Anzeige
Der Garten im Herbst

Von Grabegabel bis Gartenschlauch

Diese Geräte sollten in keinem Garten fehlen - Hilfe für Tiere im Herbst und Winter
Artikel drucken Artikel einbetten
Foto: visivasnc - stock.adobe.com
Foto: visivasnc - stock.adobe.com

Während der gesamten Saison erleichtern Gartengeräte die Arbeit. Egal, ob Rasen-, Hecken- oder Pflanzenpflege - die Geräte sind im Dauereinsatz und werden danach meist einfach wieder an ihren Aufbewahrungsort zurückgelegt. Die Pflege kommt dabei oft zu kurz. Damit lässt beispielsweise auch die Leistung nach. Die anstehende Winterpause ist dahingehend eine gute Gelegenheit, um alte, defekte Gartengeräte auszusortieren und andere neu in Stand zu setzen.

Vor diesem Hintergrund kann man sich einen guten Überblick darüber verschaffen, wie es um den Bestand der Gartengeräte steht. Gegebenenfalls kann man sich für die bevorstehende Gartensaison neu ausrüsten. Beim Kauf neuer Gartengeräte empfiehlt es sich, nicht am falschen Ende zu sparen - mit hochwertigen Produkten hat man länger eine Freude an der Gartenarbeit. Die Grundausstattung für den heimischen Garten variiert natürlich je nach Größe des Gartens und der Bepflanzung. Dennoch gibt es ein paar Basics, die in keinem Geräteschuppen fehlen dürfen.

Geräte zur Rasen- und Bodenpflege

Das Trio Infernale für die Bodenpflege besteht aus dem Spaten, der Grabegabel und dem Rechen. Wer Pflanzen setzen oder etwas umpflanzen möchte, braucht auf jeden Fall einen guten Spaten mit einer scharfen Kante und einem robusten Schaufelblatt. Außerdem ist es wichtig, dass das Spatenblatt aus ölgehärtetem Stahl ist. Für Arbeiten, bei denen man umgraben oder den Boden lockern möchte, empfiehlt es sich außerdem, eine Grabegabel zu besitzen, mit der der Boden gelockert und aufbereitet werden kann.

Grabegabeln erweisen sich als gute Helfer, die vielseitig einsetzbar sind. Mit der Grabegabel erwischt man gut Wurzelreste und kann diese problemlos entfernen, ohne dass die Erdschichten durcheinandergebracht werden. Dieser Aspekt ist insofern wichtig, weil dadurch das Umfeld von Mikroorganismen oder Kleinstlebewesen nicht gestört wird. Im Gegenteil: Mit der Grabegabel kann der Boden gut belüftet werden, ohne dass Erdschicht- oder Wurzelsysteme beschädigt werden.

Wer einen großen Garten mit ein paar Bäumen oder Sträuchern hat, sollte für einen sauberen Anblick einen Rechen besitzen - sozusagen der Staubsauger unter den Gartengeräten. Vor allem jetzt im Herbst sollten bestimmte Stellen vom Laub befreit werden, wie beispielsweise der Rasen. Nasses Herbstlaub, das auf dem Rasen liegen bleibt und dann noch mit Schnee bedeckt wird, bildet eine fast luftdichte Schicht. Darunter vergilbt das Gras und stirbt ab.

Allzweckwaffe Schnittwerkzeug

Die Nummer 1 und somit auch das wichtigste Schnittwerkzeug ist die Gartenschere. Wer die Pflanzentriebe schützen möchte, sollte im Herbst unbedingt Ziersträucher beschneiden und auf die Winterruhe vorbereiten, damit die Neuaustriebe im nächsten Jahr gut nachwachsen.

Beim Kauf einer Gartenschere ist auf mehrere Faktoren zu achten. Zum einen sollten die Klingen für die Lagerung und den Transport arretiert werden können, zum anderen sollte sich die Schere auf die individuelle Größe der Hand anpassen lassen. Außerdem ist ein geringes Gewicht wichtig für eine angenehme Handhabung.

