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Gärtnern in der Kiste: der Weg zum perfekten Hochbeet

Im Hochbeet lässt sich auch auf wenig Platz frisches Obst und Gemüse pflanzen. Die rückenschonende Beet-Alternative bietet individuelle Gestaltungsmöglichkeiten und die besten Wachstumsbedingungen für Ihre Pflanzen oder Obst- und Gemüsesorten. Wir geben Tipps für kleine und große erhöhte Beet.
 
Hochbeet bauen: Alles was Sie zum Anlegen und Befüllen wissen müssen
Im Hochbeet lasse sich platzsparend und stilvoll Blumen und frisches Gemüse anbauen. Foto: Hannes_Eichinger (204601530)
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Hochbeete sind eine einfache Alternative für herkömmliche Beete. Viele Gärtner wollen auf Gemüse, Kräuter und Co. aus dem eigenen Garten nicht verzichten. Doch das ständige Bücken, um die Beete herzurichten, das Unkraut jäten, auch die Ernte, sind nicht gerade rückenfreundlich. Das geht aber auch anders, denn man kann sich die Arbeit vereinfachen und sich ein Hochbeet anlegen. Doch nicht nur für den Garten ist ein Hochbeet praktisch, auch für den Balkon ist ein Hochbeet eine prima Lösung. 
Da das Hochbeet vom Boden des Gartens unabhängig ist, lässt es sich fast überall problemlos einrichten. Dort lässt sich der eigene Gemüse- oder Obstgarten, aber auch Kräuter selbst anpflanzen. Außerdem kommt Ungeziefer, wie Schnecken oder Mäuse, nicht so schnell an die Samen. Die beste Zeit zum Anlegen sind der Frühling oder Herbst, jedoch ist es fast das ganze Jahr nutzbar. Außerdem sind höhere Erträge als in einem flachen Gartenbeet zu erwarten.

Ein Hochbeet anlegen 

Bei dem Bau oder der Gestaltung eines Hochbeets sind der Fantasie keine Grenzen gesetzt: Man kann sich ein klassisches Hochbeet aus Holzbalken bauen, oder aber eine alte größere Holzkiste oder Holzschublade, Steingabionen, Mauersteine oder Holzfässer dafür verwenden. Für Hobbygärtner mit Handwerksfähigkeiten bietet es sich an, einfach ein Kastenbeet selbst zu bauen. Zahlreiche Anleitungen findet man im Internet.  Man kann das Hochbeet aber auch schon fertig als Bausatz kaufen.

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Damit das Hochbeet auch fest im Garten steht, sollte an der gewünschten Stelle eine 20 bis 30 Zentimeter tiefe und circa 150 Zentimeter lange Grube ausgehoben werden. 
Um unerwünschte Eindringlinge wie Wühlmäuse und Maulwürfe vom Hochbeet fernzuhalten, kann der Boden mit engmaschigem Drahtgitter ausgelegt werden. So ist gewährleistet, dass sich keine Wühlmäuse von unten an dem Gemüse zu schaffen machen. Besonders Einfassungen aus Holz sollten am Boden mit einer dicken Schicht Gewebefolie abgedeckt werden. Somit verhindert man schnelles verrotten und schafft einen ebenen Untergrund.

Der optimale Standort

Der ausgewählte Standort sollte sonnig sein und in Nord-Süd-Richtung platziert werden. Ansonsten lässt sich ein solches Beet im Garten, aber – wie oben bereits erwähnt – auch auf einer Terrasse oder einem Balkon errichten. Zu beachten ist allerdings, dass ein Hochbeet mehr Wasser benötigt als ein normales Gartenbeet. Ein Wasseranschluss in der Nähe ist also sinnvoll.
Außerdem sollte der Untergrund eben sein sowieso gewählt, dass von allen Seiten auf das Beet zugegriffen werden kann.

Die richtige Schichtung im Hochbeet

Ein großer Vorteil des Hochbeets ist nicht nur das rückenfreundliche arbeiten, sondern auch der wertvolle Verrottungseffekt in den unteren Schichten des Hochbeetes. Die Rotte erzeugt natürliche Wärme,  und so kann es im Hochbeet zu Temperaturunterschieden von 1 bis 4 °C im Vergleich zum Bodenbeet kommen. Die Pflanzen keimen und wachsen dadurch besser, bringen höhere Erträge und sind deutlich früher erntereif. Ein weiterer Vorteil der Rotte  ist eine natürliche Nährstoff-Freigabe, die von den Pflanzen genutzt werden kann.


