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Obsternte im Herbst: Obst aus dem Garten richtig ernten und lagern

Die Obsternte läuft im Herbst auf Hochtouren und dabei ist einiges zu beachten. Welche Obstsorten, wie geerntet werden müssen und worauf du bei der Lagerung von Mandarine, Birne und Co. achten solltest, zeigen wir dir.
Obsternte im Herbst
Die Obsternte hat begonnen und Obstsorten wie Birnen, Mandarinen und Preiselbeeren können jetzt abgeerntet werden. Hier gibt's Tipps für die Obsternte im Herbst Foto: brienne_hong/unsplash.com
  • Herbst ist Erntezeit für Obstsorten
  • Obstsorten im Herbst: Mandarinen, Birnen, Trauben, Pflaumen, und Preiselbeeren
  • Überblick über Erntezeiten und Lagerung der Obstsorten 

Der Herbst ist Erntezeit im eigenen Garten. Neben vielen Gemüsesorten können auch Obstsorten, wie Äpfel, Trauben, Pflaume und Birnen abgeerntet werden. Die köstlichen Früchte konnten schon den ganzen Sommer beim Wachsen und Reifen beobachtet werden und die ein oder andere Frucht war sogar schon reif. Doch jetzt ist die Zeit gekommen, alle Früchte vor dem Winter vom Baum zu holen. 

1. Mandarinen

Auch wenn viele Obstsorten schon reife Früchte tragen oder getragen haben, kommt die Zeit der Manderinenernte erst. Nach einer Wartezeit von geschlagenen 18 Monaten sind Mandarinen um diese Zeit endlich bereit für die Ernte. Die komplette Erntezeit erstreckt sich von November bis in den März. Im Gegensatz zu ihren Artgenossen, den Orangen, müssen Mandarinen, sobald ihr Reifepunkt erreicht wurde, umgehend abgeerntet werden.

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Am besten erkennen Sie eine reife Mandarine daran, dass sie beim Eindrücken nachgibt und sich nicht mehr so fest anfühlt wie vorher. Aber Vorsicht: Mandarinen reifen nach der Ernte nicht nach und sollten nur abgeerntet werden, wenn sie wirklich reif sind. Zur Ernte können Sie bequem mit einer Schere an den Baum gehen und die einzelnen Früchte abschneiden. Man kann es auch per Hand machen, dabei sollte man aber vorsichtig sein und die Früchte nicht verletzten. Nach der Ernte sollten die Früchte gründlich gereinigt werden und auf die Lagerung vorbereitet werden.

Mandarinen fühlen sich bei Zimmertemperaturen am wohlsten. Hervorragend eignet sich ein Vorratsregal oder auch ein Obstkorb, den Sie in der Küche an einem möglichst hellen Ort platzieren. Besonders wichtig ist es beschädigte Früchte von den heilen Früchten zu trennen. Beschädigte Früchte werden schneller überreif oder sogar faul und lassen dann das Gas Ethylen frei, welches auch die anderen Früchte zur schnellen überreife drängt. 

2. Birnen

Eine der beliebtesten herbstlichen Obstsorten ist die Birne. Mit 3,5 Kilogramm pro-Kopf im Jahr, fällt Sie hinter Äpfeln  und Bananen auf die meist verspeisten Obstsorten der Deutschen. Birnen sind nicht nur lecker, sondern auch unglaublich gesund und bieten eine wunderbare Quelle für viele Vitamine und Nährstoffe. Unter den Birnensorten gibt es zum Erntezeitpunkt zahlreiche Unterschiede.

Manche Sorten werden schon im Juli geerntet, manche aber erst ab Oktober. Anders als bei den Mandarinen, reifen Birnen nach der Ernte noch ordentlich nach. Daher spricht bei der Birnen auch häufig von der Genussreife und von der Erntereife. Häufig entwickeln Birnen erst nach der Ernte ihr volles Aroma. Deswegen können Birnen auch gut geerntet werden, wenn sie noch hart sind. Wer aber die perfekte Erntereife abwarten möchte, fährt gut mit der Kipp-Probe. Wie auch beim Apfel werden die Früchte um 90° gekippt und leicht gedreht. Wenn sich die Frucht problemlos löst, ist sie bereit zur Ernte. Ein weiteres Indiz dafür, ob die Birnen schon reif sind, sind die braun gefärbte Kerne.  

An kühlen Orte, wie ein Keller oder auch der Kühlschrank, halten Birnen bis zu zwei Monate. Wer die Birnen nicht alle aufbewahren kann, kann sie zu Birnenmus verkochen oder sie einlegen. So hat man auch noch nach zwei Monaten was vom leckeren Naschobst. Getrocknete Birnen sind eine weitere Möglichkeit, die übrig gebliebenen Birnen zu konservieren. Schneiden Sie dafür die Birnen in 0,5 Zentimeter dicke Scheiben und geben Sie sie bei 60 Grad in den Ofen, bis sie keine Feuchtigkeit mehr enthalten. 

