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Gartentipps

Die Natur erwacht: Alles rund um's "Leberblümchen"

Endlich bricht der Frühling wieder über Franken herein! Jetzt können wir uns auf Sonnenschein, Vogelzwitschern und bunte Blumen freuen. Besonders der Anblick des Leberblümchens versüßt uns die ersten Frühlingstage.
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Leberblümchen verdanken ihrem Namen den leberförmigen Blätter zurück. Foto: Josef Schröder
Leberblümchen verdanken ihrem Namen den leberförmigen Blätter zurück. Foto: Josef Schröder

Jeder, der diesen Frühling einen Spaziergang in unseren Wäldern macht, kann dort das kleine Leberblümchen bestaunen. Vorsichtig sprießen die blauen Blüten der geschützten Pflanze von Anfang März bis zum April aus den trockenen Blättern von lichten Laubwäldern. Die botanische Bezeichnung der Blume lautet Hepatica nobilis. Der Vorname bezieht sich auf die Form der Blätter, die wie eine Leber ausschaut. Der Nachname bedeutet "vornehm". Alle Pflanzen haben einen solchen Namen, unter dem sie weltweit bekannt sind.

Die blauen Blumen lieben feuchte, kalkreiche, lehmigen und humusreiche Böden und kommen meist in größeren Beständen vor. Leberblümchen können genauso unter Bäumen und Sträuchern im Garten wachsen. Sie benötigen aber eine schützende Laubdecke. Mit der Zeit breiten sie sich ganz von selber aus.

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Die Blüten des Leberblümchens nicken gegen Abend ein und "schlafen". Morgens bei den ersten Sonnenstrahlen werden sie wieder geöffnet. Auch bei Regenwetter "schlafen" die Blüten. An schönen Frühlingstagen leuchten dann manche Wälder richtig blau. Während der Blütezeit wachsen dann die Blütenblätter auf das Doppelte der ursprünglichen Länge heran. Das kommt durch die häufige Blütenöffnung im vollen Licht, die nur durch Wachstumsbewegung gemacht werden kann. Die Blüten haben keinen Nektar. Sie sind aber ein wichtiger Pollenlieferant für Käfer, Bienen und Schwebfliegen. Der blau violette Farbstoff kann Licht in Wärme verwandeln und schützt die Pflanze somit vor Frost.

So breiten sich Leberblümchen aus

Die Leberblümchen haben für ihre Ausbreitung eine besonders interessante Strategie entwickelt. Die nussartigen Samenkörner haben ein leckeres und sehr nahrhaftes Anhängsel. Darum werden sie von Ameisen aufgesucht. Sie schleppen den Samen in Ihren Bau, um dort das Anhängsel genussvoll zu verspeisen. Der übrig gebliebene Samen ist dann für die Ameisen wertlos. Er wird deshalb aus dem Bau getragen und im Wald entsorgt. So gelangen die abgenagten Samenkörner zu neuen Stellen und wachsen zu jungen Blumen heran. Leberblümchen findet man deshalb vor allem in Wäldern, in denen viele Ameisenbauten sind.

Früher war das Leberblümchen übrigens als Heilpflanze sehr bekannt. Da der deutsche Name auf die Ähnlichkeit der Blätter mit einer Leber verweist, wurde das Kraut in der Volksmedizin gegen Leberleiden verordnet.

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