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Balkon und Terrasse

Das Zimmer an der frischen Luft

Vom Schattenspender bis zum Strandkorb: So wird es auf dem Balkon richtig gemütlich
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Foto: Patrizia Tilly - stock.adobe.com
Foto: Patrizia Tilly - stock.adobe.com

Wenn es so langsam, aber sicher sommerlich wird, gibt es nichts Schöneres, als Zeit an der frischen Luft zu verbringen. Am besten lassen sich die warmen Sonnenstrahlen vom eigenen Balkon aus genießen, der sich mit ein paar Tricks in eine richtige Wohlfühloase verwandelt.

Sonnenschutz auf dem Balkon

Auf dem Balkon kann es schnell mal zu heiß werden - um dem entgegenzuwirken, ist ein guter Sonnenschutz essenziell. Ein altbekannter und günstiger Schattenspender ist der Sonnenschirm. Ob klassischer Standschirm oder platzsparender Ampelschirm: Beide lassen sich mit wenigen Handgriffen auf den Balkon stellen und sorgen für ein angenehmeres Klima. Da die meisten Modelle auch einen UV-Filter besitzen, schützen Sonnenschirme gleichzeitig vor einem unangenehmen Sonnenbrand. Oft sind die Schirme neigungsverstellbar, sodass sie auch bei sinkender Sonne noch Schutz bieten. Eine etwas aufwendigere, aber auch schönere Variante ist eine Markise. Diese wird ebenfalls meist mit einem UV-Filter und in verschiedenen Größen angeboten. Da die Anbringung etwas komplizierter ist und die Statik des Balkons beachtet werden muss, sollte bei der Installation ein Fachmann zu Rate gezogen werden.

Wenn es etwas ausgefallener sein darf, so ist ein Sonnensegel sicher die richtige Wahl. Die Befestigung erfolgt durch Schnüre, die an Haken in der Wand oder direkt am Balkongeländer befestigt werden. Preislich sind sie etwas günstiger als Markisen, stehen diesen aber in nichts nach. Ist eine höhere Stabilität gewünscht, gibt es mittlerweile auch aufrollbare Sonnensegel, die leichten Wind und Regen abhalten können.

Schutz vor neugierigen Blicken

Um beim Entspannen auf dem Balkon nicht von unwillkommenen Blicken der Nachbarn oder Passanten gestört zu werden, ist ein Sichtschutz eines der wichtigsten Elemente. Dieser schafft dabei nicht nur eine angenehme Privatsphäre, sondern fungiert zusätzlich auch als ein kleiner Sonnenschutz. Für einen Sichtschutz von unten wird das gesamte Balkongeländer mit einer zugeschnittenen Textilbahn bespannt. Das Design des Textils kann ganz nach dem persönlichen Geschmack ausgesucht werden. Statt Stoff kann das Geländer auch mit Bambus, Holzplatten oder Efeu abgedeckt werden. Ein seitlicher Sichtschutz wird entweder durch ein Paravent, eine Art Raumteiler, oder eine festinstallierte Seitenwand aus Holz oder PVC erreicht. Da der Paravent nur bedingt stabil ist, sollte dieser nur als Übergangslösung genutzt werden. Für Sichtschutz von oben können auch hier wieder Markisen eingesetzt werden. Diese bieten nicht nur der Sonne Einhalt, sondern schützen gleichzeitig vor neugierigen Blicken.

Der Belag als Grundlage

Zum Wohlfühlklima tragen jedoch nicht nur Sonnen- und Sichtschutz bei. Ein schöner Boden kann sogar einem alten Balkon neuen Schwung bringen. Bei einer Mietwohnung eignet sich ein Balkonbelag, der beim Umzug einfach wieder entfernt werden kann. Klickfliesen aus Holz, Stein oder WPC, ein Holz-Kunststoff-Gemisch, sind optisch anpassungsfähig und bestehen aus einzelnen Elementen. Diese werden einfach zusammengesteckt und lassen sich nahezu auf jeden Untergrund legen. Eine weitere Alternative bietet Kunstrasen - für das Garten-Feeling auf dem Balkon. Dieser wird einfach auf dem Boden verlegt und bietet einen kühlen und rutschfesten Belag. Bei Eigentumswohnungen oder -häusern sind Natursteinfliesen ein echter Hingucker. Da sie sehr schwer sind, muss bei der Verlegung unbedingt auf die Statik des Balkons geachtet werden.

So wird es gemütlich

Schöne Balkonmöbel verleihen der Wohlfühloase den letzten Schliff. Ob aus Kunststoff, Holz, Metall oder Polyrattan, die Auswahl ist groß, doch bringt jedes Material einige Vor- und Nachteile mit sich. Balkonmöbel aus Kunststoff stechen besonders durch den geringen Preis heraus. Sie sind oft zusammenklappbar und lassen sich dadurch leicht transportieren. Auch Holzmöbel weisen diese Eigenschaft auf. Oft werden diese Möbel lasiert geliefert. Sind sie es jedoch nicht, sollte dies unbedingt nachgeholt werden, da dies die Lebensdauer und Witterungsbeständigkeit der Möbel verbessert. Möbel aus Metall sind, im Gegensatz zu Kunststoff- und Holzmöbeln, nicht zusammenklappbar und damit schwer zu transportieren. Sie sind für den dauerhaften Gebrauch auf dem Balkon gedacht. Daher sollte der vorhandene Balkon groß genug sein, damit noch Platz für Dekoration bleibt. Um die Möbel vor dem Verblassen zu schützen, sollten sie nicht in der direkten Sonne stehen. Wer es etwas natürlicher mag, für den sind Polyrattanmöbel eine gute Lösung. Aus pflegeleichtem künstlichem Rattan hergestellt, punkten diese Möbelstücke mit hoher Witterungsbeständigkeit. Neben den einfachen Stühlen und Tischen kann der Balkon durch einen Strandkorb oder eine Hängematte bestückt in ein gemütliches Outdoor-Wohnzimmer verwandelt werden. Mareike Schäper

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