis hat einen hohen Wasserbedarf und muss besonders in Trocken- und Hitzeperioden ordentlich gegossen werden. Bekommt die Pflanzen gelbe Blätter, kann es darauf hindeuten, dass sie zu wenig Wasser hat. Steht sie auf einem nährstoffarmen Boden, sollte die Zucchini auch regelmäßig gedüngt werden. Es bietet sich an schon beim Pflanzen die Erde mit Kompost zu versehen.

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Auch mit Kaffeesatz oder Tonmehl kann dann in regelmäßigen Abständen nachgedüngt werden. 

Bis auf den Kletterkürbis sind Zucchini keine Kletterpflanzen. Wer sie also hochgebunden haben möchte, muss dies aus eigener Hand machen. Hierzu eignen sich ganz normale Tomaten-Gerüste oder auch einfach ein Pfahl. 

Eine Zucchini bestäuben 

Wer sich zur Ernte wundert, warum die Pflanze keine Früchte trägt oder die vorhandenen Früchte sofort wieder eingehen, kann damit rechnen, dass die Bestäubung der Zucchinipflanze nicht richtig funktioniert hat. Die Zucchinipflanze hat zum einen männliche Blüten und zum anderen weibliche. Diese müssen sich gegenseitig Bestäuben, damit Früchte wachsen können.

Normalerweise, übernehmen Insekten diese Aufgabe. Wem aber auffällt, dass dieser Prozess ausbleibt oder das Ganze in die eigene Faust nehmen möchte, kann vorsichtig nachhelfen. Unser Gartenexperte Jupp Schröder empfiehlt mit einem Wattestäbchen den Blütenstaub auf der andersgeschlechtlichen Blüte zu verteilen.

Doch wie erkennt man die zwei unterschiedlichen Blütenarten? Ganz einfach, männliche Blüten sitzen auf einem langen Stiel. Und bei weiblichen Blüten ist unter der Blüte die Frucht zu erkennen. 

Krankheitsbefall bei Zucchinipflanzen 

Leider, gibt es eine Vielzahl von Krankheiten, die der Zucchini gefährlich werden könnte. Wir haben die häufigsten Krankheitsfälle für Sie zusammengetragen: 

  • Echter Mehltau: Weiße, graue oder bräunliche Schimmelschicht auf der Blattoberfläche. Tritt häufig bei trockenen Bedingungen auf
  • Falscher Mehltau: Er kommt häufig bei feuchten Bedingungen auf. Er lässt sich durch gelbe Flecken am Blatt erkennbar machen
  • Grauschimmel: Tritt häufig bei schon geschwächten Pflanzen oder Jungpflanzen auf. Man erkennt ihn an seiner grauen Schimmelschicht auf Blatt- und Pflanzenteilen.
  • Weichfäule: Wenn Früchte am Ansatz anfangen zu schimmeln, handelt es sich um Weichfäule. Entfernen Sie sofort die befallenen Früchte von der Pflanze.
  • Neben Pilz- oder Virenbefällen können auch Nacktschnecken, Milben und Blattläuse der Zucchinipflanze schaden. Man kann hier mit verschiedensten chemischen und natürlichen Mitteln Vorarbeit leisten und einen Befall verhindern. 

So funktioniert die Ernte 

Nachdem die Zucchini den Sommer über gereift sind, kann sie ab Juli und bis in den Oktober geerntet werden. Der perfekte Erntezeitpunkt ist, wenn die Frucht zwischen 16 und 20 cm lang ist. Unser Gartenexperte Jupp Schröder empfiehlt, auch wenn Sie zu diesem Zeitpunkt noch keine Verwendung für die Zucchini haben, sie trotzdem zu ernten. Denn ansonsten kann der Rhythmus und Fruchtansatz gestört werden. Kleine Früchte können nicht mehr nachkommen und es gibt nur ein paar große Früchte, die pelzig, zäh, hart oder überreif werden. 

Die Ernte ist zwei Wochen haltbar und in der Zeit findet man sicher Verwendung. Am besten lagert die Zucchini bei ungefähr 10 °C in einem dunklen Raum. Aber aufgepasst: Lagern Sie die Früchte nicht neben Tomaten oder Äpfeln. Diese geben Reifeenzyme aus, die die Zucchini schneller eingehen lässt.   

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