Lichtenfels
Pflege

Gartentipps: So geht Blumenpflege im Winter

Die Blumen sind zurzeit auf Kälte eingestellt. Aber zu frühe Wärme im Winter wie heuer und in den letzten Jahren bringt diesen Rhythmus durcheinander.
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Die Blumen sind zurzeit auf Kälte eingestellt. Aber zu frühe Wärme im Winter wie heuer und in den letzten Jahren bringt diesen Rhythmus durcheinander. Foto: Archiv
Die Blumen sind zurzeit auf Kälte eingestellt. Aber zu frühe Wärme im Winter wie heuer und in den letzten Jahren bringt diesen Rhythmus durcheinander. Foto: Archiv
"Gibt es im Februar weiße Wälder, freuen sich darüber Wiesen und Felder", lautet eine alte Bauernregel. Besonders dem Boden im Forst garantiert der Schnee eine gute Winterfeuchte. Die Kälte kann außerdem den Schädlingsbefall der Bäume eindämmen. "Auf harten Winter Zucht, folgt gute Sommerfrucht". "Januar und Februar muss vor Kälte knacken, soll das Korn gut sacken". Diese und viele andere Bauernsprüche betonen, wie gut für die Natur "normale" Winter sind. Die Pflanzen sind jetzt auf Kälte eingestellt. Aber zu frühe Wärme im Winter wie heuer und in den letzten Jahren bringt den Rhythmus durcheinander. Der Neuschnee ist jetzt ideal, um die Frühlingsblüher vor Kälte zu schützen.


Frostnächte ohne Schnee

Nach Frostnächten ohne Schnee liegen zum Bedauern der Hobbygärtner die Blätter und Blüten der krautigen Pflanzen wie erschlafft auf dem Boden. Das Stützgewebe macht nämlich vorübergehend bei starken Frösten schlapp, da zur Erhöhung der Konzentration von gelösten Stoffen in den Zellen Wasser aus dem Stützgewebe entnommen wird. Wenn es dann anschließend wärmer wird, macht die Pflanze aus der Glucose wieder Stärke und verringert damit die Konzentration. Der osmotische Druck sinkt, und die Zellen geben das Wasser an das Stützgewebe zurück. Nach der Frostperiode können sich so Winterlinge und Co. zum Glück wieder aufrichten.


Winterschutz bei Rosen

Der Winterschutz bei Rosen und anderen empfindlichen Ziergehölzen wird erst jetzt wichtig. Die gefährlichste Zeit für die Pflanzen ist normal Ende Februar und Anfang März. Wenn es dann richtig kalt wird, haben die Pflanzen dem Frost immer weniger entgegen zu setzen. Besonders die stärker werdende Sonne in Verbindung mit Nachtfrösten kann die Triebe von empfindlichen Pflanzen wie Rosen oder Brombeeren austrocknen und somit zum Absterben bringen. Eine Beschattung mit Fichtenreisig ist dann angebracht. Sie ist daher kein Kälteschutz, wie oft angenommen wird, sondern ein Sonnenschutz.

Wintergrüne Kräuter im Garten wie Petersilie, Salbei, Thymian, Bibernelle und Rosmarin können auch jetzt frische Blätter liefern. Grundsätzlich sollten aber Pflanzen im gefrorenen Zustand nicht bewegt oder zum Verarbeiten geerntet werden. Auch setzen Zimmerpflanzen keinen Dünger um. Dazu brauchen sie noch mehr Licht. Das Düngen sollte überhaupt in den Herbst und Wintermonaten tabu sein. Erst ab März kann man wieder an eine vorsichtige Düngergabe denken.


Blumen erheitern die Stimmung

Besonders jetzt im Winter ist es wichtig, etwas Blühendes in der Wohnung zu haben. Die Stimmung wird beim Anblick von Blumen gleich aufgehellt. Auch der Duft der Blüten wirkt wohltuend. Man sollte deshalb nicht nur zum Valentinstag Blumen schenken. Wie alle Pflanzen, vertragen auch Schnittblumen keine Zugluft und pralle Sonne. Am Tage sollen sie nicht zu warm stehen und nachts leicht kühl. Schalen mit Frühlingsblühern wie Hyazinthen, Ranunkeln, Primeln und kleine Osterglocken lässt man am besten vor der Haustüre oder auf dem Balkon stehen. Nur an sehr frostigen Tagen ist notwendig, sie vorübergehend in den kühlen Hausflur stellen.
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