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Orchideen richtig pflegen: 8 Tipps für eine prachtvolle Blüte

Orchideen sind als Zimmerpflanzen sehr beliebt. Mit ihrer prächtigen Blüte und ihrem zarten Erscheinungsbild verzaubert Sie fast jeden Pflanzenliebhaber. Allerdings gilt sie als besonders anspruchsvoll. Wer sich unsere acht Pflegetipps zu Herzen nimmt, wird in Windeseile auch in den Genuss einer prachtvollen Orchidee kommen.
 
Orchideen pflegen: mit diesen 8 Pflegetipps gelingt die Kultivierung
Foto: Artem Beliakin

Die Orchidee wird häufig auch als Königin der Blumen bezeichnet. Sie kommt ursprünglich aus tropische und subtropischen Gebieten. In ihrem natürlichen Umfeld findet man Orchideen gerne auf Bäumen. Sie sind aber keine Schmarotzer, denn sie leben von Regenwasser und allen Mineralien und Nährstoffen, die sich auf der Baumrinde befinden. 
Kaum zu glauben, aber die Orchideen bilden die zweitgrößte Pflanzengruppe der Welt.

Unter ihnen gibt es eine Vielzahl von unterschiedlichen und facettenreichen Blüte- und Wuchsformen. Daher ist das exotische Gewächse zu einer der beliebtesten Zimmerpflanzen geworden. Trotzdem schrecken viele Pflanzenliebhaber von den der Königsdisziplin Orchidee zurück. Orchideen haben den Ruf weg, anspruchsvoll zu pflegen zu sein. Aber mit ein paar simplen Pflegetipps, findet auch ein Pflanzenanfänger Freude an dem Blütenwunder. 

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#1 Beim Kauf der Orchidee auf ihre Qualität achten!

Schon der Kauf einer Orchidee kann darüber entscheiden, ob sie gut zu kultivieren ist oder nicht. Wer sich schon eine kranke oder angeschlagene Orchidee zulegt, hat kaum eine Chance sie wieder zu aufzupäppeln. Doch woran erkennen Sie eine gesunde Orchidee? Der Clou liegt hier im Wurzelwerk.

Eine gesunde Orchidee hat feste Wurzeln, das entweder weiß oder grün sind. Hat das Wurzelwerk jedoch eine braune oder schwarze Farbe und zeigt eine feuchte oder sogar schleimige Konsistenz auf, sollten Sie die Orchidee lieber stehen lassen. 

#2 Die richtigen Standortbedingungen!

In ihrem natürlichen Umfeld siedeln sich Orchideen in Bäumen an – besonders in Baumkronen. Hier sind sie vor zu starker Sonneneinstrahlung geschützt. Und genau das sollten Sie bei der Standortwahl für Ihre Orchidee beachten. Fensterplätze sind häufig ungeeignet. Wählen Sie lieber einen Platz, der eine mäßige Sonneneinstrahlung zulässt. Zusätzlich verträgt die Orchidee keine Zugluft. Auch im Winter sollten Sie auf die richtige Luftfeuchtigkeit achten und das exotische Gewächs von Heizungen oder Öfen fernhalten. 

In Fachkreisen wird diskutiert, wie gut Orchideen auf Standortwechsel reagieren. Normalerweise bleiben sie angewachsen an einem Baum. Doch durch die Kultivierung im Topf ist ihr Standort nicht festgenagelt. Ein regelmäßiger Standortwechsel kann der Orchidee unter stetig angemessenen Standortbedingungen guttun und die Blüte fördern. 

#3 Nicht so viel Gießen! 

Um das Gießen von Orchideen gibt es viele Mythen und viel Unsicherheit. Aber eigentlich muss man sich nur zwei Sachen merken: lieber weniger Wasser, als mehr und nur den Wurzelballen bewässern. Wer mit diesen beiden Faustregeln fährt, hat schon viel getan. Zu viel Wasser kann zu Staunässe führen, was häufig zur Fäulnis der Wurzeln führt. Gießen Sie erst dann, wenn das Wurzelwerk und das Substrat herum wieder trocken sind. 

Es gibt aber noch weitere Optimierungen, wenn es ums Gießen geht. Verwenden Sie weiches Wasser! Gefiltertes Wasser oder einfaches Regenwasser zeigt sich in der Farbe und Größe der Blüte wieder. Orchideen vertragen am besten Wasser in Zimmertemperatur und der beste Gießzeitpunkt ist morgens. 

Wie Sie die Orchidee gießen, können Sie selbst entscheiden. Es gibt ein paar gängige Methoden, die besonders geeignet sind. Zum einen können Sie die Wurzeln der Orchidee regelmäßig mit einer Sprühflasche besprühen. Auch ein Wasserbad, in dem Sie die Wurzeln der Orchidee tauschen, reicht dem exotischen Gewächs völlig aus. Wer sich die Arbeit nicht erschweren möchte, kann auch eine Gießkanne verwenden. Der Hals der Gießkanne sollte aber schmal sein, dass Sie immer noch kontrollieren können, wie viel Wasser die Orchidee bekommt. 

#4 Nicht zu viel Düngen!

