Franken
Gartentipps

Der blühende und gesunde Garten: Tipps vom Profi

Damit der heimische Garten so richtig aufblühen kann, ist es wichtig, dass die Pflanzen gesund sind. Mit den Tipps von unserem Gartenprofi Josef Schröder sind Sie auf der sicheren Seite.
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Zierlaucharten, wie der Riesenlauch, lieben nährstoffreiche, aber wasserdurchlässige Böden. Nach der Blüte ziehen die Pflanzen vollkommen ein. Bild: Josef Schröder
Zierlaucharten, wie der Riesenlauch, lieben nährstoffreiche, aber wasserdurchlässige Böden. Nach der Blüte ziehen die Pflanzen vollkommen ein. Bild: Josef Schröder
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Der ausgiebige Regen hat der Natur ausgesprochen gut getan. Die Bäume antworten mit einem satten Grün. Aber Gemüsegärtner müssen sich bei dem feuchten Boden mit dem weiteren Ansäen und Pflanzen gedulden, bis es wärmer und trockener ist. Die Natur holt dann schnell den Rückstand wieder ein.

So kann man Rote Rüben, oder auch rote Bete genannt, noch bis Ende Juni aussäen. Die frühen Saaten sind für den Frischverzehr und die späten für die Lagerung. Wichtig ist das frühzeitige Vereinzeln der Pflanzen, damit eine gute Entwicklung stattfindet.

Die sogenannten "Baby Beets" kann man sogar noch bis Ende Juli säen. Die Kulturdauer beträgt hier nur zwei Monate. Man lässt die Rüben nur 3-5 cm im Durchmesser groß werden. Sie sind dann besonders zart und sehr wohlschmeckend. Und was viele nicht wissen, das Grün der Roten Bete halten viele gesundheitsbewusste Menschen für wertvoller, als die Rübe selber.

Rhababer ist jetzt besonders schmackhaft

Der erste Rhabarberkuchen ist oft schon Verzehrt. Er schmeckt jetzt im Frühling besonders erfrischend. "Wegen der Säure brühe ich den kleingeschnittenen Rhabarber mit heißem Wasser und gebe einen Teelöffel Natron dazu. Nach 10 Minuten wird abgeseiht und der Kuchen belegt", so der Tipp einer versierten Bäuerin.

Der Rhabarber gedeiht besonders gut auf einem sonnigen Platz im Garten. Bei zu wenig Sonneneinstrahlung werden seine Stängel sehr dünn. Der Boden sollte tiefgründig und nahrhaft sein. Wenn der Rhabarber Blütenstängel treibt, sind diese auszubrechen. Man kann dann die Ernte trotzdem noch fortsetzen. Ab Johanni sollten die Pflanzen aber ruhen, um neue Kräfte für das kommende Jahr sammeln zu können.

Schnittlauchblüten ebenfalls verwendbar

Auch die Blüten vom Schnittlauch sind essbar. Sie peppen pikante Salate und Butterbrote optisch auf. Die Wirkung als Salatdeko wird noch erhöht, wenn die Blütenblätter auseinander gezupft werden Die Blüten kann man zudem in Apfel- oder Weinessig ziehen lassen. Dieser schmeckt dann aromatischer und bekommt eine schöne Farbe.

Am besten ist es, die Blüten vor der Samenbildung zu entfernen, damit die Energie in neue und aromatische Blätter fließt. Beim Ernten von Schnittlauch sollte immer ein Drittel des Halmes stehen bleiben, damit die Pflanze besser Nachschub liefern kann.

Apfelrosen trotzen schwierigen Bedingungen

Die Apfelrosen, oder auch Kartoffel- oder Dünenrosen genannt, duften zurzeit betörend und locken damit viele Insekten an. Es gibt sie inzwischen in vielen Gartenformen. Die Apfelrosen sind pilzresistent und gedeihen noch auf sehr mageren Boden. Die großen Früchte sind essbar und sehr begehrt für die Herstellung von Marmeladen. Auch die Blütenblätter haben einen sehr guten Geschmack.

Lilien gesund halten

Auf dem Türkenbund und anderen Lilienarten sitzen sehr oft wunderschöne leuchtend rote Käfer, die Lilienhähnchen heißen. Sie fressen nicht nur große Löcher in die Blätter der Liliengewächse, sondern können auch dafür sorgen, dass diese ganz kahl werden. Die einzige Möglichkeit der Bekämpfung ist im Hausgarten das Absammeln.

Da die Lilienhähnchen aber sehr scheu sind, sollte man sehr vorsichtig sein und einen Behälter unter die Pflanze stellen. Bei der kleinsten Berührung der Blätter lassen sich die roten Käfer herabfallen.

Mangelernährung bei Rhododendren?

Wenn Rhododendren gelbe Blätter bekommen und dabei die Blattadern noch grün sind, handelte sich um Eisenmangel. Dieser entsteht, wenn zu viel Kalk im Boden ist. Rhododendren lieben einen pH Wert von 4,2 bis 5,0. Das heißt, der Boden muss sehr sauer sein. Eine Bodenuntersuchung gibt darüber genaue Angaben. Kleine Exemplare mit vergilbten Blättern kann man ausgraben und in eine größere Pflanzgrube mit in Spezialerde für Moorbeetpflanzen setzen.

Die Wände der Pflanzgrube sollten aber vorher mit einem Wurzelvlies ausgekleidet werden. Es ist immer ein Spezialdünger zu verwenden. Dieser enthält keinen Kalk und kann vorhandenen Kalk teilweise neutralisieren. Es gibt auch einen speziellen Eisendünger für Rhododendren. Inzwischen bieten Baumschulen auch neue Sorten an, die mit kalkhaltigem Boden bedeutend besser fertig werden.

Spezialerde für Moorbeetpflanzen Reißfestes Wurzelvlies

Über unseren Gartenprofi: In drei Jahrzehnten als Kreisfachberater für Gartenbau in Lichtenfels hat Jupp Schröder mit fast jedem Gartenproblem schon einmal zu tun gehabt. Sein Lebensmotto lautet auch heute noch: "Wenn man die nötige Geduld aufbringt, stellt sich der Erfolg von selber ein".

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