Lichtenfels
Tiere

Erschreckend: Deshalb geht es einer Biene heutzutage in der Stadt besser als auf dem Land

Stirbt eine Pflanze aus, geht es auch den Tieren schlecht. Besonders gefährdet sind deshalb die, die nur von einer Art abhängig sind, wie das bei etwa einem Drittel der 500 Wildbienenarten bei uns der Fall ist.
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Wenn laufend der Rasen gemäht wird, haben die gefährdeten Insekten immer weniger Chancen zum überleben Symbolbild: Harald Koch
Wenn laufend der Rasen gemäht wird, haben die gefährdeten Insekten immer weniger Chancen zum überleben Symbolbild: Harald Koch
Je mehr man einen Rasen abmagert, das heißt, ihn nicht mehr düngt, umso wertvoller wird er für die Natur. Besonders lebensnotwendig sind bunte Flächen mit blühenden Kräutern wie Gänseblümchen, Gundermann, Schlüsselblumen und Ehrenpreis für Honigbienen. Um deren Gesundheit ist es aber zurzeit nicht aufs Beste bestellt. Einige Imker melden schon große Ausfälle.

Auch anderen Insekten, die auf Nektar und Pollen als Nahrung angewiesen sind, geht es nicht viel besser. Alle Arten erfüllen aber im Ökosystem eine sehr wichtige Rolle. Von jeder einzelnen Pflanzenart hängen 12 bis 15 Tierarten ab. Stirbt eine Pflanze aus, geht es auch diesen Tieren schlecht. Besonders gefährdet sind deshalb die, die nur von einer Art abhängig sind, wie das bei etwa einem Drittel der 500 Wildbienenarten bei uns der Fall ist. Die Rote Liste ist darum schon erschreckend lang.

Wenn dazu noch laufend der Rasen gemäht wird, haben die gefährdeten Insekten immer weniger Chancen zum überleben. Auf den Feldern, die mit Herbiziden gespritzten werden und auf Wiesen mit starkem Düngereinsatz finden Wildbienen und Co. meistens ohnehin kaum noch etwas. So kommt es paradoxerweise dazu, dass es heute einer Biene in der Stadt besser geht, als auf dem Lande. Jeder Hobbygärtner hat aber die Möglichkeit, der Natur mit einer Vielfalt im Garten die Hand zu reichen und die Not ein wenig zu lindern.


Wespen vorzeitig verscheuchen

Falls an einer unerwünschten Stelle am Haus oder Terrasse jetzt schon ein überwintertes Westenweibchen anfängt, als zukünftige Königin einen Staat zu gründen, kann diese einfach mit Zitronenspritzer vergrault werden. Der Geruch veranlasst das oft lästige Insekt zu einer Umsiedlung. Wespen können aber zu einem biologischen Gleichgewicht im Garten beitragen.


Das sollte man im Gemüsegarten beachten

Jetzt sollte man den Boden im Gemüsegarten so wenig wie möglich bewegen. Die groben Erdschollen sind lediglich mit einem Krail oder Rechen glatt zu ebnen. Zum Ausbringen des Samens werden je nach Gemüseart etwa zwei Zentimeter tiefe Rillen gezogen. In diese wird der Samen eingestreut, den man anschließend mit einer Rolle oder dem Rücken einer Rübenhacke angedrückt wird.

Das Andrücken sorgt für einen guten Bodenkontakt der Samenkörner. Dadurch kann das Saatgut Feuchtigkeit aus dem Boden holen, ohne, dass bei genügender Erdfeuchte angegossen werden muss. Gerade bei Lehmboden wird so eine unnötige Verkrustung vermieden. Anschließend werden die Rillen, und somit das Saatgut, von der Seite her leicht mit lockere Erde überdeckt. Besonders gut gedeihen die Gemüsepflanzen wenn vor der Aussaat leichte Erddämme angelegt wurden. Das ist besonders bei einem schweren Boden vorteilhaft, da sich dieser dann besser erwärmen kann. Die Aussaat oder Pflanzungen erfolgen dann natürlich auf der Dammkrone.
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