3. Trauben

Wer nicht grade selber Wein herstellen möchte, erntet seine Trauben meist zum Verzehr. Die frühen Sorten sind schon ab Ende August reif für die Ernte. Man erkennt den perfekten Erntezeitpunkt besonders an der Farbe der Trauben. Auch die Farbe der Kerne ist ein Indiz für die Reife. Wenn sich ihre Farbe von grün auf cremeweiß verändert, sind die Trauben reif. Die sicherste Lösung ist aber immer noch der Geschmackstest: wenn die Trauben süß schmecken, sind sie bereit für die Lese. 

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Man erntet Trauben nicht als einzelne Frucht, sondern am Strang. Hierfür nehmen Sie sich einfach eine Schere und schneiden den gesamten Strang von der Rebe. Im nächsten Schritt sollten Sie vor der Lagerung alle faulen oder beschädigten Trauben entfernen. Trauben sollten bei kühlen Temperaturen gelagert werden und halten dann bis zu fünf Tage bevor sie anfangen schimmelig zu werden. Besonders gut halten sich Trauben, wenn zusammen am Strang bleiben. 

Trauben halten sich bis zu einer Woche im Kühlschrank. Doch nur bei Raumtemperatur entwickeln und behalten sie ihr Aroma. Wer seine Weintrauben nicht rechtzeitig verzehren kann, hat zwei Alternativen. Zum einen lassen sich Weintrauben super im Tiefkühlfach einfrieren und werden besonders an warmen Tagen zum erfrischenden Snack. Zum anderen kann man die eigenen Trauben auch zu Rosinen trocknen lassen. Das geht am besten im Sommer, denn die Trauben sollten im Freien ungefähr 2 bis 3 Tage in die Sonne gestellt werden, um perfekt zu trocknen. 

4. Pflaumen 

Neben den Pflaumen, gilt Folgendes auch für ihre Unterarten, den Zwetschgen und Mirabellen.  Sie können bis in den Oktober geerntet werden, auch wenn ihre Erntezeit meist schon im Spätsommer beginnt. Erntereife Früchte erkennt man an der blauen Färbung. Aber erst zwei Wochen später haben die Früchte genug Zuckeranteil, um verspeist zu werden. Auch beim Pflaumenbaum kommt es durch den unterschiedlichen Lichteinfall häufig vor, dass er reife und unreife Früchte trägt. Daher bietet es sich hier auch gut an schrittweise vorzugehen. 

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Bei der Abernte von Pflaumen sollte man stets vorsichtig sein. Wer zu grob ist, riskiert, dass die Früchte Dellen bekommen oder sogar kaputtgehen und anfangen zu saften. Dadurch können die Früchte dann nicht mehr lange gelagert werden. Nehmen Sie die Frucht als vorsichtig in die Hand und schauen, ob die Früchte leicht vom Stiel fallen. Falls das nicht der Fall ist, lassen Sie die Pflaume noch etwas hängen oder ernten Sie sie so, dass die Frucht noch eins, zwei Zentimeter Stiel hat. 

Pflaumen lassen sich nicht allzu lange lagern. Am besten bewahrt man sie im Kühlschrank auf und verbraucht sie so schnell wie möglich. Harte Pflaumen, die noch nicht verspeist werden können, sollten bei Zimmertemperatur gelagert werden, damit sie nachreifen können. Wer sich den Pflaumenbaum anschaut, erkennt, dass die einzelnen Früchte einen leichten weißlichen Film auf ihrer Schale haben. Dieser sollte erst direkt vor dem Verzehr abgewaschen werden, oder kann mitgegessen werden. Achten Sie auch hier drauf, dass geschädigte und heile Früchte voneinander getrennt gelagert werden. 

5. Preiselbeeren 

Preiselbeere sind Herbst besonders gefragt. Nicht allein durch das amerikanische Thanksgiving Fest hat sich die Preiselbeere als echte Herbstfrucht beweisen. Je nach Witterung geht die Erntezeit der Preiselbeere von August bis in den Oktober. Häufig tragen die Sträucher auch mehrmals in einer Saison Früchte. Durch ihren säuerlichen Geschmack sind die Beeren roh nicht jedermanns Sache. Doch Preiselbeeren sind besonders gut in Süßspeisen oder als Konfitüre. Die gängige Erntemethode für den eigenen Garten ist das pflücken per Hand.  

Preiselbeeren lassen sich am besten im Kühlschrank lagern. Sortieren Sie nur vorher auch hier schlechte Beere aus, damit der Rest so lange wie möglich frisch bleibt. Aus Preiselbeeren lässt sich auch super eine eigene Preiserdbeersoße oder Konfitüre herstellen. Geben Sie dafür einfach die Preiselbeeren mit ein wenig Zucker oder Gelierzucker (je nach Geschmack) und Wasser in einen Topf und kochen Sie das Ganze so lange, bis die Preiselbeeren matschig und zu einer Soße werden.  

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