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Gartenpflege

Erfolgreiche Zucchiniernte: So verlieren sie nicht an Qualität

Für dauerhaft gute Qualität bei selbst angebauten Zucchini ist eine fortlaufende Ernte entscheidend. Gartenprofi Jupp Schröder gibt Tipps für eine erfolgreiche Ernte.
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Die Zucchiniernte fällt heuer besonders reich aus. Für schmackhafte Frühcte ist eine fortlaufende Ernte notwendig. Bild: Josef Schröder
Die Zucchiniernte fällt heuer besonders reich aus. Für schmackhafte Frühcte ist eine fortlaufende Ernte notwendig. Bild: Josef Schröder
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Bei den Zucchini sollten die Früchte fortlaufend in einer Größe von 16 bis 20 cm geerntet werden. So sind sie besonders zart und schmackhaft.

Selbst dann, wenn einmal kein Verwendungszweck vorliegt, sollten die Früchte trotzdem entfernt werden, um den Rhythmus und weiteren Fruchtansatz nicht zu stören. Sonst kommt es zur Ausbildung von zwei oder drei sehr großen Zucchini, die oft pelzig, zäh, hart oder überreif werden und damit an Qualität verlieren. Die kleineren werden dann abgestoßen oder wachsen erst gar nicht nach, da die reifenden Früchte an ihre Pflanze ein Hormon senden, das die Blüten- und weitere Fruchtbildung behindert.

Zucchini sind reich an Kalium und Eisen. Außerdem enthalten sie zahlreiche Vitamine und sind sehr kalorienarm. Sie fördern die Verdauung, sind entwässernd und blutbildend. Sie gleichen eine Magenübersäuberung aus. Man kann sie so klein sehr gut roh verzehren. Jedes Jahr kann man so einige Kilo durch fleißigen Verzehr von Zucchini und auch Gurken abnehmen. Sie haben nur sehr wenige Kalorien und sättigen trotzdem. Besonders die gelben Sorten werden von vielen Hobbygärtnern bevorzugt.

Abgeerntete Beete? Neu aussäen!

Abgeerntete Beete können laufend mit Folgekulturen bestellt werden. Dies sind zum Beispiel Kopf-, Eis-, Schnittsalat, Rettich, Radieschen und Kohlrabi. Wenn jetzt Blumenkohl und Brokkoli ausgesät werden, hat man im Herbst die beste Qualität. Durch laufende Nachsaaten können entstehende Erntelücken gleich wieder gefüllt werden. Wenn der Salat im Sommer gepflanzt wird, entwickelt er sich besonders schön. Nach der Sommersonnenwende gibt es kein Schossen mehr. Wer Pflücksalate im Garten anbaut, kann laufend die äußeren Blätter ernten. Die Herzblätter müssen aber unversehrt bleiben. Es sieht dekorativ aus, wenn man neben den grünen Salatpflanzen auch rote hat. Beim Ernten gibt dies gibt ein buntes Gemisch. Dazu geben noch Petersilien- und Rucolablätter die richtige Würze im Salat. Um diese Pflanzen im Garten anzubauen, bedarf es nur wenig Platz.

Kräuterlikör herstellen

Jetzt kann man leicht hochwirksame Kräuterliköre und Kräuterschnäpse selber herstellen. Für einen Johannisbeeren-Kräuterlikör füllt man die Früchte zusammen mit Kandiszucker in eine weithalsige Flasche. Dazu gibt man Kräuter wie Anis, Fenchel, Kümmel und Pfefferminze. Darüber wird Weingeist oder Korn gegossen. Nach 14 Tagen bei Zimmertemperatur wird der fertige Kräuterlikör abgeseiht. Nach dem Essen oder bei verstimmten Magen in kleinen Portionen getrunken, entfalten die alkoholisierten Wirkstoffe der Kräuter rasch ihre gesundheitliche Wirkung.

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Tee aus hauseigenen Kräutern

Viel zu wenig ist bekannt, dass man auch aus frischen Kräutern einen Tee machen kann. So können ruhig laufend und je nach Geschmack zum Beispiel Zitronenmelisse, Pfefferminze, Salbei, Frauenmantel und vor allem die Brennnessel geerntet werden. Durch Kleinschneiden der Blätter mit der Schere ist die Heilwirkung optimal.

Rückschnitt nur bei kühlem Wetter

Das Schneiden an Bäumen und Sträuchern sowie Formhecken sollte bei ganz großer Hitze vermieden werden. Die Blätter in den unteren Bereichen sind nicht an eine starke Sonneneinstrahlung gewöhnt und können verbrennen. Deshalb sollte für diese Arbeiten, kühleres und trübes Wetter abgewartet werden.

Tomaten brauchen Wasser

Der Wasserbedarf bei Tomaten ist höher als oftmals angenommen wird. Vor allem aber soll die Wasserversorgung gleichmäßig erfolgen. Starke Schwankungen zwischen Trockenheit und Nässe mag die Tomate nicht. Dies fördert auch das Platzen der Früchte. Bei Gießen ist stets darauf zu achten, dass die Blätter trocken bleiben. Auch sollte das Gießwasser abgestanden und sonnenwarm sein. Kalte Füße mögen diese Tropischen Pflanzen überhaupt nicht.

Das Eingraben eines Topfes als Trichter für das Gießwasser hat sich bewährt. Im Gewächshaus ist stets für eine die Belüftung zu sorgen. Zur Unterstützung der Befruchtung sollen hier die Pflanzen möglichst täglich leicht gerüttelt werden. Dies morgens gemacht werden, weil der Pollen dann am besten auf der Narbe haften bleibt. Mit Ausnahme der Buschtomaten, die nicht ausgegeizt werden müssen, sollten Tomaten stets 1-triebig erzogen werden. Alle Seitentriebe sind möglichst frühzeitig zu entfernen. Dabei ist ein Abschneiden der überschüssigen Triebe besser als ein Ausbrechen.

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Aussaat der Zweijährigen

Für die sogenannten Zweijährigen wird es höchste Zeit, diese auszusäen, damit sie im nächsten Jahr blühen können. Dies gilt hauptsächlich für die Frühlingsblüher wie Stiefmütterchen, Goldlack, Maßliebchen und Vergissmeinnicht. Im Sommer blühen Bartnelken, Fingerhut, Stockmalve, Marienglockenblumen sowie Königs- und Nachtkerze. Die Zweijährigen überwintern als Rosetten oder kleine Pflänzchen und blühen erst im nächsten Jahr.

Unser Gartenprofi: In drei Jahrzehnten als Kreisfachberater für Gartenbau in Lichtenfels hat Jupp Schröder mit fast jedem Gartenproblem schon einmal zu tun gehabt. Sein Lebensmotto lautet auch heute noch: "Wenn man die nötige Geduld aufbringt, stellt sich der Erfolg von selber ein".

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