Lichtenfels
Gartenarbeit

Tipps: Welche Arbeit jetzt im Garten anfällt

Stauden schneiden, Nistgeräte basteln oder den Boden bedecken - es gibt einiges, was Hobbygärtner zu dieser Jahreszeit erledigen sollten.
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Stauden schneiden, Nistgeräte basteln oder den Boden bedecken - es gibt einiges, was Hobbygärtner zu dieser Jahreszeit erledigen sollten.  Foto: Jupp Schröder
Stauden schneiden, Nistgeräte basteln oder den Boden bedecken - es gibt einiges, was Hobbygärtner zu dieser Jahreszeit erledigen sollten. Foto: Jupp Schröder
Standfeste Stauden wie Sonnenhut und Fette Henne sollte man nicht vor dem Frühling schneiden. Sie bereichern den Garten im Winter mit fein gesponnen Impressionen. Besondern Ziergräser sind jetzt filigrane Schönheiten. Sie dürfen auf keinen Fall vor Frühlingsbeginn geschnitten werden. In den Stoppel steht sonst das Regenwasser wie in einem Becher.

Dann kann die ganze Pflanze im Spätwinter und Frühling faul werden und somit absterben. Große Exemplare wie Pampasgras oder Chinaschilf werden zu einem Schopf zusammen gebunden. Das schützt vor Nässe so wie einem Auseinanderfallen bei viel Schnee. Den Fuß der Pflanze kann man dann mit Laub und Fichtenreisig zusätzlich gegen Kälte absichern.


Nistgeräte basteln

Jetzt im Winter ist eine gute Zeit, Nistgeräte zu basteln. Dies kann schon mit einfachen Werkzeugen gelingen. Die Erfahrung zeigt, dass Kinder gern beim Basteln helfen. Die Nistgeräte sollen aus Weichhölzernen wie Gerauerle, Kiefer, Fichte und Tannenholz so wie Holzbeton bestehen und keinesfalls aus Spanplatten oder Sperrholz gefertigt sein.

Ideal ist eine Bretterdicke von zweieinhalb ein bis drei Zentimeter. Die Wände dürfen innen nicht gehobelt sein, damit sich die Vögel daran festhalten können. Die Befestigung der einzelnen Teile sollte besser mit Schrauben, als mit Nägeln erfolgen. Im Boden sorgen kleine Bohrlöcher dafür, dass der Feuchtigkeit ablaufen kann und somit das Nest trocken bleibt.

Blau-, Sumpf- und Tannenmeisen benötigen eine Fluglochgröße von 26 bis 27 Millimeter. Kohlmeisen, Trauerschnäpper, Kleiber und Sperlinge dagegen brauchen eine Öffnung von 32 bis 34 Millimeter sowie Stare 45 Millimeter. Werden mehrere Nisthilfen für Kleinhöhlenbrüter angebracht, so sollten 2/3 mit dem größeren Flugloch und 1/3 mit dem kleineren Durchmesser versehen sein. Das Flugloch sollte möglichst in Richtung Osten-Südosten und nie zur Wetterseite zeigen.

Eine Bohrung leicht schräg nach oben weist Feuchtigkeit ab. Es gibt viele Vogelarten, die nur in Halbhöhlen brüten würden. Dazu zählen der Hausrotschwanz, Bachstelze und Grauschnäpper. Diese wollen den Garten im Blick zu haben. Besonders Halbhöhlen sind so anzubringen, dass sie nicht von Katzen und Marder erreicht werden können. Nisthilfen gibt es aber auch für Schleiereulen Steinkäuze, Mauersegler und Schwalben. Bastelanleitungen für die verschiedenen Kästen sind beim Landesbund für Vogelschutz oder den einzelnen Kreisgruppen zu beziehen.


Boden bedecken

Der Boden gibt im Winter laufend Wärme ab. Er kühlt besonders in sternklaren Nächten deutlich aus. Die Wärme verschwindet dann in den Weltraum. Wenn der Boden aber bedeckt ist, kühlt er sehr viel langsamer aus. Eine warme Mulchdecke aus Laub und dazu noch ein Bewuchs wie mit Bergenien, Immergrün oder Storchenschnabel schützen den Boden vor Kälte. Beim Schnee ist der Wärmeverlust deutlich noch geringer. Je höher und umso lockerer die isolierende Schicht ist, desto besser für den Boden und damit auch für die Pflanzen.
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