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Leckeres aus dem Garten

Ernte bis in den Winter: Birnen als gesundes Naschobst

Dieses Jahr war ein besonders gutes Birnenjahr! Lagerfähige Birnensorten halten nach ihrer Ernte bis weit in den Winter und dienen so als gesundes Naschobst. Egal ob man "hutzelt", dörrt oder sie einfach so isst: Die Birne ist supergesund und versorgt uns in der kühlen Jahreszeit mit wichtigen Nährstoffen.
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Birnen sind auch im Winter ein gesundes Naschobst. Bild: Couleur/ pixabay.com
Birnen sind auch im Winter ein gesundes Naschobst. Bild: Couleur/ pixabay.com

Im Garten gilt es jetzt für den kommenden Winter zu vorausschauend handeln. Für frühjahrsblühende Zwiebel- und Knollengewächse hat die Pflanzzeit schon begonnen. Sie gedeihen auch unter Bäumen und Sträuchern. Im unbelaubten Zustand dringt ihm Frühling genügend Licht zum Boden.

Wenig Aufwand, große Wirkung

Dank der vielseitigen Verwendungsmöglichkeiten von Zwiebeln- und Knollengewächsen kann jeder Garten ohne großen Aufwand bereichert werden. Dabei sollte man sich nicht nur auf Tulpen und Narzissen beschränken. Wer die anspruchslosen und zum Verwildern geeigneten Kleinzwiebelpflanzen an zusagenden Stellen im Garten ansiedelt, wird schon bald mit beglückenden Naturerlebnissen belohnt. Je früher die Pflanzung im Herbst erfolgt, umso besser geschieht das Anwurzeln der Zwiebeln und Knollen. Vor allem gilt dies für Schneeglöckchen, Märzenbecher und Narzissen, die sehr dankbar für ein frühes Setzen sind.

Birnen sind ein supergesundes Naschobst

Heuer ist ein besonders gutes Birnenjahr. Kleine und große Gärtner essen die Früchte am liebsten frisch vom Baum. Wenn Kinder zwischen Äpfel und Birnen wählen können, greifen sie meistens zur Birne. Diese hat nämlich weniger Säure als ein Apfel.

Trotzdem sind Birnen ein supergesundes Naschobst, da es sehr magenfreundlich und leicht verdaulich ist. Birnen liefern beachtliche Mengen an Folsäure, die Herz und Kreislauf unterstützen. Der hohe Kaliumgehalt erweitert die Blutgefäße und hilft damit den Blutdruck zu senken. Birnen sind zudem reich an Vitamin A und C. Auch mit Biophenolen geizen die Früchte nicht. Dank Phosphor und Kupfer helfen Birnen, wie Walnüsse, dem Gehirn auf die Sprünge.

Achten Sie auf lagerfähige Sorten

Leider lassen sich viele Sorten, bis auf wenige Ausnahmen wie Alexander Lucas und Gute Luise, nicht lange lagern, Zur Haltbarmachung wurden Birnen früher sehr oft eingemacht oder zur Herstellung von "Hutzelbirnen" getrocknet. Diese wurden vielseitig in der Küche verwendet. Bekannt war besonders das "Hutzelbrot", welches aus den getrockneten Früchten gemacht wurde. Außerdem aß man die "Hutzeln" gern zu "Kartoffelbackes ". Dazu wurden die getrockneten Birnen über Nacht eingeweicht und anschließend oft noch gekocht. Sie waren eine Delikatesse und für eine gesunde Ernährung sehr wichtig. "Hutzeln" hat man auch, ohne sie einzuweichen, gern gekaut. Sie dienten somit als eine Art Bonbonersatz. Vor allen Dingen waren die "Hutzeln" in der Fastenzeit beliebt.

Das Dörren der Birnen ist aber auch heute noch beliebt. Die Früchte werden am besten in 0,5 cm dicke Scheiben geschnitten und bei etwa 60 Grad im Backofen getrocknet. Abgekühlte Birnenscheiben sollten noch elastisch sein, aber es darf kein Saft mehr austreten.

Alpenveilchen macht die Kälte nichts aus

Viele wilde Alpenveilchen überleben den Winter in unserer Region problemlos. Besonders robust sind die Vorfrühlings- und die Herbstalpenveilchen. Im lichten Schatten von Gehölzen und im Schutz einer lockeren Laubschicht gedeihen sie am besten. Man traut seinen Augen oft im Winter nicht, wenn die zarten Blüten der Alpenveilchen Schnee und Eis trotzen. Eine Voraussetzung ist, dass der Boden durchlässig ist. Bei Staunässe faulen die Knollen sehr leicht. Alpenveilchen bevorzugen einen kalkhaltigen Untergrund. Die Knollen versenkt man am besten jetzt schon etwa 5 cm tief in den Boden. Dort sind sie sicher vor Kälte und direkter Sonne. Da im Sommer von den Pflanzen nichts zu sehen ist, stecken viele versierte Hobbygärtner Schilder in die Erde, damit die Stellen mit den Knollen im Boden unberührt bleiben. Winterharte Alpenveilchen sind noch ein echter Geheimtipp für die Bepflanzung von Gehölzsäumen im Garten. Sie können sich sogar in die angrenzende Rasenfläche ausbreiten, wenn man sie auch dort ungestört entwickeln lässt.

Winterharte Humuslieferanten

Winterharte Gründünger wie Roggen, Inkarnatklee und Spinat sind gute Humuslieferanten. Die Aussaatzeit beginnt im August und endet im Oktober. Diese Pflanzen sorgen nicht nur für einen kurzlebigen Nährhumus, der der rasch düngt, sondern lassen im Boden auch Dauerhumus entstehen. dieser verleiht der Erde Struktur. So werden Wasser und Nährstoffe besser gespeichert. Mäht man im zeitigen Frühjahr den grünen Winterschutz ab und arbeitet ihn oberflächlich ins Beet ein, beginnen die Mikroorganismen in der Erde mit der Arbeit. Sie bauen die Pflanzenmasse ab und setzen dabei die gebundenen Nährstoffe frei. Diese ermöglichen den jungen Pflanzen einen guten Start in die Saison. Bei Versuchen mit Winterwicken und Roggen fanden Wissenschaftler heraus, dass diese Pflanzen dem Boden ähnlich viele Nährstoffe zuführen wie Stallmist. Ist die Gründüngung den Herbst und Winter über sehr üppig gewachsen, kann man auch einen Teil der organischen Masse kompostieren oder damit mulchen.

Unser Gartenexperte: In drei Jahrzehnten als Kreisfachberater für Gartenbau in Lichtenfels hat Jupp Schröder mit fast jedem Gartenproblem schon einmal zu tun gehabt. Sein Lebensmotto lautet auch heute noch: "Wenn man die nötige Geduld aufbringt, stellt sich der Erfolg von selber ein".

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