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Gartentipps

Rosen im Kübel: Insektenfreundliche Gestaltung mit Begleitstauden

Rosen kann man nur im Garten haben? Stimmt nicht! Rosen lassen sich auch bestens auf einem Balkon oder einer Terrasse züchten. Welche Sorte dafür geeignet ist und was man für die ideale Rosenpflege benötigt erklärt Gartenexpertin Sigrun Hannemann.
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Insektenfreundliche Wildrosen haben leider einen sehr starken Wuchs und sie blühen nur einmal. Foto: Sigrun Hannemann
Insektenfreundliche Wildrosen haben leider einen sehr starken Wuchs und sie blühen nur einmal. Foto: Sigrun Hannemann

Balkons und Terrassen, die nach Süden ausgerichtet sind, eignen sich sehr gut als Standort für Rosen.

Inzwischen gibt es eine enorme Fülle bei den Wuchs- und Blütenformen und eine große Auswahl an Blütenfarben. Achten Sie beim Kauf auf robuste Rosensorten, damit sie lange Freude an der Königin der Blumen haben. Eine wunderbare Ergänzung ergibt sich aus insektenfreundlichen mehrjährigen Stauden oder Kräutern.

Lage des Balkons: Der richtigen Standort für Rosen

Rosen sind Sonnenkinder und möchten einen nach Süden oder Südwesten ausgerichteten Standort, da sie im Schatten nicht blühen. Daher eignen sich als Begleitstauden mediterrane Kräuter oder Stauden, die einen sonnigen Standort bevorzugen. Dabei ist regelmäßiges Gießen sehr wichtig, damit das Substrat nicht austrocknet. .

Pflanzgefäß: Den richtigen Kübel und die passende Erde verwenden

Um eine Rose mehrere Jahre im selben Kübel wachsen zu lassen, sollte er ausreichend groß sein. Bewährt haben sich Töpfe mit einem Volumen von 50 bis 70 Litern Fassungsvermögen, da Rosen sehr tief wurzeln. Ein spezieller Rosenkübel ist aber nicht notwendig, da diese meist zu schmal sind. Je mehr Erde im Kübel ist, um so weniger muss man gießen. Schmale Balkonkästen sind nicht geeignet und sollten lieber mit passenden Begleitstauden bepflanzt werden. Kunstoffkübel sind leichter als Tonkübel und auch bei der Überwinterung von Vorteil. Verwenden Sie möglichst eine torffreie Erde, die für die dauerhafte Kübelbepflanzung geeignet ist. Das Pflanzgefäß muss über einen guten Wasserabzug verfügen und es sollte nie Wasser im Untersetzer stehen, da Staunässe nicht vertragen wird.

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Rosenpflege: Keine Angst vor der Schere

Im Juli haben die meisten Rosen ihren ersten Flor gezeigt und brauchen nun etwas mehr Pflege. Scheuen sie sich nicht, verblühtes regelmäßig abzuschneiden, damit die Kraft nicht in die Bildung der Hagebutten geht. Einige Rosensorten, vor allem die modernen Züchtungen, blühen ein zweites mal, wenn man sie gut zurück schneidet und nochmal düngt. Rosen im Kübel kann man gut mit einem flüssigen organischen Rosendünger versorgen.

Rosensorten: die richtige Auswahl für den Balkon

Insektenfreundliche Wildrosen haben leider einen sehr starken Wuchs und sie blühen nur einmal. Für die Kübelbepflanzung eignen sich daher besser Kleinstrauchrosen, und Beetrosen, da sie meistens mehrfach blühen. Auch Kletterrosen sind geeignet, wenn es kleinbleibende Sorten sind. Inzwischen gibt es in den Gärtnereien und Baumschulen eine sehr große Auswahl an ADR-Rosen, die wenig krankheitsanfällig sind. Viele Rosensorten sind den Wildrosen sehr ähnlich und mit offenen Blüten gezüchtet worden. Einigen Rosen sieht man es nicht gleich an, dass sie beim Abblühen ihre Staubgefäße frei legen und Pollen für Bienen spenden. Bei der LWG (Landesanstalt für Weinbau und Gartenbau) Veitshöchheim können Sie sich über besonders bienenfreundliche Rosen informieren. www.lwg.bayern.de

Begleitsauden: Diese Blumen eignen sich als Rosenbegleiter

Während Rosen nicht dauerhaft blühen, kann man mit den passenden Begleitstauden die Blühphasen auf Balkon oder Terrasse verlängern. Rosen und Lavendel gelten zwar als das Traumpaar im Garten, haben aber sehr unterschiedliche Standortansprüche. Bei Pflanzung der Stauden in separate Töpfe oder in Balkonkästen ist das kein Thema. Tolle Rosenbegleiter sind neben mediterranen Kräutern auch Garten-Salbei, Duftnessel, Katzenminze, Bergminze, Ziest, Frauenmantel, Ehrenpreis und Glockenblumen. Am Fuß von Hochstammrosen kann man nicht so stark wüchsige Pflanzen als Bodendecker mit in den Kübel setzen. Dann sollten diese möglichst die gleichen Ansprüche wie die Rose haben. Sehr gut passen Polsterglockenblumen, Skabiosen, Gundermann oder der Storchschnabel Geranium Rozanne, ein Dauerblüher.

Überwinterung: mehrjährige Bepflanzung der Rosenkübel

Rosen sind winterharte Gehölze, die trotzdem vor längeren Frostperioden geschützt werden sollten, um das Durchfrieren der Töpfe zu verhindern. Schieben Sie die Rosen möglichst aus der vollen Sonne und auf eine isolierende Unterlage, wie z.B. ein Holzbrett. Wickeln Sie um die Kübel Jute, Vlies oder Schafwollmatten. Gut geeignet sind auch größere Bambus- oder Schilfmatten, die man um die Kübel wickeln kann. Bei einer länger anhaltenden Frostperiode kann selbst ein gut eingepacktes Gefäß durchfrieren. Versuchen Sie dann möglichst, die Rose in einen frostfreien Raum zu schieben.

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Sigrun Hannemann vom Bergblumengarten mit dem Fokus auf naturnahes Gärtnern. Frau Hannemann ist Gartenbloggerin und schreibt auf ihrem Blog und im Hortus-Netzwerk.de über ökologisches und insektenfreundliches Gärtnern. Für den Naturgartenverein e.V. testet sie Gärten zum Verleih der deutschen Plakette "Natur im Garten".

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