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Der Garten im Sommer

Die Spitzenschneider

Die Auswahl verschiedener Rasenmäher ist riesig und der Kauf eine ganz individuelle Entscheidung.
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Foto: Fotolia/Mariusz Blach
Foto: Fotolia/Mariusz Blach

Der eigene Rasen ist vielen Gartenbesitzern heilig. Damit er stets gepflegt und gesund aussieht, muss man ihn regelmäßig mähen. Doch die Kaufentscheidung für einen Rasenmäher will gut überlegt sein. Benzinrasenmäher, Mähroboter oder Aufsitzmäher - die vielen verschiedenen Optionen machen die Wahl dabei nicht unbedingt leichter. Vor dem Kauf sollte man sich zunächst einmal überlegen, wie viel Zeit man in die Rasenpflege investieren kann, wie groß die Rasenfläche ist und welches Budget man für einen Rasenmäher einplant. Diese Faktoren grenzen die Auswahl schon ein wenig ein. Jede der Alternativen bringt einige Vor- und Nachteile mit sich.

Benzin im Blut

Rasenmäher, die mit Benzin betrieben werden, sind in der Regel sehr leistungsstark und eignen sich daher besonders für große Flächen und auch für höheres Gras. Außerdem sind solche Mäher praktischerweise kabellos und man ist unabhängig von Akkulaufzeiten. Welches Benzin genau man verwenden kann, das hängt vom Modell ab und man sollte sich diesbezüglich unbedingt ganz genau informieren. Das Stichwort Benzin führt auch direkt zum größten Nachteil des Benzinrasenmähers. Besonders umweltfreundlich sind die Benziner nämlich nicht, da sie Abgase produzieren und Benzin nicht zu den nachwachsenden Rohstoffen zählt. Außerdem sind Rasenmäher dieser Art oft recht schwer und laut.

Akku an Bord

Akku-Rasenmäher sind im Gegensatz zu den Benzinern meist sehr leichte Geräte, einfach zu lenken und natürlich ebenfalls kabellos. Durch den Akkubetrieb sind sie auch recht umweltfreundlich und im Betrieb eher leise. Allerdings können die Akkumäher in puncto Leistung meist nicht mit den Benzinern mithalten und sind für sehr große Rasenflächen nur bedingt geeignet. Ist der Akku leer, so kann der Rasenmäher bis zur erneuten Ladung nicht mehr genutzt werden. Die Akkulaufzeit ist auch von der Art und Weise des Mähens abhängig.

Mit dem Kabel in der Dose

Der Elektro-Rasenmäher weist ähnliche Eigenschaften wie der Akkumäher auf. Er ist leicht, wendig und umweltfreundlich und von der Leistungsstärke als mittelmäßig einzuordnen, meist sogar noch etwas stärker als akkubetriebene Modelle. Der offensichtliche Nachteil ist natürlich das Kabel. Besonders wenn der Garten viele Bäume, Büsche oder Beete hat, kann das Kabel störend sein. Allerdings ist man aufgrund des Kabels natürlich nicht von irgendwelchen Akkulaufzeiten abhängig und kann daher wann und solange mähen, wie man will.

Die spaßige Variante

Wer hat nicht schon mal als Kind davon geträumt, mit einem Traktor zu fahren? Mit einem Rasentraktor kann dieser Kindheitstraum nun endlich wahr werden. Naja, zumindest fast. Spaß macht das Mähen mit einem solchen Gefährt sicher. Außerdem sind die Geräte sehr stark und eignen sich besonders für große Flächen sehr gut. Wer nicht unbedingt ein Großgrundbesitzer ist, für den eignet sich eher ein Aufsitzrasenmäher. Sie funktionieren ähnlich, sind allerdings etwas kleiner und leistungsschwächer, dafür aber auch wendiger. Lohnenswert ist ein Aufsitzmäher bereits ab einer Fläche von 600 Quadratmetern. Traktoren hingegen haben den Vorteil, dass sie wahre Allrounder sind. So kann man mit ihnen nicht nur den Rasen mähen, sondern auch Geräte wie einen Schneeräumer, einen Kehrbesen oder einen Streuanhänger integrieren.

Der kleine, fleißige Helfer

Wem ein eigener Traktor dann doch eine Nummer zu groß ist, für den ist vielleicht ein Mähroboter genau das Richtige. Ein Mähroboter kümmert sich kontinuierlich um das Mähen des Rasens und ist im Grunde jeden Tag im Einsatz. Er eignet sich je nach individueller Leistung für eine Fläche von etwa 400 bis 2.000 Quadratmetern und nimmt dem Gartenbesitzer jegliche Arbeit ab. Damit ein solcher Mähroboter erfolgreich arbeiten kann, muss jedoch erst einmal an Beeten und sonstigen Bereichen, in die der Rasenmäher nicht fahren soll, ein Begrenzungskabel verlegt werden. Der Roboter fährt so lange geradeaus, bis er an ein Hindernis oder ein Begrenzungskabel gelangt. Er ist relativ leise und verteilt während des Mähens das kleingehäckselte Schnittgut auf dem Rasen, so dass dieses als Nährstoff dient. Ist die Grenze der Akkulaufzeit erreicht, so fährt der Mähroboter selbstständig zurück zu seiner Ladestation. Im Vergleich zu herkömmlichen Rasenmähern schlagen Mähroboter meist mit relativ hohen Anschaffungskosten zu Buche.

Welche Art eines Rasenmähers die beste Wahl für den eigenen Garten ist, kommt immer stark auf individuelle Faktoren an und ist natürlich auch eine Frage des Preises. Außerdem können sich auch die Rasenmäher innerhalb einer Kategorie stark hinsichtlich Leistung, Bedienbarkeit und Kosten unterscheiden.

Anna Traut

Unsere Partner

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