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Gartentipps

Sparsam und mühelos: Tropfbewässerung als effiziente Alternative zum Gießen

An heißen Tagen wird uns wieder bewusst: Wasser ist kostbar! Daher sollten wir es möglichst effizient verwenden. inFranken.de erklärt, wie Sie mit der richtigen Bewässerung Ihres Gartens Zeit, Geld und Ressourcen sparen.
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Nachhaltige Bewirtschaftung duch Tropfbewässerung: Sparsamer Wasserverbrauch und einfache Handhabung. Foto: inFranken.de
Nachhaltige Bewirtschaftung duch Tropfbewässerung: Sparsamer Wasserverbrauch und einfache Handhabung. Foto: inFranken.de
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Um unsere Pflanzen ausreichend zu versorgen, benötigen wir in heißen Sommern erhebliche Wassermengen. Außerdem kann das ständige Schleppen von Gießkannen viel Kraft und Zeit in Anspruch nehmen. Nicht zu vergessen, in heißen Sommern gehen auch unsere Regenwasservorräte schnell zu Ende.

Für große und kleine Gärten: Profitipp Tropfbewässerung

Tropfbewässerung stellt eine effiziente Alternative zum klassischen Gießen dar. Ist die einfache Technik für Topfbewässerung einmal im Beet integriert, kann sie über Jahre hinweg genutzt werden.

Johann Strobler: "Ich empfehle jedem, in ein neues Beet Tropfbewässerung einzuplanen. Durch den geringen Wasserverbrauch amortisiert sich diese innerhalb eines Jahres."

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Tropfbewässerung: Gleichmäßige Bodenfeuchtigkeit

Bei dieser Bewässerungstechnik werden mit kleinen Löchern versehene Rohrleitungen im Garten verlegt, über die im Abstand von etwa 25-30 Zentimeter das Wasser tröpfchenweise aus der Vorrichtung dringt.

So wird die Erde der Pflanzen innerhalb voreingestellter Intervalle, zumeist nachts, gleichmäßig befeuchtet. Bis zum Morgen ist die Erde dadurch gesättigt und für den Tag bestens gerüstet. Anders als beim Gießen gelangt das Wasser dabei direkt an die Wurzeln. Das verhindert die Bildung von Krankheiten wie Schimmel oder Pilzen im Bereich der Blüten und Blätter.

Das richtige Bewässerungssystem: Darauf sollten Sie achten

Die Installation ist einfach: Nachdem die Schläuche auf dem Beet ausgelegt sind, werden sie mit etwa 20 Zentimeter langen Bodenankern fixiert. Diese können dabei einfach mit der Hand in die Erde gedrückt werden. Anschließend können die Rohre mit Mulch bedeckt werden und werden so nahezu unsichtbar.

Auch wenn sich der das System zunächst an der Oberfläche befindet, legt sich bereits im Herbst Laub darüber. So ist die Anlage nach wenigen Jahren meist vollständig mit Humus bedeckt. Und auch Pflanzen wurzeln nach oben, um an den hochwertigen Boden zu gelangen.

Achten Sie bei der Auswahl der Tropfbewässerung deshalb auf eine hochwertige Leitung mit integrierten Membranen. Diese verhindern das Einwurzeln der Pflanze und Verstopfen der Leitung.

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Doppelte Wirkung: Verdunstungsschutz und Pflanzenrückschnitt

Wasser verdunstet über die Blätter der Pflanzen ebenso wie über den Boden. Der rechtzeitige Rückschnitt ist daher ein weiterer wichtiger Bestandteil des sparsamen Bewässerns.

Pflanzen wachsen zunächst stämmig, bevor sie die Blüten als Vermehrungsorgane hinterher senden. Nach Bestäubung welken diese und die aufwendige Samenproduktion beginnt. Schneidet man die Pflanze aber nach der Blütenwelke zurück, spart sie sich Kraft.

Der Expertentipp von Johann Strobler: "Rittersporn, Salbei und Schafgarn zählen zu den remontierenden Pflanzen. Das heißt, sie haben jährlich zwei Blütenphasen - allerdings nur bei Rückschnitt. Versäumt man diesen, kommen nur spärliche Blüten."

Lesen Sie auch: So wird der Garten richtig gewässert

Johann Strobler vom Bamberger Staudengarten. Stauden sind für ihn Beruf und Leidenschaft. Der Gartenbautechniker, Fachrichtung Stauden, kultiviert mit seinem Mitarbeiterteam ein Sortiment von mehr als 2800 winterharten Stauden, Gräsern, Kräutern, Farnen und Wasserpflanzen.

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