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Blumen & Pflanzen

Lange Freude an Schnittblumen: Tipps vom Gartenprofi

Frische Blumen im Haus sind einfach schön. Egal ob aus dem eigenen Garten, selbst auf dem Feld geschnitten oder aus dem Blumenladen. Um lange Freude an den Sträußen zu haben hat unser Gartenprofi einige Tipps zusammengestellt.
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Cosmeen lassen ihre Blüten tanzen. Sie eignen sich perfekt für einen schönen Sommerstrauß. Bild: Josef Schröder
Cosmeen lassen ihre Blüten tanzen. Sie eignen sich perfekt für einen schönen Sommerstrauß. Bild: Josef Schröder
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Die Bauerhortensien blühen jetzt in voller Pracht. Sie dürfen im Frühling nicht zurückgeschnitten werden, so wie es oft geschieht. Dann wundern sich die Gartenbesitzer, wenn im Sommer keine Blüte kommt. Diese werden nämlich schon im Vorjahr in Knospen angelegt. Anders ist dies bei Rispenhortensien, die am neuen Holz blühen und deshalb eines Rückschnittes im Frühjahr bedürfen. Das ist auch bei der Waldhortensie Annabell der Fall. Übrigens: Hortensien lieben ähnlich wie Heidelbeeren einen Boden im sauren Bereich. Zuviel Kalk bindet Eisen im Boden. Das führt zum Gelbwerden der Blätter mit noch grünen Blattadern. Halbschatten Kaffeesatz

Schmuckkörbchen für Leichtigkeit im Garten

Die wunderschönen pastellfarbenen Blüten und die fein gefiederten Blätter der Cosmeen, die auch Schmuckkörbchen genannt werden, verleihen jedem Garten eine besondere Leichtigkeit. Diese unkomplizierten Sommerblumen sind unentbehrlich für die Bepflanzung eines naturnahen Gartens. Ein regelmäßiger Schnitt für die Vase fördert den Blütenreichtum. Cosmeen geben nicht nur dem Garten, sondern auch als Schnittblumen den Sträußen ein luftiges und zartes Aussehen.

Wie schön ist es, wenn man im Garten seine eigenen Schnittblumen hat. Zu den attraktivsten Pflanzen gehören die Zinnien. Sie können bis in den Oktober hinein blühen. Dazu sollte man aber Abgeblühtes regelmäßig entfernen, oder noch besser, die Blumen rechtzeitig für die Vase schneiden. Das fördert die Blühwilligkeit. Zinnien werden geschnitten, wenn die Blüten schon ganz geöffnet sind. Auch Löwenmäulchen, die jetzt im Garten blühen, sind ständig zu schneiden, damit von unten und seitlich laufend neue lange Triebe nachwachsen können. Sobald die Schnittblumen nämlich Samen ansetzen, hört die Blühfreudigkeit auf. Die Schnittblumen sollten in der Vase nur im unteren Bereich im Wasser stehen. Ein zu tiefes "Eintunken" der Stängel führt leichter zur Fäulnis. Auch sind die Blätter unten am Stiel zu entfernen. Eine Kupfermünze im Wasser hilft ebenfalls mit, das Vasenwasser klar zu halten. Kurz vor dem Einstellen der Schnittblumen in die Vase, sind die Stängel mit einem sehr scharfen Messer schräg anzuschneiden, damit eine große Oberfläche für die Wasseraufnahme gebildet wird.

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Duftnesseln in den Garten setzen

Garten-Duftnesseln sind eine echte Bereicherung für jeden Garten. Sie werden etwa ein Meter hoch und haben viele große, violettblaue Blütenkerzen. Das Laub duftet aromatisch. Durch den straff aufrechten Wuchs nehmen die Duftnesseln wenig Platz ein. Die Blätter duften sehr aromatisch.

Baby Bets bis August aussäen

Die Roten Rüben, oder auch rote Bete genannt, werden normal von Mai bis Ende Juni ausgesät. Bei den sogenannten "Baby Bets" geht das aber sogar noch bis Anfang August. Die Kulturdauer beträgt hier nur zwei Monate. Lässt man die Rüben nur 3-5 cm im Durchmesser groß werden, sind sie besonders zart und sehr wohlschmeckend. Babybets sind ein Geheimtipp für Feinschmecker. Ebenso erfolgt die Aussaat Teltower Rübchen erst im Spätsommer. Die zarten Rübchen wachsen in sehr schneller Zeit im warmen Boden heran. Sie werden zum Kochen geschält und in Stücke geschnitten. Sie haben übrigens einen wunderbaren erfrischenden Geschmack.

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Fenchel kann noch bis Mitte Juli ausgesät werden. Bei Trockenstress neigt er allerdings zum Schossen. Fenchel schmeckt roh als Salat oder gedünstet als sehr gesundes Gemüse.

Vosicht beim Gießen

Beim Gießen dürfen nach Möglichkeit die Blätter von Gurken, und Zucchini nicht beim Gießen einbezogen werden. Feuchtigkeit fördert die Bildung des falschen Mehltaues. Kühle Nächte begünstigen ebenfalls den Pilzbefall. Genau wie Tomaten, mögen auch Zucchini und Gurken keine nassen und kalten Füße.

Laubbäume dienen als Luftfilter

Laubbäume machen im Sommer Gärten zu grünen Oasen. Sie filtern die Luft, liefern Sauerstoff, bremsen den Wind, binden Schadstoffe und geben Schatten an heißen Tagen. Bäume sind ein Spiegelbild unserer Kultur. Sie erfreuen Herz und Gemüt, strahlen Ruhe und Gelassenheit aus.

Unser Gartenprofi: In drei Jahrzehnten als Kreisfachberater für Gartenbau in Lichtenfels hat Jupp Schröder mit fast jedem Gartenproblem schon einmal zu tun gehabt. Sein Lebensmotto lautet auch heute noch: "Wenn man die nötige Geduld aufbringt, stellt sich der Erfolg von selber ein".

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