Franken
Gartenpflege

Saisonwechsel: Die Herbstzeitlose kündigt den Winter an

Nicht nur kühlere Temperaturen kündigen den Saisonwechsel zu Herbst und Winter an, sondern auch die Pflanzenwelt. Die Bäume verlieren ihre Blätter und die Herbstzeitlose beginnt zu blühen. Gartenexpertr Jupp Schröder erklärt was zum Start in die kühlere Jahreszeit zu beachten ist.
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Die Herbstzeitlose blüht derzeit auf vielen Wiesen und kündigt die kühlere Jahreszeit an. Bild: Jupp Schröder
Die Herbstzeitlose blüht derzeit auf vielen Wiesen und kündigt die kühlere Jahreszeit an. Bild: Jupp Schröder

Besonders die heißen Sommer der letzten 2 Jahre haben gezeigt, wie wichtig schattenspendende Bäume und Großsträucher im Garten für das Wohlfühlen sind. Sie wirken beschützend, steigern den Erholungswert und verbessern das Klima. Unbepflanzte Flächen heizen sich dagegen stak auf und wirken zudem trostlos. Das ist besonders bei Schottergärten der Fall. Bei der Bepflanzung ist Vielfalt immer besser als Monotonie. Laubgehölze sollten weitgehend den Vorzug bekommen. Dabei haben besonders Obstbäume in vielen Arten und Größen eine lange Tradition. Bei der Planung für den Herbst ist daran denken, dass Bäume am besten Anfang bis Mitte Oktober gepflanzt werden. Diese bekommen dann vor dem Winter in der noch relativ warmen Erde Saugwurzeln und können im Frühjahr kräftig durchwachsen. Um aber die geeigneten Sorten bei Obstbäumen zu bekommen, sollte die Nachfrage und Bestellung frühzeitig erfolgen.

Der richtige Pflücktermin bei Äpfel und Birnen

Sobald sich der Stiel bei Apfel und Birnen leicht abdrehen lässt, ist die Frucht reif. Ein weiteres Indiz für den richtigen Zeitpunkt sind die braun gefärbten Kerne beim Kernobst. Der richtige Pflücktermin ist von Sorte zu Sorte unterschiedlich. Man sollte oft nicht zu lange warten, da bei Überreife die Früchte nicht besser werden. Die Ernte der Äpfel und Birnen erfolgt am besten am Vormittag, nachdem sie gut abgetrocknet sind. Dann hat das Obst mehr Wasser gespeichert, als in der größten Mittagshitze. Die Früchte schmecken so aromatischer und bleiben auch länger frisch.

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Streit um Fallobst

Es gibt immer wieder Streit unter Nachbarn, wem das Obst gehört, das auf die andere Seite des Grundstückes fällt. Die Sachlage ist gesetzlich geregelt. Es heißt im bürgerlichen Gesetzbuch: "Früchte, die von einem Baum oder Strauch auf ein Nachbargrundstück hinüber fallen, gelten als Früchte dieses Grundstückes". Sie dürfen aber nicht von den Zweigen, die vom Nachbar herüberhängen, geerntet werden. Ein Betreten des fremden Grundstückes ist ohne die ausdrückliche Erlaubnis des Besitzers nicht gestattet. Wenn aber ein öffentliches Grundstück angrenzt, gehört das Fallobst, welches dort landet, weiterhin dem Besitzer des Baumes.

Zeit der Prunkwinde

Wenn in der Frühe die Blüten der Nachtkerze anfangen sich zu schließen und dann verwelken, entfalten sich die, der Prunkwinde. Die einen blühen nur eine Nacht und die anderen bis zum Nachmittag. Prunkwinden gehören mit zu den schönsten einjährigen Rankgewächsen. Es gibt sie in vielen Farben, angefangen von himmelblau bis dunkelrot. Sie wachsen gern an Zäunen und lassen auch Sträucher sogar Sträucher und kleine Bäume im Sommer erblühen. Wenn die Sonne am höchsten steht, sterben die Blüten schon wieder langsam ab. Es werden aber ständig bis in den Herbst hinein täglich neue nachgeschoben. So sorgt die Natur für einen kontinuierlichen Ausgleich. Sommerranken, wie auch die Schwarzäugige Susanne oder die Glockenrebe, bringen Vielfalt in den Garten.

Das Erblühen der Herbstzeitlosen

Schon sehr früh in diesem Jahr blühen auf meist ungedüngten Wiesen die Herbstzeitlosen. Bei diesem Anblick sind viele Menschen ganz erschrocken. Ein solcher Zeitpunkt der Blüte bei den Herbstzeitlosen war in normalen Jahren undenkbar. Der überall in der Natur zu spürende Klimawandel macht dies möglich.

Die Blüten der Herbstzeitlosen erscheinen ganz ohne Blätter. Es ist gerade so, als hätten sich die Blumen in der Zeit vertan haben. Es werden bis zu drei Blüten pro Pflanze entwickelt. Sie sind blassrosa bis violett und selten weiß. Die Blütenblätter sind zu einer langen Röhre verwachsen, die bis zum Fruchtknoten tief in der Erde geht.

Befruchtung über die Blüte

Jetzt findet über Blüte hauptsächlich mithilfe der Bienen die Befruchtung statt. Die länglich eiförmige Kapselfrucht wird im zeitigen Frühjahr und Frühsommer zusammen mit den Blättern über die Erde geschoben. Bei der Reife sind die Kapseln angeschwollen und braun. Die kleinen schwarzbraunen Samen besitzen ein klebriges und nahrhaftes Anhängsel, das die Verbreitung durch Ameisen sichert.

Die Herbstzeitlose: Schön aber auch giftig

Die Herbstzeitlose ist eine mehrjährige Pflanze und überwintert als ausdauernde Zwiebel tief im Boden. Bauern sehen es gar nicht gern, wenn diese schönen Blumen in ihren Wiesen sind. Die Blätter und die Fruchtkapsel sind nämlich nicht nur für den Menschen, sondern auch für viele Tiere wie Rinder, Schafe und Pferde sehr giftig.

Bei den Herbstzeitlosen sieht man nie Blätter und Blüten gleichzeitig. Während die Blüten leicht zu erkennen sind, trifft dies aber nicht bei den Blättern zu.

Die Herbstzeitlose wird in der Homöopathie und bei verschriebenen Medikamenten als sehr wirksames Heilmittel verwendet, das besonders bei Gichtanfällen hilft.

Die Herbstzeitlose wird auch als Ankünderin des Winters bezeichnet. Andere Namen für diese markante Pflanze sind Giftkrokus, Teufelswurz, Giftblume, Herbstlilie und Wildsafran.

Über unseren Gartenexperten: In drei Jahrzehnten als Kreisfachberater für Gartenbau in Lichtenfels hat Jupp Schröder mit fast jedem Gartenproblem schon einmal zu tun gehabt. Sein Lebensmotto lautet auch heute noch: "Wenn man die nötige Geduld aufbringt, stellt sich der Erfolg von selber ein".

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