-- ANZEIGE --

Der Traum von der eigenen Terrasse

Beim nachträglichen Anbau einer Terrasse ist eine sorgfältige Planung nötig.
Artikel drucken Artikel einbetten
Foto: Fotolia/Photographee.eu
Foto: Fotolia/Photographee.eu

Immer mehr Hausbesitzer hegen den Wunsch nach einer Terrasse. Die Vorteile eines nachträglichen Terrassenanbaus liegen auf der Hand: Nicht nur, dass ein zusätzliches Freiluftzimmer den Wert des Hauses steigert, eine Terrasse ist vielseitig nutzbar und lädt vor allem in der warmen Jahreszeit zu gemütlichen Stunden an der frischen Luft ein. Beim nachträglichen Anbau gilt es jedoch eine Reihe an baurechtlichen Vorschriften zu beachten.

Wer über den nachträglichen Anbau einer Terrasse nachdenkt, sollte im ersten Schritt das örtliche Bauamt bzw. die örtlich zuständige Bauaufsichtsbehörde aufsuchen, um sich zu vergewissern, ob ein Terrassenanbau und welche Art im Einzelfall überhaupt zulässig ist. Die Notwendigkeit etwaiger Baugenehmigungen kann von Faktoren wie Denkmalschutz, Veränderungsschutz, Nachbarschutz bzw. Abstandsflächen, Größe des Anbaus oder Lage der Immobilie (Innenbereich oder Außenbereich des Bebauungsplans) abhängen. Die Vorschriften über erforderliche Genehmigungen zum Anbau variieren von Bundesland zu Bundesland.

Hat sich der Bauherr versichert, dass keine Genehmigung für den geplanten Anbau nötig ist oder die erforderliche Baugenehmigung eingeholt, kann er mit der Planung des Terrassenanbaus beginnen.

Eine Frage der Höhe

Zu Beginn der Planung gilt es die Frage nach der Aufbauhöhe zu klären. Denn abhängig vom Höhenunterschied zwischen Haus und umliegenden Gelände kommen unterschiedliche Aufbauarten für die Terrasse in Frage. Kleine Höhenunterschiede von bis zu zehn Zentimeter können leicht mit Erdreich aufgeschüttet und angepasst werden. Ist die Differenz zwischen dem Höhenniveau des Hauses und der zu bebauenden Flächen größer als zehn Zentimeter, ist eine Unterkonstruktion für den Anbau der Terrasse notwendig. Bei einer Differenz bis zu 40 Zentimeter ist ein Betonsockel als Fundament nötig. Der Terrassenanbau wird in diesem Fall direkt auf dem Sockel aufgebaut.

Bei einer Höhendifferenz von bis zu 100 Zentimeter ist hingegen ein mehrschichtiger Aufbau mit Unterzugbalken erforderlich, um ein stabiles Fundament für den Terrassenaufbau zu gewährleisten. Liegt das umliegende Erdreich mehr als 100 Zentimeter tiefer als das Haus, kommt eine Ständerbauweise oder Stufenterrasse in Frage.

Bei der Art des Fundaments gibt es verschiedene Möglichkeiten. Während bei geringen Höhenunterschieden auf tragfähigen und ebenen Böden auch Kunststoff verwendet werden kann, ist bei unebenen und nicht tragfähigen Böden die Verwendung von Beton unerlässlich.

Die Wahl des Bodenbelags

Nahezu jedes wetterfeste Material eignet sich als Bodenbelag für eine Anbauterrasse, ganz egal ob Steinplatten, Fliesen in unterschiedlichen Formen und Farben, natürliche Holzböden oder robuste Dielen aus Wood-Plastic-Composite (WPC). Mit dem richtigen Unterbau ist es sogar möglich, Steine auf einer Holzterrasse zu verlegen.

Bei der Wahl des Bodenbelags kommt es neben dem persönlichen Geschmack des Bauherrn auch auf den Stil und die Architektur des Hauses an. Denn ausgehend vom Vorhandenen lassen sich mit Holz, Stein oder Beton bewusst Akzente setzen, die die Wirkung der Architektur in die gewünschte Richtung lenken. Beton etwa wirkt kühl und technisch, Natursteinplatten hingegen haben eine ästhetische Optik und setzen mit der Zeit eine Patina an. WPC-Böden bestehen aus einer Mischung von Kunststoff und Holzfasern und vereinen die Vorteile beider Materialien. Sie sind besonders langlebig und pflegeleicht und ähneln mit ihrer matten Oberfläche der Haptik naturbelassener Hölzer.

Häufig entscheiden sich Hausbesitzer für die klassische Naturholzvariante. Holz hat einen natürlichen, rustikalen Look und speichert die Wärme im Sommer besonders gut, wodurch der Boden beim Betreten der Terrasse barfuß oder auf Socken ein angenehmes Laufgefühl bietet. Als klassische, besonders hochwertige Outdoor-Hölzer gelten widerstandsfähige Hartholz-Arten wie Eiche oder Esche. Doch auch Weichhölzer wie Kiefer oder Douglasie, die mit Thermobehandlung oder dauerhafter Imprägnierung widerstandsfähig gemacht werden, haben sich als preiswertere Alternative etabliert.

Terrassen-Extras

Wer seinen Terrassenanbau mit einigen Extras aufhübschen möchte, hat die Möglichkeit, eine Terrassenüberdachung oder eine Beleuchtung anzubringen. Gerade in Gegenden, in denen es oft regnet, bietet sich eine Überdachung an. Je nach den herrschenden baulichen Gegebenheiten und der Architektur des Hauses kann eine Überdachung aus Holz, Stahl, Aluminium oder Kunststoff angebracht werden. Alternativ lässt sich die Terrasse auch mit einer Markise vor Wind und Wetter schützen.

Gerade an warmen Sommerabenden möchte man auch nach Sonnenuntergang auf seiner Terrasse verweilen, ohne dabei im Dunkeln sitzen zu müssen. Mit der richtigen Beleuchtung lässt sich die Terrasse in ein stimmungsvolles Licht tauchen. Ideal ist eine Terrassenbeleuchtung mit manueller Dimmfunktion oder mit Dämmerungsschalter, der sich nach der Umgebungshelligkeit richtet und das Licht entsprechend ein- oder ausschaltet. Hierfür empfehlen sich LED-Lampen, da LED-Licht keine Insekten anlockt. Ob mit oder ohne Extras, ein Terrassenanbau ermöglicht Hausbesitzern, ihr Eigenheim unter freiem Himmel in vollen Zügen zu genießen.

Dennis Tuczay

Unsere Partner

Für diesen Artikel wurde die Kommentarfunktion deaktiviert.