Damit die natürliche Heizung im Hochbeet funktioniert, ist es wichtig, das Hochbeet richtig zu befüllen. Hierzu sollten vier Schichten zu etwa gleichen Teilen eingefüllt werden:

  1. Als Basis eine dünne Schicht aus Kies auslegen, diese sorgt für die richtige Drainage am Boden. Dann gröbere Äste, und Zweige, sowie Häkselgut hinzufügen.
  2. Dann folgt eine Schicht reife Komposterde.
  3. Darüber kommt eine Schicht mit feineren Grünabfällen wie Rasenschnitt und nicht verrottetem Kompost oder Herbstlaub. Alles erneut mit einer Schicht Erde bedecken. 
  4. Abschließend kommt die Pflanzenschicht aus einer Mischung von Kompost und Blumenerde


Es ist wichtig, die beiden unteren Schichten gut zu verdichten, weil das Hochbeet durch den Verrottungsprozess nach einem Jahr etwa 10 bis 20 Zentimeter zusammenfällt. Die Schicht kann man einfach mit Erde wieder auffüllen. Etwa alle fünf Jahre sollte man die Schichtung des Hochbeets komplett austauschen. 

Das Hochbeet auf dem Balkon

Wer möchte und die nötigen Handwerksfähigkeiten besitzt, kann auch hier wieder tätig werden und sich ein eigenes Hochbeet bauen. Gerade wenn der Balkon eine besondere Form hat, bietet sich das an. Es gibt aber auch günstige Tischhochbeete fertig zu kaufen. Tischhochbeete haben den Vorteil, dass sie platzsparend sind, und man unter dem Hochbeet noch etwas verstauen kann. Außerdem sind diese Hochbeete leichter, da sie deutlich weniger Pflanzensubstrat fassen und bringen somit weniger Belastung für die Balkonplatte mit.
Entscheidet man sich für ein Hochbeet, dass auf dem Boden steht, bietet es sich an den Boden mit einem Filtervlies auszulegen. Es ersetzt den Bodenkontakt und verhindert, dass Erde ausgespült wird, wenn es regnet. 
Die 4 Schichten funktionieren genauso wie bei dem oben beschriebenen Hochbeet im Garten. Da es sich bei dem Balkon-Hochbeet um eine Minivariante handelt, müssen die Schichten aber natürlich nicht so dick sein.

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Das Hochbeet richtig bepflanzen

Nun kann es mit der Bepflanzung losgehen! Jedoch gibt es auch hier ein paar Dinge beachten.
Da das Hochbeet in den ersten beiden Jahren durch die Komposterde und die Rotte die meisten Nährstoffe enthält, sollten in den ersten Jahren nur sogenannte Starkzehrer angebaut werden, um die Anreicherung von Nitrat zu vermeiden. Im zweiten Jahr können Mittelzehrer ergänzt werden und im dritten Jahr können auch Schwachzehrer folgen. 

  • Starkzehrer sind zum Beispiel Tomaten, Blumenkohl, Brokkoli, Zucchini, Gurken, Kartoffeln, Kohl, Rhabarber, Sellerie, Kürbis und Lauch
  • Zu den Mittelzehrern zählen Salat, Paprika, Knoblauch, Kohlrabi, Möhren, Rettich,  Spinat, Fenchel, Zwiebeln, Porree und Mangold 
  • Schwachzehrer sind unter anderem Kräuter, Rucola, Radieschen, Buschbohnen, Feldsalat, Kresse und Erbsen


Damit die Pflanzen gut gedeihen, sollte man darauf achten, dass sie in der richtigen Mischung gepflanzt werden. Denn nicht alle Gemüsesorten vertragen sich miteinander. Kartoffeln vertragen sich z.B. sehr gut mit Buschbohnen, Kohlrabi, Spinat oder Zuckermais. Radieschen mag hingegen nicht neben der Zwiebel gepflanzt werden und Tomaten haben lieber gerne Nachbarn wie Kohlrabi, Kopfsalat oder Lauch anstatt Kartoffeln, Möhren oder Roter Beete. 


Gerade bei selbst angebautem Gemüse bietet sich eine Mischkultur an, die sich gegenseitig unterstützt, biologischen Pflanzenschutz bietet und für gesunde Pflanzen sorgt. Wer zum Beispiel Basilikum neben Gurke und Zucchini pflanzt, bietet einen natürlichen Schutz vor Mehltau. Kerbel kann Ameisen, Schnecken, Läuse und Mehltau vertreiben. Und wenn Erdbeeren neben Petersilie gepflanzt werden, hilft das gegen Schnecken. 
Informationen und Beratung rund um die richtige Mischung von Hochbeetpflanzen bekommen Sie auch per Telefon in Ihrer lokalen Gärtnerei. 

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Im Sinne der Nachhaltigkeit und zur Unterstützung der lokalen Gärtner zeigen wir keine Angebote zu Samen, Setzlingen oder Pflanzen. Bitte nutzen Sie dafür das reichhaltige Angebot und die Fachberatung Ihrer Gärtnerei.

 

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