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Zimmerpflanzen

Pflegeleichte Zimmerpflanzen: Empfehlungen für Anfänger

Zimmerpflanzen haben oft besondere Ansprüche an den Standort oder das richtige Gießen. Einige Sorten sind jedoch so anspruchslos, dass sie nicht jeden Pflegefehler gleich übel nehmen und damit ideal für ungeübte Zimmergärtner geeignet sind.
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Neues Jahr, neues Glück mit dem Grünen Daumen? Wir zeigen ihnen eine Auswahl an pflegeleichten Zimmerpflanzen. Foto: Huy Phan/ pexels.com
Neues Jahr, neues Glück mit dem Grünen Daumen? Wir zeigen ihnen eine Auswahl an pflegeleichten Zimmerpflanzen. Foto: Huy Phan/ pexels.com

Efeutute

Die Efeutute (Epipremnum aureum) ist eine sehr beliebte Kletter- und Blattschmuckpflanze, deren Pflege recht unkompliziert gelingt. Ihre Triebe können als Ampelpflanze nach unten hängen, an einem Pflanzstab nach oben wachsen oder eine Wand begrünen. Im Laufe der Zeit kann sie sehr lange Triebe bis zu drei Meter und mehr entwickeln. Die Efeutute steht am liebsten an einem hellen bis halbschattigen Platz ohne direkte Sonne. Es wird so viel gegossen, dass das Substrat immer leicht feucht bleibt. Staunässe sollte vermieden werden.

Grünlilie

Mit der Grünlilie kann man nicht viel falsch machen, denn sie wächst sowohl im Schatten, als auch in der Sonne, verträgt einen warmen oder kühlen Standort und nimmt es nicht gleich übel, wenn man sie mal vergisst, zu gießen, da die dicken Wurzeln Wasser speichern können. Staunässe führt daher auch zu Fäulnis und sollte vermieden werden. Nach längerer Trockenperiode taucht man die Pflanze am besten in einen Eimer mit Wasser und lässt die Pflanze danach gut abtropfen. Am dekorativsten wächst die Grünlilie hängend als Ampelpflanze, da die Ableger dann am besten zur Geltung kommen. Steht die Pflanze zu dunkel, verschwinden die hellen Streifen in der Blattmitte.

Drachenbaum

Eine anspruchslose Zimmerpflanze ist auch der Drachenbaum (Dracaena), der mit seinem palmenartigen Wuchs sehr dekorativ aussieht. Die schmalen Blätter sind gestreift und je nach Sorte manchmal am Rand etwas rötlich gefärbt. Da der Drachenbaum ursprünglich aus tropischen und subtropischen Regionen stammt, benötigt er einen warmen Standort und konstante Wassergaben, damit die Erde immer gleichbleibend leicht feucht bleibt. Nur Staunässe wird gar nicht vertragen. Regelmäßiges Umtopfen ist von Vorteil, da der Topf schnell zu klein wird. Gedüngt wird nur während der Wachstumsphase von März bis September. Idealer Standort ist ein Ost- oder Westfenster. Damit der Drachenbaum gerade wächst, empfiehlt sich ein gelegentliches Drehen des Topfes.

Geldbaum

Genügsam und pflegeleicht ist der Geldbaum (Crassula ovata), der zu den Dickblattgewächsen zählt und ursprünglich aus Südafrika stammt. Er ist unter den verschiedensten Namen bekannt, wie Affenbrotbaum, Glücksbaum oder Pfennigbaum. Der Geldbaum verfügt als sukkulentes Gewächs über die Fähigkeit, viel Wasser in den Blättern zu speichern und nimmt es nicht übel, wenn man das Gießen mal vergisst. Zu viel Wasser wird dagegen nicht gut vertragen. Ideal ist ein heller Standort mit viel direktem Sonnenlicht bzw. ein Südfenster. Im Winter kann der Geldbaum kühler stehen, da er eine Ruhepause einlegt. Bei niedrigen Temperaturen wird nur noch sparsam gegossen, dass die Erde nicht vollständig austrocknet. Gedüngt wird während der Wachstumsphase mit Kakteendünger. Im Frühjahr können zu lang gewordene, überhängende Triebe geschnitten werden.

Yuccapalme

Unkompliziert in der Pflege ist auch die Yucca oder Palmlilie, die so wenig Wasser benötigt, dass sie längere Abwesenheit nicht übel nimmt und damit die ideale "Studentenpflanze" ist. Auch trockene Raumluft ist kein Problem für die Yucca. In der Wachstumsphase gießt man nur einmal wöchentlich etwas mehr, ohne dass das Wasser im Untersetzer stehen bleibt, da die Pflanze viel Wasser auf Vorrat speichern kann. Im Winter reicht es bei einem kühleren Standort sogar aus, einmal monatlich zu gießen. Die Yucca steht gerne hell und sonnig und kann im Sommer nach draußen auf den Balkon oder die Terrasse gestellt werden. Da diese Pflanze langsam wächst, ist ein Umtopfen nur aller paar Jahre erforderlich bzw. wenn die Wurzeln aus dem Topf heraus wachsen.

Sigrun Hannemann vom Bergblumengarten mit dem Fokus auf naturnahes Gärtnern. Frau Hannemann ist Gartenbloggerin und schreibt auf ihrem Blog und im Hortus-Netzwerk.de über ökologisches und insektenfreundliches Gärtnern. Für den Naturgartenverein e.V. testet sie Gärten zum Verleih der deutschen Plakette "Natur im Garten".

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