Lichtenfels
Gartentipps

Im Garten der Natur begegnen

Wenn man sich Zeit nimmt und die Dinge, die in einem Garten vor sich gehen, genau beobachtet, erkennt man nicht nur die Schönheit dieser, sondern kann auch Wertvolles für sich daraus gewinnen. Gartenexperte Jupp Schröder klärt auf:
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Viele Menschen verspüren zunehmend eine Sehnsucht nach ursprünglichen Lebensräumen. Foto: Jupp Schröder
Viele Menschen verspüren zunehmend eine Sehnsucht nach ursprünglichen Lebensräumen. Foto: Jupp Schröder
Viele Menschen verspüren zunehmend eine Sehnsucht nach ursprünglichen Lebensräumen. Sie erkennen, dass sie mit allen Folgen selbst Teil der Natur sind. Der Garten scheint dabei ein guter Lehrmeister zu sein. Es hilft schon viel, wenn jeder der Natur durch etwas Zulassen von Natürlichkeit helfen würde. Beglückende Beobachtungen und neue Erkenntnisse sind dann die Folge.


Kontrolle abgeben und loslassen

Man lernt auch, dass man nicht alles kontrollieren, beeinflussen und verändern kann. In dem vorgegebenen Klima und dem vorhandenen Gartenboden wachsen nun mal nur bestimmte Arten besonders gut. Auch das Loslassen seiner eigenen Vorstellungen, muss erlernt werden. Der Zwang, alles zu kontrollieren und alles perfekt machen zu müssen, kann einem das persönliche Leben erschweren und das der anderen Menschen im Umfeld ebenfalls.


Blickwinkel öffnen und Kleinigkeiten erkennen

Durch das Fotografieren erlebt man die Welt aus einer sehr intensiven Sichtweise. Weil man sich Zeit nehmen muss, wird die Natur ganz anders wahr genommen. Oft ist erst auf den Bildern zu erkennen, wie schön und interessant die Umwelt ist. Damit wächst auch das Verständnis für mehr "Wildnis", das bei vielen Menschen abhanden gekommen ist. Und es wirkt auch "nach", selbst wenn man ohne Kamera durch die Welt geht. Durch die notwendige Langsamkeit bei der Beschäftigung mit einem Motiv und dessen Details, eröffnen sich Blickwinkel und Kleinigkeiten, die man vorher nicht (mehr) gesehen hat. Diese Betrachtungsweise hat nahezu etwas Kindliches. Sie stammt aus einer Zeit, als man als Kind wissbegierig und ohne Voreingenommenheit die Natur entdeckt hat.

Insidertipp von Gartenexperte Jupp Schröder: Die Ringelblume wird auch Regenblume genannt. Denn, wenn bis 8.00 Uhr in der Frühe die Blüten noch nicht aufgegangen sind, wird es am gleichen Tag regnen. Solche Beobachtungen sind dem heutigen Menschen fremd geworden, da die meisten Menschen das Staunen über die Wunder der Natur verlernt haben.


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