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Gartenpflege

Bodenanalyse: So erfährst du, wie dein Gartenboden tickt

Eine Bodenanalyse ist ein wichtiger Schritt in der Gartenpflege. Mit einer Bodenanalyse kommst du den Mängeln in deinem Boden auf die Schliche und kannst ihn noch vor der neuen Gartensaison richtig aufpäppeln. Denn nur mit der richtigen Nährstoffzusammensetzung im Boden wachsen Gemüse- und Blumenbeet anständig.
Bodenanalyse selber durchführen - so geht's
Mit einer Bodenanalyse erfährst du die Zusammensetzung deines Gartenbodens und du kannst noch vor der Gartensaison Mängel ausgleichen. Foto: sandie_clarke/unsplash.com
  • Bringe die Nährstoffzusammensetzung deines Gartenbodens in Erfahrung
  • Analyse beauftragen oder selber durchführen
  • Beschreibung und Praxistipps für eine Bodenanalyse

Die Bodenanalyse haben viele Gartenbesitzer nicht unbedingt auf dem Schirm. Doch dabei ist eine richtige Nährstoffzusammensetzung die Grundlage für einen prächtigen Garten. Die Antworten auf die wichtigsten Fragen über die Bodenanalyse haben wir für dich zusammengefasst.   

Was bringt eine Bodenanalyse im Garten?

Bevor die Gartensaison losgeht, sollte der Garten aufbereitet werden. Darunter fällt auch eine Bodenanalyse. Sie gibt Aufschluss über die Nährstoffzusammensetzung und -konzentration des Bodens im Garten.

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Verzeichnet der Gartenboden eine Mangelversorgung oder einen Überschuss an Stickstoff oder anderen Nährstoffen, kann die Gartenbepflanzung nicht richtig gedeihen.

Am besten lassen sich Bodenanalysen entweder im Herbst, nachdem die Beete verblüht sind, oder im Frühjahr, vor der ersten Bepflanzung, durchführen. Bei einer professionellen Bodenanalyse, die im Labor ausgewertet wird, sollte mit einem preislichen Aufwand von 50 € - 70 € gerechnet werden.  

Was wird bei einer Bodenanalyse untersucht?

Bei einer Bodenanalyse werden verschiedene Nährstoffkonzentrationen im Boden untersucht. Als Boden bezeichnet man die erste und die belebte Schicht der Erdkruste.
Als Erstes werden die absolut notwendigen Nährstoffe im Boden gemessen. Dabei gibt es Hauptnährelemente und Spurenelemente.

Unter die Hauptnährelemente fallen Magnesium, Kalium und Phosphor. Unter Spurenelementen versteht man unter anderem Eisen, Zink, Natrium und Kupfer. 

Zu einer Bodenanalyse gehört auch noch die Bestimmung des ph-Wertes, der Bodenart und des Schadstoffanteils. Der Stickstoffgehalt ist meist nicht bei den Basispaketen dabei und muss extra dazu gebucht werden.

Welche Bodenanalyse gibt es?

Die übliche Bodenanalyse umfasst die oben genannten Charakteristiken. Daneben können auch spezielle Bodenanalyse durchgeführt werden, die einen Einblick in bestimmte Elemente oder Anteile bringen können. Davon machen häufig Landwirte von gebrauch.

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Für den eigenen Garten reicht eine normale Analyse vollkommen aus, außer es werden bestimmte Verwendungszwecke im Beet geplant. Wer ein großes Gemüsebeet plant, sollte zum Beispiel eine umfangreichere Bodenanalyse durchführen.

Wem die 50 € für die Analyse zu viel sind, kann sich auch selber an einer Bodenanalyse versuchen. Es gibt ein paar einfache Methoden, die die grundlegenden Merkmale des eigenen Bodens bestimmen können, aber weit nicht alle. Die Geräte, die dafür notwendig sind, hat man normalerweise nicht zu Hause und sind sehr teuer. Deswegen bleibt die professionelle Analyse genauer und sicherer.

Bodenprobe entnehmen – eine Anleitung

Es gibt zwei Methoden eine Probe für die Bodenanalyse zu entnehmen: mit dem Bohrstock oder mit dem Spaten. Mit dem Bohrstock kann in einem Stich eine bis zu 90 Zentimeter tiefe Bodenprobe entnommen werden. Mit dem Spaten kann je nach gewünschter Tiefe ein Loch gegraben werden und eine Probe entnommen werde. 

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Entnehme an dem Ort eine Bodenprobe, an der du später auch etwas anpflanzen willst. Noch besser: sei dir im Klaren, was du an diesem Ort später anpflanzen willst.  Für jede Pflanze gibt es andere ideale Nährstoffbedingungen. Umso so tiefer die Wurzeln der gewünschten Pflanze ragen, desto tiefer sollte auch Ihre Bodenprobe stammen. Hier eine kurze Übersicht: 

  • Rasen: 10 Zentimeter
  • Gemüsegarten: 25 Zentimeter
  • Stauden: 25 Zentimeter
  • Gehölze: 90 Zentimeter

Bodenanalyse selber durchführen – den ph-Wert bestimmen

Wer die Bodenprobe in ein Labor schicken lässt, ist nach der Bodenprobe fertig. Diejenigen, die eigenständig weiter forschen möchten, können den ph-Wert und die Bodenbeschaffung analysieren.

Im Gartenfachhandel kann man günstig Tests kaufen und funktioniert ähnlich wie früher im Chemieunterricht. Die Bodenprobe muss in einen Testbehälter gefüllt werden und mit etwas Wasser und der beiliegenden pH-Tablette vermengt werden. Je nachdem welche Farbe das Wasser angenommen hat, ist der pH-Wert Ihres Bodens. 

Bodenanalyse selber durchführen – Bodenbeschaffung feststellen 

Grundsätzlich unterscheidet man im Garten- und Landschaftsbau zwischen schweren Böden, leichten Böden und Mischböden. Gemessen daran, wie hoch der mineralische Anteil ist und wie feinkörnig die Erde ist. Folgende Böden kommen infrage: 

  • Ton (schwerer Boden)
  • Schluff (schwerer Boden)
  • Sandboden (leichter Boden)
  • Lehmboden (Mischboden)

Die Bodenbeschaffung kann ohne zusätzliche Geräte bestimmt. Hier geht es mehr um Erfahrung und wortwörtlich Fingerspitzengefühl. Kannst du mit deinem Gartenboden eine Kugel und eine Wurst formen, hast du einen schweren Boden oder einen Mischboden. Funktioniert das nicht, hast du vermutlich einen Sandboden. 

Das passiert nach der Bodenanalyse

Wenn die Ergebnisse der Analyse vorliegen, kann entsprechend reagieren werden. Sind in deinem Boden beispielsweise Schadstoffe, kannst du Pflanzenarten heraussuchen, die diese Schadstoffe gut aufnehmen und verarbeiten können. Oder du wählst Dünger, die dem Boden die Schadstoffe entziehen. Diese Pflanzen entziehen dem Boden Schwermetalle, Pilze oder Pestizide: 

  • Gebänderter Saumfarn
  • Mauersteinkraut
  • Petersilie
  • Rauhafer

Aber Achtung: Sobald Sie Gemüse oder Kräuter auf den mit Schadstoffen befallenden Boden gepflanzt haben, können sie danach nicht mehr verzehren werden.

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