Lichtenfels
Gartenarbeit

Kartoffeln, Salat und Erdbeeren: Diese Gartenarbeit sollten Sie jetzt erledigen

Bei Kartoffeln ist ein erstes Anhäufeln schon angebracht. Und eine Unterlage mit Stroh oder Holzwolle sorgt dafür, dass die Früchte der Erdbeeren sauber bleiben.
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Bei Kartoffeln ist ein erstes Anhäufeln schon angebracht, da sie bei den warmen Temperaturen sehr schnell heran wuchsen.  Symbolfoto: Bruno Preißinger
Bei Kartoffeln ist ein erstes Anhäufeln schon angebracht, da sie bei den warmen Temperaturen sehr schnell heran wuchsen. Symbolfoto: Bruno Preißinger
Eigentlich wird der Juni als Rosenmonat bezeichnet. Heuer blühen aber die Rosen fast alle schon im Wonnemonat Mai. Durch das schnelle Wachstum scheinen die Blätter den Pilzkrankheiten wie Rosenrost und Mehltau davon geeilt zu sein. Rosen gehören mehr zu den Pflanzen, die im Kurztag blühen.

Im Langtag, in der Zeit der Sommersonnenwende, hört die Blühphase auf. Diese kann dann im Spätsommer und Herbst, da die Tage dann kürzer sind, noch einmal bei vielen Rosenarten, wenn auch viel sparsamer als zurzeit, wieder aufflammen. Zigarrenartig eingerollte junge Rosenblätter sind mitsamt den darin befindlichen Larven der Rosenblattrollwespe zu entfernen, um einen erneuten Befall im nächsten Jahr vorzubeugen. Auch ein Zerdrücken der Larven in den Blattrollen ist möglich.


Erstes Anhäufeln von Kartoffeln

Bei Kartoffeln ist ein erstes Anhäufeln schon angebracht, da sie bei den warmen Temperaturen sehr schnell heran wuchsen. So werden die Bestände unkrautfrei gehalten und das Kartoffelkraut stabilisiert. Ein zweites Anhäufeln kann in etwa zwei Wochen erfolgen. Ein zu spätes Bearbeiten des Bodens mit Kartoffel ist aber zu vermeiden, weil dann die Entwicklung der Knollen empfindlich gestört wird.


So bleiben Erdbeeren sauber

Eine Unterlage mit Stroh oder Holzwolle sorgt dafür, dass die Früchte der Erdbeeren sauber bleiben. Es wird damit gleichzeitig der gefürchtete Grauschimmel bekämpft. Der Pilz benötigt zum Wachstum Feuchtigkeit. Am besten ist ein Gießen am Vormittag, damit die Pflanzen schnell wieder abtrocknen können. Das Gießwasser sollte nach Möglichkeit nicht die Pflanzenteile benetzen. Auch ein genügender Abstand der Pflanzen und ein luftiger Standort geben dem Grauschimmel weniger Möglichkeiten der Verbreitung. Von der Krankheit befallene Früchte und abgestorbene Pflanzenteile sind schnellstens zu entfernen.


So gedeihen Gurken am besten

Bauerngurken gedeihen am besten an einem kleinen Gerüst. Die Pflanze ist dann nicht so nah am Boden. Sie ist dadurch weniger anfällig für Pilzkrankheiten. Bei Starkregen werden Pilzsporen aus dem Boden kaum an die Blätter gespritzt. Diese können zudem nach feuchtem Wetter in luftiger Höhe schneller wieder abtrocknen. Damit beugt man Pilzkrankheiten weitgehend vor.


So schützen Sie Ihren Salat

Das hohe Setzen von Salatjungpflanzen schützt vor dem Befall von Fäulnispilzen. Die Blätter dürfen den Boden nicht berühren. Ein bekannter Gärtnerspruch besagt, dass die Salatwurzeln das Läuten der Glocken hören sollen. Wenn eine Salatspflanze aber plötzlich welk wird und abstirbt, so ist meist eine Erdraupe daran schuld. Diese frisst nämlich nachts am Wurzelhals des Salates. Tagsüber vergräbt sie sich das Tier etwa drei Zentimeter tief neben der angefallenen Pflanze im Boden. Das Nachgraben mit dem Finger oder kleinen Hacke in diesem Bereich fördert aus dem lockeren Erdreich eine Raupe zutage.


Alles über Schädlinge

Auch Drahtwürmer, die hellbraunen Larven des Schnellkäfers, fressen jetzt an den Wurzeln von jungen Pflanzen. Später, im Sommer bohren sie sich in Möhren und Kartoffelknollen. Es ist möglich, die gefräßigen Larven mit Fallen anzulocken. Dazu eignen sich halbierte Kartoffeln, die mit der angeschnittenen Seite neben den zu schützenden Kulturen in die lockere Erde gedrückt werden. Schon nach wenigen Stunden kann man die Köder dann samt Larven aus dem Boden entfernen. Eine Mischkultur mit Tagetes und Ringelblumen kann gefährdete Pflanzen ein wenig gegen Drahtwürmer absichern.

Gesunde Pflanzen sind viel weniger von Krankheiten und Schädlingen bedroht, als geschwächte. Oft hilft schon ein richtiges Bewässern des Wurzelballens. Wie durch Wunder, sind dann oft zum Beispiel Blattsauger nach kurzer Zeit verschwunden. Oft werden auch mit Stickstoff überdüngte Gewächse stark von Schädlingen befallen. Zum Wesen der Natur gehört es, dass geschwächte und absterbende Pflanzen durch Zersetzung in den Kreislauf vom Werden und Vergehen eingebunden werden. Das ist die ökologische Aufgabe der meisten Pilzkrankheiten und Schädlinge.


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