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Gartentipps

Maria Himmelfahrt: Was es mit der Kräuterweihe auf sich hat

Zu dem katholischen Fest Maria Himmelfahrt, werden Kräuterbuschen gebunden, die im Gottesdienst gesegnet werden. Doch was hat es eigentlich damit auf sich? Und welche Kräuter werden gesegnet? Unser Gartenexperte klärt auf.
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Zu Maria Himmelfahrt werden in katholischen Gegenden Kräuter gebunden, die im Gottesdienst gesegnet werden. Bild: nordwood/ unsplash.com
Zu Maria Himmelfahrt werden in katholischen Gegenden Kräuter gebunden, die im Gottesdienst gesegnet werden. Bild: nordwood/ unsplash.com

Zu dem Fest Maria Himmelfahrt am 15. August werden in katholischen Gegenden Bayerns Kräuter gebunden, die in der Kirche nach dem Gottesdienst vom Pfarrer einen Segen bekommen. Dieser alte kirchliche Brauch wird in Oberfranken besonders noch in den Dörfern des Juragebietes gepflegt. In die gebundenen Kräuterbuschen sollen bis zu 32 wichtige Heil- und Gewürzkräuter kommen wie Wegwarte, Rainfarn, Johanniskraut, Getreidearten, Schafgarbe, Klette, Beifuß, Oreganum, Baldrian, Wermut, Kamille, Odermennig, Alant und Eisenkraut. Im Mittelpunkt steht meistens die Königskerze. Um diese herum werden die andren Kräuter von oben stufenweise nach unten gebunden. Nach dem kirchlichen Segen nimmt man die Kräuterbuschen mit nach Hause und stellt sie in den Herrgottswinkel der Stube zum Trocknen. Weihnachten, Silvester und Dreikönig wird in manchen Dörfern immer noch mit den geweihten Kräutern das Haus ausgeräuchert. Früher hat man einige der getrocknete Blumen "zerbröselt" und mengte sie dann an diesen besonderen heiligen Tagen dem Futter bei.

Wann und wie werden Erdbeeren gepflanzt

Die Erdbeeren sollten, damit sie gut einwurzeln, bis Mitte des Monats gepflanzt sein. Das Wachstum wird durch das Verteilen von etwa 3 Liter Reifkompost pro Quadratmeter auf den Boden unterstützt. Beim Zukauf der Jungpflanzen ist auf gute Gesundheit zu achten. Am einfachsten ist es, im Garten jährlich für die Erdbeeren ein Beet neu anzulegen. Um qualitativ hochwertige Früchte zu erhalten, sollte man die Kultur nicht älter als zwei Jahre werden lassen. Erdbeeren sind erst nach vier bis fünf Jahren wieder auf das gleiche Beet zu pflanzen, um den Anreicherungen von speziellen Schadorganismen im Boden entgegen zu wirken. Wenn dann beim Pflanzen zwischen den Erdbeeren auch Knoblauch gesteckt wird, kann man schon im nächsten Frühjahr deren Knollen ernten. Neben dem Nutzen, sollen durch diese Maßnahme Pilzkrankheiten bei den Erdbeeren vermindert werden

Wie wäre es mit der Anlage einer Erdbeerwiese?

Noch vor einigen Jahrzehnten waren Erbeerwiesen ganz groß in Mode. Inzwischen ist es leider ruhig um diese Art des Erdbeeranbaues geworden. Die Sorten, die sich hierfür eignen, sind eine Kreuzung aus der Garten- und der Monatserdbeere. Sie bilden bald eine dichte Pflanzendecke durch starke Ausläufer. Eine besonders robuste und empfehlenswerte Sorte dazu ist Florika. Der Ertrag ist geringer, als bei den üblichen Gartenerdbeersorten. Dafür aber kann eine Erdbeerwiese bis zu acht Jahren verbleiben.

Zwiebel wollen nicht getreten werden

Zwiebeln sollten wirklich erst nach dem völligen Gelbwerden der Laubblätter geerntet werden. Eine zu frühe Entnahme wirkt sich nicht gut auf die Lagerfähigkeit aus. Auch wenn die Bamberger Bürger den Spitznamen Zwiebeltreter haben, ist es nicht richtig, das Zwiebellaub, so wie es früher bei den Bamberger Gärtnern scheinbar üblich war, brachial um zutreten. Das Laub sinkt nämlich bei genügender Reife von selber nach unten. Nach der Entnahme sollten die Zwiebeln noch einige Tage bei trockenem Wetter auf dem Boden liegen bleiben um nachreifen zu können. Dann werden sie gebündelt und mit Schnüren an einem sonnengeschützten und luftigen Ort zum Trocknen aufgehängt. Eingelagert werden die Zwiebeln erst dann, wenn das Laub vor Trockenheit richtig raschelt. Ideal ist ein luftiger, kühler und frostfreier Keller. Auf keinen Fall sind feuchte Erd- oder Felsenkeller zum Einlagern von Zwiebeln geeignet.

Schnittblumen im eigenen Garten

Wie schön ist es, wenn man im Garten seine eigenen Schnittblumen hat. Zu den attraktivsten Pflanzen gehören zurzeit die Zinnien. Sie können bis in den Oktober hinein blühen. Dazu sollte man aber Abgeblühtes regelmäßig entfernen, oder noch besser, die Blumen rechtzeitig für die Vase schneiden. Das fördert die Blühwilligkeit. Zinnien werden geschnitten, wenn die Blüten schon ganz geöffnet sind. Auch andere Schnittblumen wie Löwenmäulchen, Cosmeen und bald auch die Astern sind ständig zu schneiden, damit von unten oder seitlich laufend neue lange Triebe nachwachsen können. Sobald Pflanzen nämlich Samen ansetzen, hört die Blühfreudigkeit auf, da sie dann ihre meiste Kraft für den Nachwuchs, das heißt Samenkörner, einsetzen wollen.

Über unseren Gartenexperten: In drei Jahrzehnten als Kreisfachberater für Gartenbau in Lichtenfels hat Jupp Schröder mit fast jedem Gartenproblem schon einmal zu tun gehabt. Sein Lebensmotto lautet auch heute noch: "Wenn man die nötige Geduld aufbringt, stellt sich der Erfolg von selber ein".

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