Der meist gemachte Fehler beim Düngen von Orchideen ist die Menge an Dünger. Der Nährstoffbedarf der Pflanze wird oft überschätzt und es wird daraufhin zu viel gedüngt. Es ist trotzdem notwendig die Orchidee regelmäßig mit der richtigen Menge zu düngen. Besonders in ihrer Wachstums- und Blütezeit ist sie sogar drauf angewiesen, da übliches Orchideen-Substrat nährstoffarm ist. Im Winter oder nach dem Düngen können Sie auch ruhig mal den Dünger weglassen. 

Idealerweise düngen Sie die Orchidee alle vier Wochen direkt am Wurzelballen. Welchen Dünger Sie verwenden ist individuell für jede Orchideen-Art zu unterscheiden. Nicht alle Arten haben die gleichen natürlichen Standortbedingungen und sind auf unterschiedliche Nährstoffzusammensetzungen angewiesen. 

Dieser Dünger ist ideal für Orchideenpflanzen!

#5 Regelmäßig Umtopfen! 

Normalerweise sollten Orchideen alle zwei bis drei Jahre umgetopft werden. Sollten sich dennoch vorher neue Triebe und Wurzeln abzeichnen, sollten Sie Ihre Pflanze lieber früher als später umtopfen. Der beste Zeitpunkt ist das Frühjahr, da die Orchidee danach in die Wachstumszeit kommt. Beim Umtopfen sollten Sie folgendermaßen vorgehen:

  1. Entferne Sie vorsichtig den Kunststofftopf. Wenn er nicht abgehen sollten, schneiden Sie ihn lieber auf, als mit Gewalt an den Wurzeln zu ziehen. Sie würden sonst die Wurzeln verletzten.
  2. Lösen Sie nun das Substrat vorsichtig von den Wurzeln
  3. Verwenden Sie nun einen Topf, der Platz für weitere Triebe hergibt.
  4. Befüllen Sie den Topf im unteren Drittel mit Substrat und setzten Sie die Orchidee wieder vorsichtig ein. Füllen Sie dann erst den Rest des Topfes mit Substrat auf.
  5. Warten Sie mit dem Bewässern ein bis zwei Tage nach dem Umtopfen und pausieren Sie das Düngen. 

#6 Nur Schneiden, wenn es notwendig ist!

Es kommt öfter vor, dass die Wurzeln der Orchidee aus dem Topf herausragen. Das mag für viele unansehnlich sein und als Zeichen für einen notwendigen Schnitt gelten. Doch aufgepasst! Orchideen sind sehr empfindliche Gewächse und reagieren schlecht darauf, wenn ihre lebensnotwendigen Wurzeln einfach so abgeschnitten werden. Die übermäßigen Wurzeln sind eher ein Zeichen dafür, dass die Orchidee mehr Platz braucht und bereit zum Umtopfen ist. Beim Umtopfen können Sie dann gerne die ein oder andere vertrocknete oder faule Wurzel mit einer scharfen Schere abschneiden. 

Auch die Triebe der Orchidee können abgeschnitten werden. Nach der Blüte bietet es sich sogar an! Denn mit ein wenig Glück kann aus demselben Trieb mehrmals eine Blüte wachsen. Lassen Sie dafür aber mindesten ein Drittel des Triebes stehen. 

#7 Immer Orchideensubstrat verwenden!

Die Orchidee kann nicht in normaler Erde wachsen. Sie besitzt sogenannte Luftwurzeln, mit denen sie auch Fotosynthese betreiben kann. Verwenden Sie also ausschließlich Orchideen-Substrat, das durch seine grobe Struktur besonders luftdurchlässig ist und sogar Staunässe verhindert. Es besteht je nach Sorte aus Materialien, wie Rinde, Torf und Holzkohle. Durch die organische Zusammensetzung kann es passieren, dass das Substrat verrottet. Ein weiterer Grund, bei Orchideen das Umtopfen nicht zu vergessen. 

Verwenden Sie dieses Substrat für einen perfekten Wuchs!

#8 Die passenden Pflanzgefäße verwenden!

Für Orchideen gibt es spezielle Übertöpfe, die Staunässe verhindern. Sie sind höher und schmaler, meist mit einer von innen eingebauten Stufe, damit sich überschüssiges Wasser am Boden des Topfes sammeln kann, ohne, dass es dabei die Wurzeln berührt. 

Zusätzlich lohnt es sich Übertöpfe und durchsichtige Pflanzgefäße zu wählen. Wie schon erwähnt, haben Orchideen Luftwurzeln, über die die Pflanzen Fotosynthese betreiben. Im durchsichtigen Töpfen erreicht mehr Licht die Wurzeln und die Sauerstoffproduktion gelingt besser. 

Entdecken Sie hier das perfekte Pflanzgefäß!

Beliebte Orchideen-Arten 

Es gibt eine große Vielfalt von Orchideen-Arten, die sich alle durch ihre Wuchs- und Blütenform ausmachen. Ob verschiedene Farben, unterschiedliche Blütengröße oder Anzahl der Blüten, jede Art hat ihre individuellen Merkmale. Wir haben Ihnen eine Liste mit besonders schönen Orchideen-Arten zusammengestellt:

  • Schmetterlings-Orchidee (Phalaenopsis)
  • Antilopen-Orchidee (Dendrobium)
  • Kapuzenorchidee (Cattleya)
  • Stiefmütterchen Orchidee (Miltonia)
  • Frauenschuh-Orchidee (Paphiopedilum)
  •  Kahnlippe (Cymbidium)

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