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Obst

Äpfel und Birnen im Garten: Entweder mit Schale essen oder daraus Schnaps brennen

Äpfel und Birnen gelten als sehr gesundes Obst. Doch vielen machen den Fehler und essen die Früchte ohne Schale. Dabei sitzen die meisten Vitamine direkt unter der Schale. Die beiden Früchte kann man allerdings noch zu ganz anderen Dinge verarbeiten.
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Äpfel lassen sich zu vielen leckeren Sachen verarbeiten. Foto: congerdesign/pixabay.com
Äpfel lassen sich zu vielen leckeren Sachen verarbeiten. Foto: congerdesign/pixabay.com

Aus Fallobst kann man Schnaps brennen lassen. Dazu eignen sich besonders Birnen und Zwetschgen, die es heuer in großer Fülle gibt. In einem Fass wird zur Schnapsherstellung eine so genannte Maische angesetzt. Beim Kernobst sind dazu die Faulstellen heraus zu Schneiden. Birnen können sogar noch zu verwendet werden, wenn sie teigig geworden sind. Ideal ist ein Muser zum Zerkleinern der Früchte. Dass ist aber auch mit einem Stampfer möglich.

Zwetschgen dürfen zur Schnapsherstellung ruhig wurmig sein. Durch das spätere Destillieren bleibt der Schnaps sauber. Am Beginn des Gärungsprozesses gibt man zur Sicherheit Trockenbakterien hinzu. Diese können für einen geringen Preis in einer Schnapsbrennerei bezogen werden. Der gärende Brei wird besonders am Anfang etwa zwei Mal am Tage umgerührt.

Schnapsbrennerei stellt Fässer zur Herstellung zur Verfügung

So lange der Gärungsprozess dauert, entweichen Gase. Deshalb sollte der Deckel anfangs oben nur aufgelegt sein. Erst später, wenn die Gärung abgeschlossen ist, wird der Behälter fest verschlossen. Die Spezialfässer für die Herstellung des Fruchtbrandes können ebenfalls bei der Schnapsbrennerei bezogen werden. Gebrannt wird die fertige Maische so etwa im November.

Die Schnapsbrennerei gibt dazu ein Termin aus. Die gefüllten Fässer können aber schon einige Wochen vorher angeliefert werden. Übrigens, die gleiche Menge Zwetschgen oder auch Mirabellen ist, trotz der steinigen Kerne, viel ergiebiger, als die von Birnen.

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Äpfel und Birnen mit Schale essen: Dort sitzen die Vitamine

Beim Auflesen von Fallobst sollte man zurzeit Handschuhe anziehen. Schnell hat eine Wespe, die oft in der Frucht sitzt, einen in den Finger gestochen. Die Äpfel, die jetzt noch an den Bäumen hängen sind weitgehend ohne Maden. Die befallenen Früchte sind heuer in großen Mengen alle schon vorher herunter gefallen. Ähnlich ist es auch bei den Zwetschgen.

Um den Bedarf an Vitamin C zu decken, sind nicht immer Zitronen oder Apfelsinen notwendig. Heimisches Obst enthält oft deutlich mehr Vitamine als manche exotische Frucht. Deshalb soll im Garten nach Möglichkeit immer etwas zum naschen bereitstehen. Da gibt es jetzt durch die herbsttragenden Himbeeren noch einen reichen Beerensegen. Bei einem Apfel und einer Birne befindet sich das meiste Vitamin C in der Schale und in der direkt darunter liegenden Region.

Deshalb sollte es schon im Kindergarten heißen: Äpfel und Birnen mit Schale essen! Es gibt besonders vitaminstarke Apfelsorten wie Berlepsch, Ontario, Boskoop, Goldparmäne und Winterkalvill. Rückstandsloses und ungedüngtes Obst aus den Streuobstanlagen der Region sollte immer bevorzugt werden. Es ist äußerst gesund und reich an natürlichen Aromastoffen. Die intensive Sonnenbestrahlung hat heuer die Früchte besonders aromatisch und süß werden lassen.

Vorsicht bei der Behandlung von Kartoffeln

Kartoffeln vertragen keine grobe Behandlung. Diese kann zu inneren Gewebeschäden führen, die sich in grauen Flecken bemerkbar machen. Im Laufe der Lagerzeit verstärken sich diese dann immer mehr. Bei allen notwendigen Lagerarbeiten sollten die Knollen nicht übermäßig beansprucht werden. So sind Fallhöhen von über 25 cm zu vermeiden. Kartoffeln sind lebende Pflanzenteile und ein hochwertiges Nahrungsmittel. Sie wollen nicht wie Steine oder Kohlen behandelt werden.

Obacht bei Einpflanzen: Kleine Fehler werden schnell bestraft

Entscheidend für das Wachstum der Erdbeerjungpflanzen auf dem neuen Beet ist die Pflanztiefe. Die Pflanzen sollten so weit in den Boden kommen, dass sich der Wurzelhals mit dem Herz, d.h. der Mittelknospe, über der Erde befindet. Gelangt die Mittelknospe beim Pflanzen in die Erde, ist Kümmerwuchs oder gar das Absterben der Jungpflanzen die Folge. Zu flach darf auch nicht gepflanzt werden, weil in diesem Fall der Wurzelansatz nicht mit Erde bedeckt ist und austrocknet. Bei beiden Fehlern kümmern die Pflanzen und überstehen Trockenzeiten im Sommer und härtere Frostperioden im Winter selten.

Es gibt etliche Pflanzen, die erst im Herbst so richtig aufdrehen. Dazu gehören viele Asternarten. Die blaue Herbstaster ist besonders häufig in den Gärten anzutreffen. Mit der Zeit bildet sie ganze "Blütenteppiche", wenn sie ungestört bleiben. Teilen und vermehren kann man diese Pflanze, sowie alle anderen Stauden, die im Herbst blühen, im Frühjahr. Bei den ausdauernden und krautigen Pflanzen, die im Frühling erblühen, ist es wiederum umgekehrt. Bei denen kommt jetzt, eine gute Zeit der Vermehrung. Dazu sollte der Boden aber feucht sein.

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