Laden...
Bamberg
Tipps & Tricks im Garten

Raus aus dem Winterquartier: Was Kübelpflanzen jetzt brauchen

Es ist soweit: Kübelpflanzen wie Zitrone, Oleander oder Feige können aus dem Winterquartier geholt werden. Das Ehepaar Böhmer bietet in ihrer Gärtnerei Hohe in Bamberg jedes Jahr einen Rundumservice für kälteempfindliche Kübelpflanzen an. Sie erklären uns, worauf es beim Auszug aus dem Winterquartier jetzt ankommt.
Artikel drucken Artikel einbetten
Die Gärtnerei Hohe bietet empfindlichen Kübelpflanzen ein optimales Winterquartier. Nun ist es an der Zeit, dass die Pflanzen nach Hause zurückkehren und den Sommer genießen. Bild: Gärtnerei Hohe
Die Gärtnerei Hohe bietet empfindlichen Kübelpflanzen ein optimales Winterquartier. Nun ist es an der Zeit, dass die Pflanzen nach Hause zurückkehren und den Sommer genießen. Bild: Gärtnerei Hohe
Kostenfreie Garten-App
Jetzt installieren
Tipps für Garten & Balkon lesen!

Umtopfen und die richtige Erde

Nach einem Zeitraum von zwei oder drei Jahren ist die Erde im Topf verbraucht und meist sehr dicht mit Wurzelwerk durchwachsen. Beim Umtopfen sollte vor allem die obere Schicht des Topfballens entfernt und entsorgt werden. Hier haben sich über einen längeren Zeitraum so genannte Ballaststoffe wie Kochsalz oder nicht genutzte Nährstoffe und Mineralien, die für die Pflanzen äußerst schädlich sind, angesammelt. Gärtnermeister Georg Böhmer rät, die Pflanzen nach der Winterpause mit frischer nährstoffreicher Erde zu versorgen. Oftmals sollten die Wurzeln zudem teilweise abgestochen werden, oder es ist ein größerer Topf nötig. So haben die exotischen und mediterranen Kübelpflanzen die optimalen Bedingungen für einen kräftigen Wuchs.

"Am besten verwendet man dafür Gärtnersubstrat. Dieses ist torfhaltig, beinhaltet bereits Langzeitdünger, sowie Tongemische für die optimale Feuchtigkeitsspeicherung" rät Georg Böhmer. Ein Langzeitdünger in der Erde gewährleistet eine kontinuierliche Freigabe von Nährstoffen, über einen Zeitraum von etwa vier bis fünf Monaten. Pflanzen wie Oleander, Engelstrompete und Wandelröschen sind besonders nährstoffhungrig und benötigen zusätzlich eine extra Portion Dünger um ihre Pracht entfalten zu können.

Einen besonderen Dünger verlangen die beliebten Zitrusarten. Bei Kumquat oder Zitrone ist ein eisenhaltiger und saurer Dünger erforderlich, um gelbe Blätter zu vermeiden.

Der Topf muss passen

Zudem ist es wichtig, die richtige Topfgröße und Form für seine Pflanze zu wählen. "Töpfe, die nach untenhin immer schmäler werden sind zwar schön, aber in der Regel eher unpraktisch" erklärt Christa Böhmer. "Gerade Pflanzen wie der Oleander bekommen eine kräftige Krone und sollten daher in ihrem Topf den nötigen Halt finden. Bei stärkerem Wind fallen sie ansonsten schnell mal um".

Da Staunässe bei allen Pflanzen zum Absterben der Wurzeln führt, sollte man beim Umtopfen bereits an vorbeugende Maßnahmen denken. Grundsätzlich sind bei allen Gefäßen Löcher unten im Topf erforderlich. Sie ermöglichen, dass überflüssiges Wasser vom Gießen ablaufen kann. Aber auch eine Schicht von fünf bis zehn Zentimeter Blähton oder einfacher grober Kies sorgt für eine effektive Dränage und verhindert somit, dass sich Gießwasser unten im Topf staut.

Ein Farbenmeer für Balkon & Garten: Dauerblüher Geranie

Vorsicht vor Sonnenbrand

Meist wird der Hobbygärtner durch einen sonnigen Tag im Frühling animiert, seine Balkon- und Terrassenschätze aus dem Winterquartier zu holen. Man sollte jedoch bedenken, dass sie sich erst wieder an den neuen sonnigeren Standort gewöhnen müssen. "Am besten stellt man die Pflanze in der ersten Woche, an einen Ort ohne direkte Sonne, sonst entstehen schnell unschöne Brandflecken auf den Blättern" erklärt Gärtnermeister Georg Böhmer. Besonders empfindlich reagieren Hibiskus, Wandelröschen, Fuchsien oder Engelstrompete, da sie weiches Laub besitzen. Aber auch die hart gesottenen Sonnenanbeter wie Oleander, Palmen oder Kakteen erleiden vor allem an ihren frischen Trieben schnell Schäden.

Georg & Christa Böhmer führen die Gärtnerei Hohe in Bamberg in der 3. Generation. Ihr Spezialgebiet ist der Grabpflegeservice: Von Grabanlage und Grabpflege, bis hin zur Vorsorge für die Ruhestätte, kommt bei Ihnen alles aus einer Hand. Um die beste gärtnerische Qualität zu sichern, stammen die meisten Pflanzen aus eigenem Anbau.

 

Verwandte Artikel