Franken
Gartenpflege

Sonnenschutz und Wohlfühlklima: Laubbäume im eigenen Garten

Der heimische Garten kann von Laubbäumen in vielerlei Weise profitieren: Luftfilter, Sonnenschutz, Lebensraum für Tiere und Spielplatz für Kinder. Gartenexperte Jupp Schröder erklärt worauf es bei Laubbäumen ankommt.
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Laubbäume sind wahre Wunder der Natur: Sie filtern die Luft, bieten Lebesnraum und Sonnenschutz. Foto: Couleur/ pixabay.com
Laubbäume sind wahre Wunder der Natur: Sie filtern die Luft, bieten Lebesnraum und Sonnenschutz. Foto: Couleur/ pixabay.com

Laubbäume machen im Sommer Gärten zu grünen Oasen. Sie filtern die Luft, binden Schadstoffe, geben Schatten und Kühlung an heißen Tagen. Bäume sind ein Spiegelbild unserer Kultur. Sie erfreuen Herz und Gemüt, strahlen Ruhe und Gelassenheit aus. Es ist unglaublich, welch ein Temperaturunterschied unter Laubbäumen herrscht, im Gegensatz zu einer kahlen Fläche. Viele Gartenbesitzer haben, besonders in der letzten Zeit bei der großen Hitze, diese Wohltat erfahren. Sie finden es einfach erquickend unter einem großen Apfel- oder Süßkirschenbaum zu sitzen. Oft gibt es Nachbarn, die sich über Bäume von nebenan beschweren. Sie haben den Sinn von Bäumen noch nicht verstanden. Leider gibt es viele Menschen, die Laub im Herbst als Dreck ansehen. Diese Gartenbesitzer sitzen bei der Hitze dann nur im Haus oder in der prallen Sonne. Ein Sonnenschirm kann das Wohlfühlklima, das ein Baum erzeugt, nicht ersetzen. "Ohne meinen Hausbaum wär's bei der Hitze draußen nicht auszuhalten", bestätigen viele Gartenbesitzer.

Großsträuche erzeugen ein ausgleichendes Klima

Aber auch Großsträucher wie Flieder, Felsenbirnen, Cornellkirsche und Forsythien erzeugen zusätzlich zu den Bäumen ein ausgleichendes Klima, wenn diese nicht, wie es in letzter Zeit immer mehr passiert, mit einer motorbetriebenen Heckenschere rund oder gar viereckig geschnitten werden. Durch einen fachmännischen Erhaltungsschnitt hätten Sträucher aber eine fast ewige Jugend und auch Schönheit.

Schmackhafte Frucht: Die Blutpflaume

Viele Gartenbesitzer haben Blutpflaumen in ihrem Garten. Die meisten wissen nicht, dass es sich bei den runden dunkelroten Früchten um ein schmackhaftes Obst handelt. Das gleiche gilt auch für die Kirschpflaumen, die oft verwildert in Hecken stehen. Sie hängen jetzt, meist unbeachtet, in Massen an den Bäumen. So verderben Jahr für Jahr viele wertvolle Früchte, während Pflaumen von oft schlechter Qualität im Supermarkt gekauft werden. Übrigens, die Blutpflaume ist ein Ableger der Kirschpflaume. Es gibt sie auch als Zwergform hin einer Höhe von 1,50 Meter in Obstanlagen. Reife Früchte sollte man allgemein am Vormittag ernten, nachdem sie gut abgetrocknet sind. Dann haben sie mehr Wasser gespeichert, als in der Mittagszeit. Die Früchte schmecken dadurch aromatischer und bleiben auch länger frisch.

Ernte von Mangold und Pflücksalat

Von Mangold und auch Pflücksalat können laufend die äußeren Blätter vorsichtig geerntet werden. Dabei werden die Stiele nach außen hin abgebrochen, ohne an der Pflanze zu rupfen. Es ist darauf zu achten, dass die Herzblätter unversehrt stehen bleiben. Bei Mangold ist so eine Ernte bis zum Frost möglich. Je nach Sorte werden die Blätter wie Spinat und die Stiele wie Spargel zubereitet.

Kübelpflanzen brauchen Dünger

Kübelpflanzen sollten schon im August keinen Dünger mehr bekommen, damit sie vor dem Winter noch richtig ausreifen können. Bei kühlerem Wetter und den längeren Nächte ist auch deutlich weniger Wasser notwendig. Es besteht nämlich die Gefahr, dass die Wurzeln bei zuviel Feuchtigkeit absterben. Geranien und andere Balkonblumen sind ständig auszuputzen. Das heißt, Verwelktes wird immer wieder ausgebrochen. Das fördert die Bildung neuer Blüten und beugt Fäulnis vor. Sommerblumen in Balkonkästen brauchen aber noch weiterhin Düngergaben, damit sie noch lange schön blühen. Außerdem müssen Sommerblumen nicht überwintern.

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Verblühte Triebe beim Schmetterlingsstrauch sind jetzt laufend zu entfernen, damit junge von unten her nachwachsen. Da durch zieht sich auch die Blütezeit länger hin. Es wird dann kein Samen angesetzt, der hemmend auf das weitere Blühverhalten wirkt.

Die Ringelblume wird auch Regenblume genannt. Denn, wenn bis 8.00 Uhr in der Frühe die Blüten noch nicht aufgegangen sind, wird es am gleichen Tag regnen. Solche Beobachtungen sind dem heutigen Menschen fremd geworden, da die meisten das Schauen und Beobachten verlernt haben.

Bougainvillea mag es heiß

Es schadet nicht, wenn die Blütenblätter an dem Boungainvillea abfallen. Mit dem Trockenen-Trick gibt man den Pflanzen eine Ruhepause. Wenn die Blätter abgefallen sind, werden die jüngeren Triebe um die Hälfte eingekürzt. Dann wird wieder normal gegossen. Die Pflanze erwacht dann zum neuen Leben und steht innerhalb weniger Wochen wieder in voller Blüte. Mit diesem Trick kann man zu verschiedenen Jahreszeit die Blüte der Boungainvillea "herauskitzeln". Ballentrockene Pflanzen dürfen grundsätzlich nicht gedüngt werden, damit es zu keinen Verbrennungen an den Wurzeln kommt. Auch bei faulender Nässe in der Erde lassen die Pflanzen einfach ihre Blätter fallen. Der Boungainvillea kann es im Sommer gar nicht heiß genug sein.

Über unseren Gartenexperten: In drei Jahrzehnten als Kreisfachberater für Gartenbau in Lichtenfels hat Jupp Schröder mit fast jedem Gartenproblem schon einmal zu tun gehabt. Sein Lebensmotto lautet auch heute noch: "Wenn man die nötige Geduld aufbringt, stellt sich der Erfolg von selber ein".

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