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Bamberg
Gartensprechstunde

Der richtige Obstbaumschnitt: Tipps direkt aus der Baumschule

Damit Obstbäume im Sommer große und gesunde Früchte tragen, müssen sie geschnitten werden. Rückschnitt und Pflege ist für Familie Böhaker Alltag: Die Inhaber der Gartenbaumschule Preller, produzieren nicht nur Gehölze in allen Variationen, sondern wissen auch worauf es beim Baumschnitt ankommt.
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Für den Obstbaum- und Gehölzschnitt ist vor allem eine scharfe und saubere Gartenschere wichtig. Bild: perianjs/ pixabay.com
Für den Obstbaum- und Gehölzschnitt ist vor allem eine scharfe und saubere Gartenschere wichtig. Bild: perianjs/ pixabay.com

Viele Hobbygärtner haben in ihrem Garten Obstbäume und Gehölze. Auch diese wollen jetzt nach der Winterpause gepflegt und geschnitten werden, um im Sommer große Früchte tragen zu können. Heidi Böhaker und ihr Mann Peter führen mit Sohn Martin den Familienbetrieb Baumschule Preller in Bamberg und wissen genau, was die Bäume und Gehölze jetzt brauchen. Sie beantworten uns häufig gestellte Fragen und geben Tipps für den optimalen Schnitt.

Der richtige Zeitpunkt

Schneidearbeiten an Sträuchern und Stauden können das ganze Jahr gemacht werden. Dabei sollte man darauf achten, abgebrochene, vertrocknete, oder abgeblühte Pflanzenteile zu entfernen. Einige Sträucher, wie zum Beispiel Forsythien oder Mandelbüsche, müssen nach der Blüte zurückgeschnitten werden.

Obstbäume sollte man bestenfalls im Herbst oder Frühjahr schneiden. Dadurch erhöht sich der Ertrag im Sommer. Unter dem Jahr sollten man regelmäßig kontrollieren, ob es kranke oder zu dicht gewachsene Äste gibt, und diese entfernen.

Sommerschnitt: Nun steht der Sommerschnitt an. "Im Sommerschnitt werden meist einjährige oder störende Äste entfernt, damit der Baum locker geformt bleibt. Die Blätter können so schneller ab trocknen und die Früchte bekommen auch mehr Licht" erklärt Heidi Böhaker.

Das richtige Werkzeug

Für den Obstbaum- und Gehölzschnitt ist eine scharfe und saubere Gartenschere wichtig, zudem eine Handsäge. Für dickere Äste, ist eine Astschere von Vorteil.

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Die richtige Technik

"Es gibt nicht die eine richtige Technik. Aber es empfiehlt sich systematisch vorzugehen, also z.B. Ast für Ast" erklärt Heidi Böhaker. Zudem ist eine richtige Schnittführung wichtig. Ein Trieb sollte kurz über einer Knospe leicht schräg abgeschnitten werden. Dabei sollte man darauf achten, dass keine großen "Wunden", also Schnittflächen entstehen. Äste sollten außerdem immer auf Astring geschnitten werden und es sollten keine Triebstummel stehen bleiben. Durch diese Triebstummel können ansonsten Wassertriebe, aber auch Krankheiten oder Pilze entstehen.

Für Unsichere: Obstbauvereine bieten teilweise Schneidekurse für Obstbäume an. Für den Gartenschnitt können sich unsichere Hobbygärtner aber auch Flyer zum Thema in der Baumschule Preller abholen.

Tipps & Tricks

Zu empfehlen ist eine gute Ausrüstung für Baum- und Gehölzschnitt, da billige Angebote meist nichts taugen.

Wichtig für den Hobbygärtner ist:

- eine Gartenschere mit richtiger Scherengröße

- eine Astschere für dicke Äste

- eine stabile, standfeste Leiter

- eine Handsäge

Ausführlichere Anleitungen und Infomaterial findet man in Baumschule Preller. Dort werden natürlich auch gerne alle übrigen Fragen beantwortet. Außerdem bietet die Baumschule Preller auch einen Obst- und Sträucherschnittservice, sowie Baumfällungen und Großbaumpflege an.

Heidemarie Böhaker von der Gartenbaumschule Preller. Für Heidi Böhaker war schon in ihrer Jugend klar, dass sie den elterlichen Betrieb übernehmen wollte. Als Tüpfelchen auf dem i kam Mitte der 1960er Jahre Ehemann Peter mit in die Baumschule, der Gärtnermeister mit Fachrichtung Baumschule ist. Die Spezialität bei Preller sind Rosen, die Böhakers zu 80 % nach wie vor selbst veredeln.

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