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Gartentipps

Obstbäume: Für eine reiche Ernte sollten Hobbygärtner jetzt aktiv werden

Die Gartenarbeit sollte besonders jetzt nicht vernachlässigt werden, um im Sommer mit einer reichen Ernte und gesunden Bäumen beschert zu werden.
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Fruchtmumien können Fruchtfäule und Spitzendürre auslösen. Foto: Josef Schröder
Fruchtmumien können Fruchtfäule und Spitzendürre auslösen. Foto: Josef Schröder

Leider trauen sich viele Obstbaumbesitzer nicht so recht an einen Schnitt, aus Angst , etwas falsch zu machen. So lange Sie aber die richtige Jahreszeit für einen Schnitt beachten, kann kaum noch etwas schief gehen. Wir erklären Ihnen, wann welcher Obstbaum geschnitten werden sollte und was Sie sonst noch tun können für einen gesunden Baum.

Warum Obstbaum schneiden?

Obstbäume, die geschnitten werden, tragen nicht nur mehr und bessere Früchte, der Baum ist auch gesünder und lebt dadurch länger und bleibt vital. Obstbäume hingegen, die nicht geschnitten werden, sind anfälliger für Krankheiten.

Bei jungen Bäumen sollte der Schnitt während der Forsythienblüte erfolgen. Forsythien, oder auch Goldglöckchen, sind die Vorboten des Frühlings. Ihre Blütezeit beginnt im März.

Für Apfelbäume und Birnenbäume gilt: Je kleiner der Baum ist, desto später sollte der Schnitt erfolgen. Der erste Schnitt kann bereits jetzt, Mitte Februar, erfolgen, wenn der starke Frost vorbei ist. Bei älteren Birnenbäumen sollte der Schnitt im Winter erfolgen, um die Triebbildung zu unterstützen.

Bei Zwetschgenbäumen und Sauerkirschbäumen, die relativ robust sind, ist Anfang März eine günstige Zeit, um sie zu schneiden. Die empfindlichen Süßkirschen hingegen sollte man, wenn überhaupt notwendig, nur im Sommer während der Ernte schneiden. Ein Sommerschnitt ist grundsätzlich dann zu empfehlen, wenn ein Baum sehr stark wächst. Dieser bremst nämlich das Wachstum des Baumes. Außerdem leiden die Bäume im Sommer bei einem Schnitt am wenigsten, da sie in der Wachstumszeit ihre Wunden gleich wieder abschotten können. Je länger diese ungeschützt sind, desto schlechter ist es.

Auch der Pfirsichbaum sollte jährlich geschnitten werden, um fruchtbar zu bleiben eine viele Früchte zu liefern. Am besten schneiden Sie den Baum während der Blüte, die beim Pfirsichbaum bereits im März und April auftritt. Die ebenfalls frostempfindlichen Aprikosenbäume schneiden Sie etwa Ende März.

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Fruchtmumien unbedingt entfernen

Von den Kern- und Steinobstbäumen ist es jetzt ganz wichtig, die Fruchtmumien vom letzten Jahr zu entfernen. Denn: In den verdorrten und verschimmelten Früchten überwintert besonders der gefährliche Monilia-Pilz, der als Fruchtfäule oder Spitzendürre auftreten kann. Wenn Sie eine Infektion im Frühjahr zu vermeiden möchten, ohne zu riskieren, dass ein Großteil des Obstes verdorben ist, müssen nun alle "Mumien" restlos auspflücken und in den Mülleimer werfen.

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Bei den Zwetschgenbäumen geht von den Fruchtmumien zudem noch die "Narrentaschenkrankheit" aus. Die Zwetschgen sind dann hell und wie Bananen verbogen. Eine Ansteckung erfolgt hauptsächlich über die "Narbe" der Blüte, die eine Schwachstelle bildet. Bei der Aufnahme des Pollens während der Befruchtung können somit auch Krankheiten in das Innere des Baumes gelangen. Das geschieht besonders dann, wenn sich die Blütezeit durch nasses und kühles Wetter lang hinzieht.

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