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Bamberg
Tipps & Tricks im Garten

Das richtige Winterquartier: Kübelpflanzen in der Gärtnerei

Kübelpflanzen haben es im Winter schwer. Vor allem Exoten und mediterrane Pflanzen, wie Feige, Oleander oder Zitrone haben die Kälte gar nicht gern. Das optimale Winterquartier bietet das Ehepaar Böhmer von der Gärtnerei Hohe in Bamberg an und erklärt uns worauf es ankommt.
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Kübelpflanzen auf Winterwellnessurlaub. In einem beheizten Gewächshaus der Gärtnerei Hohe haben sie die optimalen Bedingungen um im nächsten Sommer wieder in voller Pracht blühen zu können. Bild: Gärtnerei Hohe
Kübelpflanzen auf Winterwellnessurlaub. In einem beheizten Gewächshaus der Gärtnerei Hohe haben sie die optimalen Bedingungen um im nächsten Sommer wieder in voller Pracht blühen zu können. Bild: Gärtnerei Hohe

Die meisten Kübelpflanzen sollten vor dem ersten Forst in ihr Winterquartier. Dort bleiben sie dann optimaler Weise von Oktober bis Mai. Wichtig dabei ist, die Pflanzen nicht zu früh, und nicht zu spät reinzuholen. Mediterrane Pflanzen wie Feige, Zitrone, Olive, Hibiskus oder Engelstrompeten sind kälteempfindlich und sollten deshalb am besten in einem Wintergarten, oder einem Gewächshaus überwintert werden. Andere Kübelpflanzen wie Buchs, Lavendel oder Flieder können den Winter etwas geschützt auch draußen überstehen.

Doch selbst wenn einem klar ist, wo die Pflanze überwintert werden kann, gibt es noch einiges zu beachten.

1. Schädlinge haben keinen Zutritt

Bevor die Kübelpflanzen in ihr Winterquartier ziehen, sollten sie gründlich auf Schädlinge untersucht werden. "Gerade im Unkrautwuchs am Fuß der Pflanze verstecken sich häufig Schädlinge" weiß Gärtnermeister Georg Böhmer. Schädlinge wie Schildläuse, Wollläuse, Spinnmilben und weiße Fliegen machen den Kübelpflanzen das Leben schwer.

2. Gießen und Düngen im Winter

Wichtig: Im Winter wird weniger gegossen und nicht gedüngt. Die Pflanzen erholen sich und ruhen im Winter. Immergrüne und winterharte Kübelpflanzen brauchen jedoch auch während der kalten Jahreszeit regelmäßig Wasser. Vielen Hobby-Gärtnern vertrocknen ihre Gewächse, weil sie im Winter das Gießen vergessen. Den meisten Durst haben Bambus, Buchsbaum und Rhododendron. Häufig reagieren die Pflanzen auf den Wassermangel mit welken Blättern. Trockenschäden im Winter werden deshalb oft mit Erfrierungsschäden verwechselt, weil sich die Symptome ähneln.

3. Rückschnitt

Viele Pflanzen benötigen vor der Winterpause einen Schnitt um im nächsten Frühling wieder kräftig austreiben zu können. Die Schnittmaßnahmen bei Kübelpflanzen haben einen einfachen Grund: Sie regen ihr Wachstum an und bringen sie wieder in Form. Zudem heilen Schnittwunden schneller, da gekürzte Triebe schon bald wieder nachwachsen.

4. Umtopfen und die richtige Erde im Frühjahr

Nach der Winterpause ist es ratsam die Pflanzen in einen Topf mit frischer nährstoffreicher Erde zu setzen, eventuell wird auch ein größerer Topf benötigt. So haben sie die optimalen Bedingungen für einen kräftigen Wuchs. "Am besten verwendet man dafür Gärtnersubstrat. Dieses ist torfhaltig, beinhaltet bereits Langzeitdünger, sowie Tongemische für die optimale Feuchtigkeitsspeicherung" rät Georg Böhmer. Zudem ist es wichtig, die richtige Topfgröße und Form zu wählen. "Töpfe, die nach untenhin immer schmäler werden sind zwar schön, aber in der Regel sehr unpraktisch" erklärt Christa Böhmer. "Gerade Pflanzen wie der Oleander bekommen eine kräftige Krone und sollten daher in ihrem Topf den nötigen Halt finden. Bei stärkerem Wind fallen sie sonst schnell um".

Tipps vom Profi: Kübelpflanzen Wellness in der Gärtnerei Hohe

Das Ehepaar Böhmer bietet ihren Kunden in der Gärtnerei Hohe jedes Jahr ein umfangreiches Überwinterungsangebot für Kübelpflanzen.

Die Pflanzen werden direkt von zu Hause abgeholt und von dort aus direkt in das beheizte Gewächshaus der Gärtnerei transportiert. Bei der Abholung unterzieht sich jede Pflanze einer genauen Schädlingskontrolle, und nur schädlingsfreie Pflanzen kommen mit ins Gewächshaus.

Dort angekommen verbringen die Pflanzen dann mehr Zeit, als bei ihrem eigentlichen Besitzer. Das Ehepaar Böhmer pflegt die Pflanzen mit Freude, schneidet sie zurück und achtet darauf, dass keine Schädlinge entstehen.

Erst im Mai, wenn es warm genug für die empfindlichen Pflanzen ist, werden sie zurückgebracht. Vor der Auslieferung zurück zum Besitzer bekommen die Pflanzen aber nochmal alles was sie brauchen, um im Sommer kräftig blühen zu können. "Dazu gehört auf jeden Fall die Zugabe eines Langzeitdüngers, und gegebenenfalls auch ein neuer Topf mit frischem Substrat, damit die Pflanze wieder Platz zum Wachsen hat" erklärt Georg Böhmer.

Zu Hause angekommen, sollte man darauf achten, dass die Pflanze, je nach Art und Sorte, sich erst wieder an den neuen Standort gewöhnen muss. "Am besten stellt man die Pflanze zu Beginn an einen Ort ohne direkte Sonne, sonst entstehen schnell Brandflecken auf den Blättern" fügt Georg Böhmer hinzu.

Berechnet wird der "Winterurlaub" für die Balkon- und Terrassenpflanzen meist nach Quadratmeter und Höhe der Pflanze. Bei der Gärtnerei Hohe ist die Anfrage schon länger höher als der Platz im Gewächshaus, aber scheuen Sie sich nicht, bei Ihrer Lokalen Gärtnerei nach einem Überwinterungsservice zu fragen.

Georg & Christa Böhmer führen die Gärtnerei Hohe in Bamberg in der 3. Generation. Ihr Spezialgebiet ist der Grabpflegeservice: Von Grabanlage und Grabpflege, bis hin zur Vorsorge für die Ruhestätte, kommt bei Ihnen alles aus einer Hand. Um die beste gärtnerische Qualität zu sichern, stammen die meisten Pflanzen aus eigenem Anbau.