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Gartentipps

Alleskönner Ringelblume? Unser Gartenprofi erklärt die vielseitige Pflanze

Die Ringelblume macht nicht nur im Garten eine gute Figur, sondern ist auch als Heilpflanze oder in der Naturkosmetik sehr beliebt. Unser Gartenprof erklärt wie die Pflanze verwendet werden kann.
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Die Blüte der Ringelblume kann vielseitig verwendet werden. Bild: Mauistik/pixabay.com
Die Blüte der Ringelblume kann vielseitig verwendet werden. Bild: Mauistik/pixabay.com
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Die leuchtend orangefarbenen Blüten der Ringelblumen kann man sehr vielseitig verwenden.

In der Naturkosmetik werden die gern als Kompresse zur Pflege von rissiger, rauer und entzündeter Haut verwandt.

Weiter wirken die Blüten bei Geschwüren, Wunden, Verletzungen, Sonnenbrand, Erfrierungen und als Tee bei Leber- und Gallenblasenleiden, Magenverstimmungen, Schleimhautproblemen sowie zum Gurgel und Spülen bei Entzündungen im Mund- und Rachenraum.

Die Blätter als Safranersatz

Die Blätter der Ringelblumenblüten sollten in keinem Wildsalat fehlen. Man kann mit ihnen so herrlich Speisen dekorieren. Oft dienen die orangefarbenen Blätter auch als Safranersatz.

Ringelblumen und Calendulasalbe (Calendula ist der botanische Name der Ringelblume) gibt es in allen Fachgeschäften für Gesundheit zu kaufen.

Salbe aus eigener Herstellung

Mit frischen Blüten aus dem eigenen Garten kann man die Salbe leicht selbst herstellen. Dazu werden die Blütenköpfe in einen Topf mit ausgelassenem Schweineschmalz (ein Teil Blüten auf zwei Teile Fett) gemischt und bei einer milden Hitze etwa eine halbe Stunde lang immer wieder umgerührt. Dann wird alles durch ein Leinentuch gepresst.

Die Herstellung der Heilsalbe geht auch ohne Schweineschmalz mit Sonnenblumenöl und Bienenwachs, so die Aussage einer versierten Bäuerin aus Unterpreppach, Landkreis Haßberge. Das fertige Produkt wird am besten in kleinen Arzneitöpfchen dunkel und kühl aufbewahrt. Es hält sich bis zur nächsten Blüte im kommenden Sommer. Die Arzneitöpfchen mit der Salbe sind gern gesehene Geschenke. Die Wirkung der Ringelblume ist ähnlich wie die bei der Arnika. Diese bekannte und beliebte Heilpflanze ist leider in unserer Region ausgestorben.

Die wilde Möhre

Wer macht sie schon Gedanken darüber, woher die Möhre ihren Namen hat. In der Mitte der Blütendolde der wilden Möhre ist nämlich eine schwarz gefärbte Blüte, der sogenannte Mohr. Hier greift die Pflanze zu einem Trick, um Insekten anzulocken. Sie täuscht hier Kundschaft vor. Das ist wie beim billigen Jakob. Wenn einer bei ihm steht, kommen andere schnell dazu, um nichts zu verpassen. Hier verhalten sich die Insekten genau so wie die Menschen. Die wilde Möhre ist zurzeit eine der auffälligsten Blumen am Wegesrand. Sie gehört zu den zweijährigen Gewächsen. Im ersten Jahr entsteht aus dem Samen eine Pflanze. Dann kann im nächsten Jahr mit geballter Kraft aus den Wurzeln die Blüte entstehen. Nur die Wurzeln von einjährigen Pflanzen sind essbar. Durch die Blüte werden sie nämlich pelzig. Die wilde Möhre ist die Stammpflanze unserer heutigen Kulturform. Die Blüten sind bei den Insekten wie Wildbienen sehr beliebt.

Über unseren Gartenprofi: In drei Jahrzehnten als Kreisfachberater für Gartenbau in Lichtenfels hat Jupp Schröder mit fast jedem Gartenproblem schon einmal zu tun gehabt. Sein Lebensmotto lautet auch heute noch: "Wenn man die nötige Geduld aufbringt, stellt sich der Erfolg von selber ein".

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