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Balkon und Terrasse

Langlebig und stilvoll

Von Holz bis Naturstein: Moderne Terrassenbeläge im Vergleich
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Foto: Dariusz Jarzabek - stock.adobe.com
Foto: Dariusz Jarzabek - stock.adobe.com

Beim Neubau oder einer Renovierung der Terrasse kommt oft die Frage auf, welches Material am besten dafür geeignet ist. Die Zeit der grauen Einheitsbetonplatten ist schon längst vorbei und es können die verschiedensten Materialien genutzt werden, um die Terrasse in ein Sommerparadies zu verwandeln.

Holz und WPC als robuster Belag

Elegant, warm und natürlich: dies zeichnet das Material Holz aus - also perfekt für eine Terrasse. Ist es doch in vielen Sorten und Farben erhältlich, lässt eine Terrasse aus Holz der Fantasie freien Lauf. Der Gestaltung sind keine Grenzen gesetzt, doch Holz ist nicht gleich Holz. Man unterscheidet zwischen Hart- und Weichhölzern. Zu den Harthölzern zählen beispielsweise Eiche und Esche, die sich perfekt für Outdoor-Bauten eignen. Faustregel dabei ist: Je härter das Holz, desto besser. Es sticht dabei mit einer großen Widerstandsfähigkeit und einer natürlichen Resistenz gegen Pilze heraus. Soll es doch etwas günstiger sein, lassen sich weichere Hölzer wie Kiefer oder Lärche verlegen. Von Natur aus sind sie nicht ganz so robust wie Hartholz, lassen sich aber durch Hitzebehandlung widerstandsfähiger gegen Fäulnis machen. Egal um welches Holz es sich handelt, sollte man dieses jährlich mit Pflegeölen behandeln. So bleibt die Terrasse auch in zehn bis 20 Jahren noch schön.

Da Holzdielen keinen direkten Erdkontakt vertragen und nach Regen schnell trocknen sollten, braucht die Terrasse eine luftige und stabile Unterkonstruktion. Dabei sollte darauf geachtet werden, diese nicht zu nah am Haus zu bauen, da Holz arbeitet und sich je nach Wetterlage ausdehnen und zusammenziehen kann.

Als Alternative zu Massivholz bietet WPC, ein Werkstoff aus einem Holz-Kunststoff-Gemisch, eine robuste Möglichkeit. Im Gegensatz zum natürlichen Holz muss dieses Material nicht besonders gepflegt werden, einfaches Fegen und Abspülen reicht vollkommen. Dabei bleibt es trotz des geringen Pflegeaufwands formstabil, splitterfrei und langlebig. Der Holzanteil ist je nach Hersteller unterschiedlich und beträgt im Durchschnitt etwa 70 Prozent. Die Lebensdauer von WPC hängt unter anderem von der Qualität und dem Material ab. Allerdings trägt eine korrekte Verlegung der Dielen erheblich zur Lebensdauer bei. Daher sollte auch dieser Belag vom Profi verlegt werden.

Fliesen mit einem Klick verlegt

Klickfliesen als Terrassenbelag sehen mit den Mustern nicht nur schön aus, sondern bieten auch vor allem Vorteile für Personen ohne Eigenheim. Sie sind in verschiedenen Materialien wie Holz, Stein oder WPC erhältlich und sind dadurch optisch anpassungsfähig. Die einzelnen Elemente werden einfach zusammengesteckt und verzahnen sich. Dies sorgt für einen stabilen Bodenbelag. Steht ein Umzug bevor, so lassen sie sich schnell wieder entfernen und bei der neuen Wohnung oder dem neuen Haus erneut verlegen. Da das Gewicht der Klickfliesen sehr gering ist, können sie auch auf Balkonen mit geringerer Statik genutzt werden. Wenn sie allerdings nicht richtig verlegt wurden, wackeln sie und mindern die Freude an der schönen Ter rasse.

Edle Terrassen aus Naturstein

Besonders edel sehen Terrassen aus Naturstein aus. Doch sollte bei der Wahl auf den Stein geachtet werden. Polierte Flächen wie Granit eignen sich beispielsweise eher nicht als Belag, da sie nicht rutschfest sind und daher eine Sturzgefahr bieten. Da eine Terrasse den Winter überstehen muss, sollte der Naturstein frostresistent sein. Dazu eignen sich besonders kalkhaltige Steine wie Sandstein oder Quarzit. Sandstein ist eher beige und Quarzit hellgrau - welcher Stein also gewählt wird, liegt ganz am persönlichen Geschmack. Die Steinplatten werden entweder als Mosaik oder Pflastersteine angeboten, können aber auch als größere, rechteckig zugeschnittene Terrassenplatten verlegt werden.

Terrassen aus Naturstein sind bei jedem Haus etwas Besonderes, da kein Stein dem anderen gleicht. Sie punkten aber nicht nur mit dem schönen Aussehen, sondern auch mit der Haltbarkeit und der Pflege. Richtig verlegt ist der Naturstein nämlich der haltbarste Belag. Um dies zu gewährleisten, sollte auch hier nur ein Profi ran, da die Steine sonst auch brechen können. Ist die Terrasse dreckig geworden, erfolgt die Reinigung über einfaches Abspülen und Fegen der Steinplatten. Sind im Haus Feinsteinzeug-Fliesen verlegt, so ist es sinnvoll, diese auch auf der Terrasse zu verlegen. Dies sorgt für einen einheitlichen Look und einen fließenden Übergang zwischen Indoor und Outdoor. Die Fliesen oder Platten sind nur zwei Zentimeter dick und werden bei sehr hohen Temperaturen gebrannt. Besonders ihre Unempfindlichkeit gegen Dreck überzeugt bei Terrassen. Die Oberfläche kann individuell gestaltet werden und, wenn gewünscht, dem Aussehen von Naturstein, Holz oder Beton ähneln. Verlegt werden die schweren Platten mit Drainagemörtel, weshalb die Anbringung von Experten übernommen werden sollte. Mareike Schäper

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