Franken
Garten To-Do

Gartencheck: Stauden im Herbst und Winter

Herbst und Winter stehen vor der Tür und die Staudenbeete im Garten müssen gepflegt und vorbereitet werden. Gartenexperte Johann Strobler erklärt was Sie vor Wintereinbruch erledigen sollten.
Artikel drucken Artikel einbetten
Das Staudenbeet für den Winter vorbereiten. Johann Strobler vom Bamberger Staudengarten erklärt wie es geht. Foto: infranken.de/Redaktion
Das Staudenbeet für den Winter vorbereiten. Johann Strobler vom Bamberger Staudengarten erklärt wie es geht. Foto: infranken.de/Redaktion

Die kühle Jahreszeit steht vor der Tür und der Garten muss gepflegt und vorbereitet werden, damit er im nächsten Frühling wieder zu blühen und zu wachsen beginnt.

Mit dem Rückschnitt bis zum nächsten Jahr warten

Anders als früher vermutet, sollte vor dem Winter kein Rückschnitt an den Pflanzen im Staudenbeet mehr vorgenommen werden. "Das Herz der Pflanze sitzt über der Erde und ein beliebter Fehler ist es, bei einem radikalen Schnitt die Pflanze nachhaltig zu schädigen" erklärt Johann Strobler vom Bamberger Staudengarten. Der letzte Rückschnitt ist bis maximal Ende August möglich.

Dünger sollte ebenfalls vermieden werden. Am besten ist es, die Stauden vor dem Herbst bis Ende Juni nochmals zu düngen.

Beete vor dem Frost von Unkraut entfernen

Die Beete sollten vor dem ersten Frost von Unkraut entfernt werden. Heruntergefallenes Laub eignet sich bestens für den natürlichen Frostschutz. Dabei jedoch darauf achten, dass gerbsäurehaltige Blätter wie von Eiche und Kastanie abgesammelt werden, da diese toxisch wirken können. Auch die Blätter von Walnüssen sollten abgesammelt werden, da diese sich wie eine Folie über den Boden legen, und der Boden quasi erstickt.

Bestens geeignet sind lose Buchenblätter.

Lange Gräser vor Fäule schützen

Auch an den Nässeschutz sollte gedacht werden. Lange Gräser wie Pampasgras sollten zusammengebunden werden damit kein Wasser und damit die Fäule in die Pflanze eindringen kann.

Jetzt Pflanzenzwiebeln fürs nächste Frühjahr stecken

Bis Ende Oktober gilt es die Pflanzenzwiebeln fürs nächste Frühjahr in den Boden zu bekommen. Im Oktober ist für die Zwiebeln der beste Zeitpunkt um anzuwurzeln.

Große Pflanzen, wie zum Beispiel Kugelgras sollten mit dem nötigen großzügigen Abstand von etwas 40-50 cm in die Erde gebracht werden. Und eher einzeln als in Gruppen gesetzt werden.

Die Zwiebeln kleinerer Pflanzen verteilt man idealerweise im Zick-Zack mit einem Abstand von etwa 20 cm.

Um die perfekte Tiefe für die Pflanzen festzulegen gilt: Doppelte Wurzelgröße. Das heißt, circa 6 cm Durchmesser, mindestens aber 10-12 cm unter die Erde mit der Wurzelspitze.

Wer im nächsten Frühling eine frühe Blüte wünscht ist mit Zwiebeln von Gebirgspflanzen bestens beraten. Diese Pflanzen haben in ihrem Heimatland meist wenig Zeit für Blüte und bringen ihre Blüte deshalb umso früher.

Lesen Sie außerdem: Einen reifen Kürbis erkennen und richtig ernten: So funktioniert's!

Über unseren Gartenexperten: Johann Strobler vom Bamberger Staudengarten. Stauden sind für ihn Beruf und Leidenschaft. Der Gartenbautechniker, Fachrichtung Stauden, kultiviert mit seinem Mitarbeiterteam ein Sortiment von mehr als 2800 winterharten Stauden, Gräsern, Kräutern, Farnen und Wasserpflanzen.

Verwandte Artikel

Für diesen Artikel wurde die Kommentarfunktion deaktiviert.