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Gartentipps

Frische Erde: Daran erkennen Sie gute Qualität

Egal wo unsere Pflanze wachsen, eine gute Erde ist für sie ebenso wichtig wie Licht und Wasser. Doch woran erkennt man gute Blumenerde? Und was ist bei Gartenboden zu beachten?
 
Sollen die Pflanzen im Garten gut gedeihen, muss der Boden gepflegt und mit Nährstoffen versorgt werden. Foto: Nestor Bachmann/dpa-tmn
Sollen die Pflanzen im Garten gut gedeihen, muss der Boden gepflegt und mit Nährstoffen versorgt werden. Foto: Nestor Bachmann/dpa-tmn

Frische Blumenerde riecht unangenehm: Hinweis auf gute Qualität

Frisch gekaufte Blumenerde macht mitunter den Eindruck, schlecht geworden zu sein. Sie kann unangenehmen riechen, wenn man den Sack aufreißt. Das ist aber kein Grund zur Sorge, erläutert Bundesinformationszentrum Landwirtschaft (BLZ).

Betroffen sind oft Substrate mit organischen Düngestoffen wie Hornspänen, Hornmehl, Phytogrieß oder Guano. Auch torffreie Substrate oder Erden und Produkte, die auf Kompost oder Rindenhumus basieren, riechen schon mal streng.

Der Geruch ist aber ein gutes Zeichen: Er zeugt davon, dass Mikroorganismen ihre Arbeit aufgenommen haben. Sie bauen laut BLZ die organische Substanz in Nährstoffe für Pflanzen um.

Ein Tipp für geruchsempfindliche Hobbygärtner: Den Sack der Blumenerde zwei, drei Tage vor Nutzung aufreißen, das Substrat etwas auflockern und auslüften lassen.

Finden sich Pilze in der neuen Blumenerde, ist das ebenfalls nicht schlimm. Sie siedeln sich laut den Experten einfach dort an, wo totes organisches Material vorhanden ist.

Guter Gartenboden: Robuste Pflanzen und Gründüngung helfen

Guter Gartenboden ist Gold wert. Wer bei der Bepflanzung eher robuste und an den Standort angepasste Arten wählt, schont den Boden, rät das Umweltbundesamt. Auch auf einen ausreichenden Abstand der Pflanzen sollte man achten, das schützt außerdem vor Rost und Mehltau.

Zum Düngen empfiehlt das Amt organischen statt mineralischen Dünger, also zum Beispiel Kompost, Hornspäne, Knochenmehl oder Mist von Pferd, Kaninchen und Huhn.

Auch Unkraut jäten und Boden lockern ist wichtig.

Vor der Austrocknung durch die Sommerhitze schützt Mulch den Boden. Dazu können Grasschnitt, Pflanzenreste oder Holzschnitzel verwendet werden. Das Mulchen versorgt den Boden zusätzlich mit Nährstoffen und unterdrückt Unkraut. Dieses sollte umweltfreundlich beseitigt, also am besten direkt ausgerissen werden.

Die sogenannte Gründüngung liefert dem Boden Nährstoffe. Dabei werden Pflanzen wie Klee oder Gelber Senf erst ausgesät und dann in mehr oder weniger grünem Zustand in den Boden eingearbeitet. Regenwürmer sind im Garten willkommen: Sie bleiben, wenn sie organische Gartenabfälle als Nahrung erhalten.

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