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Gartentipps

Sommerhit Minze: Gartenbloggerin erklärt was das Heilkraut alles kann

Salben, zahlreiche Sorten Tee und ätherisches Öl: Aus der Minze lässt sich allerhand herstellen. Nicht ohne Grund zählen Minzen zu den beliebtesten Heilkräutern weltweit. Sigrun Hannemann erklärt wie man das beste aus dem Kraut herausholt.
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Minze ist gerade an heißen Tagen ein absoluter Hit: In Wasser mit Zitrone und Eiswürfel eine gelungene Abkühlung. Bild: photosforyou/ pixabay.com
Minze ist gerade an heißen Tagen ein absoluter Hit: In Wasser mit Zitrone und Eiswürfel eine gelungene Abkühlung. Bild: photosforyou/ pixabay.com

Zu den beliebtesten Heilkräutern weltweit zählen die Minzen, von denen es zahlreiche Sorten für Tees, Salben oder zur Gewinnung von ätherischem Öl, gibt. Man unterscheidet Minzen in zwei verschiedene Gruppen: Die mentholarmen und die mentholhaltigen. Zu den mentholhaltigen Minzen zählt die bekannte Pfefferminze. Im Garten wuchern die Rhizome der Minzen gerne unkontrolliert vor sich hin. Daher eignen sie sich hervorragend für Töpfe auf Balkon oder Terrasse, um den Ausbreitungsdrang zu kontrollieren.

Kühlende Wirkung: Minze und ihre Wirkung auf der Haut

Bereits im Altertum wurde die Minze wegen ihres ätherischen Öls, dem Menthol, sehr geschätzt und sowohl in der Küche als auch für eine Vielzahl von Heilanwendungen genutzt. Menthol findet heute wegen der kühlenden Wirkung Verwendung in Zahncremes, Erkältungs-Teemischungen, schmerzlindernder Salbe oder als ätherisches Öl zum Inhalieren. Ein kühler Minz-Tee mit Zitrone und Eiswürfeln ist gerade im Hochsommer ein sehr erfrischendes Getränk. Diese vielseitigen Anwendungen machen die Minze so beliebt. Nachgewiesen ist allerdings, dass die Minze nur als kühlend empfunden wird, während die Körpertemperatur sich nicht verändert.

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Pflanzgefäße: Minzen können im Topf gut gebändigt werden

Minzen fühlen sich in Kübeln und Balkonkästen wohl, die gerne etwas halbschattig stehen können. Bei voller Sonne muss reichlich gegossen werden, denn die Pfefferminze ist aus einer Kreuzung von Wasser-Minze (Mentha aquatica) und der Ährigen Minze (Mentha spicata) entstanden. Die Gene der Wasserminze sind deutlich zu spüren, wenn man einen zu sonnigen und trockenen Standort erwischt hat und die Blätter schnell schlapp machen. Der Topf sollte nicht zu klein gewählt werden, damit sich die Pflanze gute ausbreiten kann. Eine Überwinterung ist gut möglich. Allerdings sollte die Pflanze spätestens nach 2 Jahren umgetopft werden, da es ihr schnell zu eng wird. Minzen im Topf bleiben meist etwas kleiner als im Garten und werden nicht viel höher als 30 cm.

Erntezeit: Keine Angst vor der Schere

Minzen können fortlaufend geerntet werden und verzweigen sich dadurch reichlich. Je mehr man von seiner Minze erntet, um so üppiger wird die Pflanze wieder austreiben. Die beste Erntezeit zum Trocknen von Minze ist kurz vor der Vollblüte im Hochsommer. Einige Minzen, wie die Apfelminze, sind anfällig gegen Mehltau. Das kann man gut verhindern, wenn regelmäßig die Spitzen geerntet werden und viel Luft um die Pflanze zirkulieren kann. Sollte die Minze einmal an Minzenrost erkranken, die befallenen Blätter am besten gleich entfernen und nicht mehr verwenden und bei starkem Befall die Pflanze vollständig zurückschneiden. Hat man das regelmäßige Ernten vergessen, freuen sich auch die Insekten über die tollen Blüten.

Minze: eine große Auswahl verschiedener Sorten

Vielleicht haben Sie Freunde oder Bekannte, die bereits Minzen im Garten wachsen lassen. Minzen können gut per Kopfstecklinge oder Teilung vermehrt werden. In Gärtnereien findet man zusätzlich eine große Auswahl verschiedener Sorten an Minzen. Neue Minzen sind so gezüchtet, dass sie Geruch und Geschmack von Früchten imitieren sollen, wie Erdbeer-, Orangen-, Ananas- oder Apfelminze. Sie nennen sich auch "Fruchtminzen". Sogenannte "Cocktail-Minzen", wie Mojito-Minze, Spearmint, Marokkanische Minze und die Schokoladenmize, verwendet man gerne für Mix-Getränke und Desserts. Für Tees sind Marokkanische und Türkische Minze beliebt - klassische Teeminzen aus der Türkei und aus Teilen Nordafrikas.

Nicht nur Minze: Diese Kräuter sind gute Partner im Kasten

Minze breitet sich gerne aus und verdrängt dabei andere Pflanzen. Im Topf kann man trotzdem einen Versuch mit einem günstigen Partner versuchen. Gut geeignet soll die Mischkultur von Tomate und Minze sein. Während sich Petersilie oder Kamille nicht gut mit Minze verträgt, eignet sich der Lavendel prima für einen duftenden Balkonkasten, der sicher auch viele Bienen und Schmetterlinge anziehen wird.

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Sigrun Hannemann vom Bergblumengarten mit dem Fokus auf naturnahes Gärtnern. Frau Hannemann ist Gartenbloggerin und schreibt auf ihrem Blog und im Hortus-Netzwerk.de über ökologisches und insektenfreundliches Gärtnern. Für den Naturgartenverein e.V. testet sie Gärten zum Verleih der deutschen Plakette "Natur im Garten".

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