Bamberg
Gartentipps

Regenwurm-Futter und Nistmaterial für Vögel: Wie Sie Tieren im Garten helfen können

Egal ob Vögel, Igel oder Insekten: Die Tier- und Insektenwelt leidet unter unseren immer schlichter werdenden Gärten mit Einheitsrasen, in denen blühende Pflanzen oder verwilderte Ecken zur Seltenheit werden. Dabei ist es so einfach, die Tiere zu unterstützen und ihr Überleben zu sichern.
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Vögel beim Nestbau zu unterstützen ist nicht nur wichtig -  sondern auch ganz einfach.  Symbolfoto: Free-Photos/pixabay.com
Vögel beim Nestbau zu unterstützen ist nicht nur wichtig - sondern auch ganz einfach. Symbolfoto: Free-Photos/pixabay.com

Um nützlichen Tieren im Garten das Leben zu erleichtern, sind nur wenige Handgriffe nötig. InFranken.de hat Tipps zusammengestellt, mit denen Sie es schaffen, dass sich Regenwurm, Biene und Igel wohl fühlen.

Regenwurm - Der Freund des Gärtners

Der Regenwurm ist nützlicher als man zuerst zunächst annimmt: Er kann in einer Nacht bis zu 20 Laubblätter in seine Gänge ziehen. Dort werden sie zuerst an die Wände geklebt, um sie im Boden anrotten zu lassen. Erst nach diesem Prozess können sie verspeist werden.

Mit seinem nährstoffreichen Kot düngt der Regenwurm den Garten. So wird auch die Humusversorgung des Bodens aufrechterhalten und unter anderem Stickstoff, Phosphor und Kali als Verdauungsprodukte eingebracht. Der Regenwurmkot düngt besser als die gleiche Menge Kompost.

Eine nicht weniger wichtige Tätigkeit des Regenwurmes in die Durchlüftung des Bodens durch die Fraßgänge, die bis zu zwei Meter tief gehen können. In diesem weitverzweigten Röhrensystem haben es die Pflanzenwurzeln viel leichter sich auszubreiten und auch tiefere Region zu erobern. Außerdem kann Staunässe im Boden verhindert werden, da das überschüssige Wasser in den Gängen der Regenwürmer schneller nach unten abwandern kann.

Ein Gärtner, der sich den Regenwurm zum Freund macht, erspart sich viel Arbeit und zusätzlichen Dünger. Um den Regenwurm im Boden laufend zu füttern, sollten organische Stoffe am besten einfach im Garten bleiben. Das Laubrechen aber unterbricht den Kreislauf der laufenden Fütterung.

Insekten helfen - mit den richtigen Blumen

Einige warme Tage im Frühling haben dazu geführt, dass die Natur erwacht ist. So konnten die Bienen schon ihren Reinigungsflug erledigen. Sie sammelten Nektar und Pollen aus den Blüten von Winterlingen, Schneeglöckchen und Krokussen. So ist die Natur perfekt aufeinander abgestimmt.

Vielen ist dabei gar nicht bewusst, dass auch jeder Gartenbesitzer einen nicht unbedeutenden Beitrag zum effektiven Artenschutz leisten kann. Auf jedem Grundstück, das giftfrei gehalten wird, und sei es noch so klein, lassen sich abwechslungsreiche Lebensräume schaffen. Dadurch entstehen vernetzte Ökozellen und Trittsteinbiotope, die zu Oasen für geschützte Arten werden können.

Überlebenshilfen jeglicher Art sind besonders für Wildbienen wichtig. Denn in der immer mehr intensiv genutzten freien Landschaft gibt es für diese kaum mehr Existenzmöglichkeiten für sie.

Es kann schon helfen, viele "ungefüllte Blüten" im Garten zu dulden. Denn die extra gezüchteten "gefüllten Blüten" mit einer vermehrten Anzahl an Blütenblättern haben für Insekten keinen Wert, weil sie nicht mehr an die Staubblätter rankommen. Laut der Deutschen Umwelthilfe eignen sich zum Beispiel Salbei, Fetthenne, Hauswurz, Rittersporn oder Fingerhut für den Garten.

Sie brauchen noch die richtigen Blumen für Ihren Garten? Schauen Sie doch mal hier*

Vögel beim Nestbau unterstützen

Die ersten Anzeichen der erwachenden Natur sind die leuchtenden Krokusse und das Zwitschern der Vögel. Diese haben teilweise schon mit dem Nestbau begonnen. In ausgeräumten Gärten finden unsere gefiederten Freunde leider oft kein geeignetes Nistmaterial. Aufgehängte Bündel mit Schafwolle, Federn, trockenen Grashalmen, Hunde-, Pferde- und Katzenhaaren, die beim Ausbürsten anfallen, können die Not lindern.

Die Nisthilfen können auch einfach auf den Gartenboden gelegt werden. Plastikteile oder Folienstücke müssen aufgeräumt werden, da sie nicht für den Nestbau geeignet sind. Leider werden sie in der Not der Vögel angenommen. Dem Plastik fehlt aber im Nest der wärmende und durchlässige Charakter.

Kröten, Igeln, Vögeln und Co. einen Hort bieten

Ein starker Rückschnitt an Gehölzen regt auch einen starken Austrieb an. Lichtet man jedoch Baum oder Strauch nur behutsam aus, ist der Jahreszuwachs genau richtig. Somit fällt auch die Menge des anfallenden Schnittgutes entsprechend gering aus. Und das bisschen lässt sich selbst in der Ecke eines Reihenhausesgartens noch aufschichten.

Meist ist ein Reisighaufen schon nach wenigen Wochen auf die Hälfte seiner anfänglichen Höhe zusammengesackt. Kröte, Igel, Vögel und Co. sind aber selbst für diesen kleinen Hort der Geborgenheit sehr dankbar.

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