Für größere Schnittarbeiten ist die Heckenschere eine Allzweckwaffe. Beim Kauf einer elektrischen Heckenschere ist besonders darauf zu achten, dass diese einen Handschutz sowie eine Sicherheitsabschaltung hat. Neben Elektroheckenscheren gibt es auch noch die Möglichkeit, eine akku- oder benzinbetriebene Heckenschere zu kaufen. Entscheidend ist hierbei, welche Arbeiten damit bewältigt werden sollen.

Wasser marsch dank Bewässerungszubehör

Bei längeren und aufwendigen Arbeiten sollte man darüber nachdenken, ob eine Akku- oder Elektroschere ausreicht. Wichtig ist letztlich auch, dass die Messer auf beiden Seiten geschliffen sind. Für einen größeren Garten lohnt es sich, einen Gartenschlauch zu besitzen. Doch Schlauch ist nicht gleich Schlauch. Bei einem Neukauf sollte man hierbei nicht zu sparsam sein, da man sich unter Umständen sehr schnell wieder von dem guten Stück verabschieden kann. Gute Qualität bei Gartenschläuchen zeichnet sich dadurch aus, dass der Schlauch nicht abknickt und schmutzabweisend ist. Außerdem sollte er sowohl kälte- als auch hitzebeständig sein, damit er bei extremen Witterungen keine Risse bekommt.

Zudem sollte der Schlauch für UV-Strahlung undurchlässig sein, damit sich im Inneren keine Algen bilden können und einen Wasserdruck von mindestens 20 Bar aushalten. Ein qualitativ hochwertiger Gartenschlauch hat Polyester oder Nylon im Gewebe verarbeitet, wodurch der Schlauch druckbeständig wird. Generell sollte das Gewebe unbedingt bleifrei sein.

Tipps für Menschen mit einem Herz für Tiere

Wer ein Herz für Tiere hat, sollte im Herbst - trotz aller Gartengeräte - seinen Garten nicht blitzblank aufräumen. Laubreste, Reisighaufen und verblühte Blumen sollten nicht vollständig entsorgt werden. Sie können im Winter verschiedenen Tieren Unterschlupf und Futter bieten. Stauden, Sträucher und Blumenreste liefern bestes Vogelfutter: Körnerfresser wie Finken, Ammern und Zeisige bedienen sich an den Samenständen von Blumen.

Nahrung für hungrige Vögel und Insekten

Heimische Sträucher wie Schneeball und Heckenrosen bieten ebenfalls Nahrung für hungrige Vögel. Alte Blüten und Pflanzenstängel bieten außerdem vielen Insekten Möglichkeiten zur Überwinterung. Wildbienen etwa legen ihre Eier in hohle, trockene Pflanzenstängel. Dort überwintern dann die Larven und schlüpfen im kommenden Jahr. Ebenso hilfreich ist es, ein Stück der Blumenwiese nicht zu mähen und über den Winter stehen zu lassen. Auch das bietet Insekten Überwinterungsquartiere. Äste und Zweige, die beim Zurückschneiden von Bäumen und Stauden entstehen, können in einer Gartenecke zu einem Reisighaufen aufgeschichtet werden. Darauf kann zusätzlich altes Laub geschichtet werden. Das ist ein idealer Platz für den Winterschlaf der Igel. Igel sind Wildtiere. Deshalb gilt: Man sollte keine gesunden, gut genährten Igel im Haus überwintern! Auch Kröten oder Eidechsen finden zwischen den Zweigen Schutz und Nahrung.

Nahrung für Bodenlebewesen

Bei der Gartenpflege fallen weitere organische Abfälle an, die umweltfreundlich entsorgt werden können. Rasenschnitt, Laub und zerkleinerte Zweige ergeben Mulch. Eine circa 3 -5 cm dicke Mulchschicht verteilt auf die Beete schützt Boden und Pflanzenwurzeln. Mulch verhindert auch das Nachwachsen von Wildkäutern und bewahrt den Boden vor dem Austrocknen. Das organische Material bietet außerdem Regenwürmern und Bodenlebewesen reichlich Nahrung, die es so in wertvollen Humus und letztlich wieder in Pflanzennährstoffe umsetzen. Im Frühjahr kann es als natürlicher Dünger in den Boden eingearbeitet werden.

Melissa Hiller/Bund für Umwelt und Naturschutz

Unsere Partner
Verwandte Artikel

Für diesen Artikel wurde die Kommentarfunktion deaktiviert.