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Gartentipps

Pflanzen nach dem Winter stutzen - so geht's!

Die Zierpflanzengärtner haben in diesem Jahr schon große Verluste gehabt. Erst war es lange Zeit zu kalt, um Frühlingsblüher wie Primeln und Anemonen im Garten oder auf dem Friedhof zu pflanzen. Die plötzliche Hitze ließ diese Pflanzen dann sehr schnell aufblühen. Jetzt ist es an der Zeit, die Pflanzen zurück zu schneiden.
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Damit Pflanzen wie diese Clematis auch weiterhin schön blühen, müssen sie richtig zurückgeschnitten werden. Foto: FT-Archiv
Damit Pflanzen wie diese Clematis auch weiterhin schön blühen, müssen sie richtig zurückgeschnitten werden. Foto: FT-Archiv

Alle Sträucher, die jetzt im Frühling blühen, wie zum Beispiel Forsythien und Blutjohannesbeere, schneidet man am besten jetzt nach dem Verblühen. Dabei sind die ältesten Triebe bis zur Basis heraus zu nehmen. Es wird so den jungen Trieben Platz gemacht, die sich dann in der Breite entfalten können. Mit einem bloßen Herumschnipseln in den oberen Bereichen schafft man nur lauter besenartige Verwachsungen. Da durch geht der natürliche Wuchs verloren. Die Sträucher verkahlen auch von unten her und die Vergreisung wird gefördert. Ganz schlimm bei Frühlingsblütensträuchern ist der Rundschnitt mit der Heckenschere.

Das Schneiden an empfindlichen Gehölzen wie Hibiskus, Sommerflieder, Blaurute und Bartblume ist jetzt möglich, da die Kälteperiode vorüber zu sein scheint und zudem das Jahr schon weit fortgeschritten ist. Hierbei handelt es sich um Pflanzen, die an neuem Holz im Sommer blühen. Deshalb benötigen sie einen starken Rückschnitt. Somit können sich Neutriebe mit großem Blütenflor von unten her entwickeln. Ansonsten kommt es zu einem schnellen Vergreisen dieser sommerblühenden Gehölze.

Es ist nicht so einfach, Clematis richtig zu schneiden. Ohne Schnitt verkahlen sie aber von unten her, je älter sie werden. Die verschiedenen Sorten teilt man in drei Gruppen ein. Die Bergwald- und Alpenwaldreben blühen schon ab Mai an einjährigen Trieben. Sie wachsen jahrelang auch ohne Schnitt mit ungebrochener Blühfreude. Nur ältere und zu große Pflanzen schneidet man unmittelbar nach der Blüte um die Hälfte zurück. Auch ein radikaler Verjüngendschnitt ist möglich, wenn es unbedingt sein muss.

Zur zweiten Gruppe gehören die großblütigen und sehr edlen Sorten. Diese blühen ab Juni an diesjährigen Kurztrieben. Die schwächere Nachblüte erfolgt im Hochsommer. Am besten ist es, man schneidet im Frühjahr die abgestorbenen Triebe heraus. Es ist jetzt nur ein vorsichtiges Auslichten angesagt. Dann werden starke Pflanzen um ein Viertel und schwache um ein Drittel eingekürzt. Zur dritten Gruppe gehören die Jackmanii Sorten. Sie blühen nur an diesjährigen Trieben. Die ganze Pflanze wird im Frühjahr auf 30 bis 50 Zentimeter zurückgeschnitten. Sie treibt dann kräftig aus und blüht an den neuen Trieben.

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