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Tipps & Tricks im Garten

Grüner Lebensraum auf Stein: Eine Trockenmauer bepflanzen

Eine Trockenmauer im Garten dient nicht nur als eine dekorative Abgrenzung, sondern auch als ein wichtiger Lebensraum für Nützlinge. Was man beim Bepflanzen einer Trockenmauer beachten sollte, welche Pflanzen sich dort besonders wohl fühlen und wie man einen echten Hingucker für den Garten schaffen kann, erfahren Sie hier.
 
Trockenmauer Glockenblume
Alle Glockenblumen sind bei solitären Wildbienen beliebte Pollen- und Nektarspender und sehen auf Trockenmauern besonders filigran und schön aus. Bild: marisa04/ pixabay.com
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Eine Naturstein-Trockenmauer ist eine Mauer aus Natursteinen, welche ohne Beton oder sonstigem Klebstoff aufgebaut wird. Diese Art der Gartengestaltung hat eine lange Tradition. Früher wurden sie gern zur Abrenzung zu Viehweiden, oder zur Befestigung eines Hanges eingesetzt. Heute werden sie gerade in der Naturnahen Gartengestaltung gerne als zusätzliches Lebensraum Angebot genutzt. Trockenmauern haben einen warmen, natürlichen Charakter und harmonieren gut mit den unterschiedlichsten Gartenpflanzen.  Es gibt je nach verwendeter Gesteinsart verschiedene Arten eine Trockenmauer zu errichten.

Die Vorbereitung

Beim Bau einer Trockenmauer sollte man bereits während des Baus auf einige Dinge achten, vor allem wenn die Mauer bepflanzt werden soll. Am besten setzt man die Pflanzen bereits während des Baus der Mauer, da sie so meist besser anwachsen und gedeihen. Um den Pflanzen beim anwachsen etwas zu helfen, füllt man zwischen die Fugen der Natursteine etwas nährstoffarme Erde bevor man die Pflanzen setzt. Welche Pflanzen besonders gut für eine Trockenmauer geeignet sind, erfahren Sie am Ende des Textes. Natürlich kann man seine Trockenmauer auch erst nachträglich bepflanzen, dabei sollte man aber ebenfalls schon während des Baus darauf achten, dass zwischen den Steinen genügend Platz für eine Pflanze gelassen wird. Eine Fuge sollte in der Regel etwa zwei Finger breit sein. 

Das Bepflanzen und Pflegen

Der optimale Zeitraum für die Bepflanzen der Trockenmauer liegt zwischen März und September. Der Frühling ist dabei besonders gut geeignet, da die Pflanzen gerade mit ihrer Wachstumsperiode beginnen.  Natursteinmauern, die nachträglich bepflanzt werden, sollten, wie schon erwähnt, zunächst mit  nährstoffarmer Erde gefüllt werden.  Besonders gut klappt das einfüllen der Erde mit einer kleinen Schaufel oder einem Esslöffel. Bei der Bepflanzung sollte man darauf achten, die Pflanzen waagerecht mit dem Wurzelballen möglichst tief in die Fuge zu stecken. So haben die Wurzeln einen besseren Halt. Freie Stellen, können anschließend noch mit Erde aufgefüllt werden. Größere Pflanzen, die nicht in die Fuge passen, teilt man ganz einfach mit einem scharfen Messer.

Nach dem Bepflanzen der Trockenmauer sollten die Pflanzen einmal gut gewässert werden. Aber Vorsicht: Hier nutzt man lieber eine Gießkanne oder eine sanfte Gartenbrause. Mit dem Gartenschlauch und dem härteren Wasserstrahl, ist die Gefahr zu groß , dass die Erde aus den Fugen herausgespült wird.  In den ersten beiden Jahren sollte man bei der Gartenbewässerung auch hin und wieder an die Trockenmauer denken. Danach braucht die Trockenmauer in der Regel keine Pflege mehr. Meist gedeihen die  Pflanzen in der Trockenmauer tatsächlich am besten, wenn man sie in Ruhe lässt. In besonders trockenen Phasen und im Hochsommer, kann man dennoch etwas mit der Gießkanne nachhelfen.

Die richtige Pflanzenauswahl

Bei der Pflanzenauswahl der Trockenmauer sollte man bedenken, dass nicht alle Pflanzen hierfür geeignet sind. Am wohlsten fühlen sich winterharte, trockenheitsverträgliche und robuste Pflanzen. Gerade Sukkulenten wie Mauerpfeffer und Hauswurz findet man besonders oft auf einer Trockenmauer.  Anbei sind noch einige weitere Pflanzen aufgelistet, die gut auf Trockenmauern wachsen können:

  • Rundblättrige Glockenblume
  • Zimbelkraut
  • Färberkamille
  • Lavendel
  • Karde
  • Steppensalbei
  • Echter Gamander
  • Alant
  • Gelber Lerchensporn
  • Sand Thymian
  • Wilde und kleine Malve
  • Sichelklee