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Gartentipps

Heißhunger auf Süßes: Salbei kann helfen

Wussten Sie was der Salbei alles kann? Das wertvolle Heilkraut dient nicht nur zum Würzen sondern kann auch beispielsweise bei Magenbeschwerden lindernd wirken. Unser Gartenexperte erklärt, was Salbei alles kann.
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Salbei ist ein wertvolles Heilkraut. Es hilft gegen Heißhunger auf Süßes, ist super für die Verdauung und kann in vielen Varianten zubereitet werden. Foto: cferrigno426/ pixabay.com
Salbei ist ein wertvolles Heilkraut. Es hilft gegen Heißhunger auf Süßes, ist super für die Verdauung und kann in vielen Varianten zubereitet werden. Foto: cferrigno426/ pixabay.com

Wer sich ein wenig mit den Naturwundern beschäftigt, wird demütig feststellen, dass er im Grunde nicht viel weiß. Nur wenig in dieser Richtung ist überhaupt erst erforscht worden. Es hat sich eine neue Wissenschaft mit dem Namen Bionik entwickelt, die versucht, die Naturwunder zu verstehen und die Erkenntnisse daraus für den Menschen nutzbar zu machen. Fast alle chemischen Heilmittel haben ihren Ursprung aus Pflanzen. Etwa 500 Millionen Substanzen warten noch auf ihre Entdeckung. Die Natur ist auch als technische Schatztruhe das größte Patentamt der Welt. Der Mensch in seiner Überheblichkeit sah die Natur lange Zeit als primitiv an. Es war verpönt, sie als Vorbild anzuerkennen. Das hat sich heute zum Glück grundlegend geändert.

Die Heilkraft des Salbeis

Der Salbei ist ein besonderes Kraut. Die außerordentlich heilkräftige Pflanze ist aber auch ein sehr starkes Gewürz. Sie hat nachweislich eine lebensverlängernde Wirkung. So stoppt Salbei den Heißhunger auf Süßigkeiten und ist somit der ideale Schlankmacher. Man sollte zwischendurch immer wieder an dem Kraut im Garten naschen. Es wirkt zudem antiseptisch und fördert die Verdauung. Auch im Winter behält der Salbei seine Blätter. Es gibt ihn in vielen Arten. Der buntblättrige Salbei ist zudem eine besondere Zierde und ist auch für die Bepflanzung von Balkonkästen zusammen mit Blumen wie Geranien und Petunien interessant.

Mangold: Besser als Spinat?

Mangold sollte in keinem Garten fehlen. Die Pflanzen ähneln der Rübe. Sie werden jedoch nur wegen ihrer oberirdischen Grünteile angebaut. Obwohl Mangold mit dem Spinat sehr nahe verwand ist, unterscheidet er sich in seinen Anbaumethoden doch deutlich. Außer auf nassen und verdichteten Boden kann Mangold fast überall angebaut werden. Ähnlich wie Spinat enthält auch Mangold viel Eisen, Carotin und Vitamine. Es kann sogar mehrfach geerntet werden. Viele Hobbygärtner, die Mangold für sich entdeckt haben, brauchen keinen Spinat mehr. Zumal man diesen zeitlich nur sehr begrenzt anbauen kann, da er bei Wärme zu schießen beginnt. Und von Mangold braucht man nicht viele Pflanzen, die man sogar im Gemüsebeet verteilen kann.

Auch im Staudenbeet füllt Mangold Lücken und schaut dort, besonders mit den bunten Sorten, sehr dekorativ aus. Wenn der Mangold nach jeder Ernte mit samt den Stielen in einen Eimer mit etwas Wasser gestellt wird, bleiben die Blätter länger frisch. Niemals aber sollte das Erntegut, auch nicht für kurze Zeit, in der Sonne stehen.

Übrigens: Auch die Stiele vom Mangold sind wertvoll für die Küche, da man sie wie Spargel zubereiten kann. Bei der Ernte werden immer die die äußeren Blattstiele ausgebrochen. So kann von innen her frisches Grün bis zum Frost ständig nachwachsen.

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Knoblauchernte im August

Knoblauch wird noch im August geerntet und in dekorativen Zöpfen zusammengefasst. Wenn es sich um erprobte und winterharte Herkünfte aus der Gegend handelt, kann man die Zehen auseinander ziehen und zu einer neuen Pflanzung verwenden. Die günstigsten Monate für diese Arbeit sind September und Oktober.

Wachstum der Sellerieknolle fördern

Bei Sellerie wird jetzt durch ein leichtes Abhäufeln des Bodens und das Entfernen der oberen Wurzel das Wachstum der Knolle gefördert. Das Sellerielaub eignet sich übrigens hervorragend zum Würzen vieler Speisen.

Tomaten für den Winter konservieren

Es lohnt sich, sonnengereifte Tomaten für den Winter durch Trocknen zu konservieren. Dabei entsteht ein einmaliger würziger Geschmack. Die gewaschenen Tomaten werden halbiert, der Stieleinsatz entfernt und die Kerne herausgeschabt. Dann kommen die Früchte in einen Dörrapparat oder Backofen und werden bei 50 bis 70° Celsius, je nach Sorte und Menge, 12 bis 20 Stunden getrocknet. Der Backofen ist wegen der langen Trocknungszeit und des hohen Energieverbrauches nur eine Notlösung für das Dörren. Wer regelmäßig größere Mengen an Obst oder Gemüse trocknet, sollte sich ein elektrisches Dörrgerät zulegen. Die gedörrten Tomaten halten sich am besten in einem Schraubglas an einem kühlen und trockenen Ort. Sie sorgen für den richtigen Pep in vielen warmen und kalten Gerichten bis zur nächsten Saison und darüber hinaus. Gedörrte Tomaten, die als Antipasti auf den Teller kommen sollen, werden am besten mit getrockneten Kräutern wie Rosmarin, Organo und Thymian und ein wenig Knoblauch in Olivenöl eingelegt.

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Über unseren Gartenexperten: In drei Jahrzehnten als Kreisfachberater für Gartenbau in Lichtenfels hat Jupp Schröder mit fast jedem Gartenproblem schon einmal zu tun gehabt. Sein Lebensmotto lautet auch heute noch: "Wenn man die nötige Geduld aufbringt, stellt sich der Erfolg von selber ein".

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